Du hast dich entschieden, einer Katze aus dem Tierheim ein neues Zuhause für immer zu geben – eine fantastische Sache! Es gibt so viele Haustiere auf der Welt, die ausgesetzt und misshandelt wurden oder deren Besitzer:innen sich einfach nicht mehr um sie kümmern konnten. Diese Tiere hoffen auf eine zweite Chance in einem liebevollen Zuhause.
Egal, ob du ein Kätzchen oder eine erwachsene Katze mit einer bereits ausgeprägten, einzigartigen Persönlichkeit adoptieren möchtest, es gibt viele Dinge zu beachten, bevor du dein neues Familienmitglied nach Hause bringst. Erfahre in diesem Leitfaden, wie du eine Katze adoptierst und was du für deinen Neuankömmling benötigst.
Wie man eine Katze adoptiert
Wenn du eine Katze adoptieren möchtest, solltest du ein paar Schritte beachten:
- Im ersten Schritt musst du ein geeignetes Tierheim oder eine seriöse Tierschutzorganisation kontaktieren. Du findest viele einfach online, indem du nach lokalen Heimen suchst. Bei Purina sind wir stolz auf unsere Partnerschaft mit Wamiz, über die wir dich mit lokalen Adoptionsdiensten verbinden und dir helfen, deinen neuen besten Freund zu finden.
- Sobald du ein Tierheim gefunden hast, bieten die meisten von ihnen Online-Verzeichnisse mit Katzen an, die aktuell zur Adoption stehen. Alternativ kannst du mit den Mitarbeiter:innen des Tierheims sprechen und dich beraten lassen, welche Katze am besten zu dir passt.
- Beachte, dass die meisten Adoptionszentren vor der offiziellen Adoption einen Hausbesuch arrangieren, um sicherzustellen, dass dein Zuhause eine geeignete Umgebung ist. Wenn du andere Haustiere oder Familienmitglieder hast, möchten sie möglicherweise auch bei den ersten Besuchen dabei sein, um sicherzugehen, dass ihr euch alle gut versteht.
- In unserem Artikel über die Katzendoption findest du alle wichtigen Informationen, die du beachten solltest, bevor du eine Katze adoptierst (ob Baby-Katze oder erwachsene Katze, gekauft oder adoptiert).
Wo kann ich ein Kätzchen adoptieren?
Deine örtlichen Adoptionszentren sind meist die bequemste Anlaufstelle, um ein Kätzchen zu adoptieren. Alternativ kannst du auch Rettungsorganisationen, Tierheime und Tierschutzvereine kontaktieren. Dort findest du mit Sicherheit viele liebevolle Kätzchen, die ein fürsorgliches neues Zuhause suchen.
Ab wann können Kätzchen adoptiert werden?
Baby-Katzen sollten frühestens ab einem Alter von acht Wochen von ihrer Mutter getrennt und in ein neues Zuhause gegeben werden. Die ersten Lebenswochen sind entscheidend für ihre Entwicklung, daher sollten sie erst umziehen, wenn sie vollständig entwöhnt sind.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Sozialisierungsphase bei Katzen etwa in der siebten bis neunten Woche endet. Wenn das Kätzchen im Tierheim ohne Mutter aufwächst oder nicht ausreichend stimuliert wird, sollte die Adoption so früh wie möglich erfolgen. In diesem Fall lohnt es sich, eine tierärztliche Praxis aufsuchen, die auf Verhaltensprobleme spezialisiert ist. So lässt sich das Risiko von Verhaltensproblemen minimieren und eine bestmögliche Eingewöhnung in das neue Zuhause gewährleisten.
Wo kann ich ein Kätzchen kostenlos adoptieren?
Viele Tierheime und Organisationen erheben eine Adoptionsgebühr, aber du kannst natürlich immer nachfragen, ob die Gebühr erlassen werden kann. Je nach Stadt findest du möglicherweise auch Zeitungsanzeigen von Menschen, die Katzen kostenlos abgeben.
Du kannst auch eine streunende Katze aufnehmen. Bedenke jedoch, dass eine Streunerkatze einen Gesundheitscheck, Impfungen und je nach Zustand weitere medizinische Behandlungen benötigt. Das kann am Ende teurer werden als die übliche Adoptionsgebühr.
Streunende Katzen oder solche aus wilden Kolonien können sich möglicherweise nur schwer an ein Zuhause gewöhnen. Es könnte sein, dass du sie später in ein Tierheim bringen musst, was für die Katze sehr stressig sein kann. Wenn du eine Streunerkatze adoptieren möchtest, solltest du sicherstellen, dass sie besonders sozial ist und das Überleben anderer Katzen nicht von ihr abhängt.
Wo kann ich eine Katze adoptieren?
Wenn du darüber nachdenkst, eine Katze zu adoptieren, gibt es viele großartige Möglichkeiten, deinen perfekten Samtpfoten-Begleiter zu finden. Eine hervorragende Anlaufstelle ist die Wamiz-Website, die zukünftige Tierhalter:innen mit Katzen verbindet, die ein liebevolles Zuhause suchen. Auf dieser Plattform kannst du ganz einfach durch Katzen aller Rassen, Altersgruppen und Persönlichkeiten stöbern und diejenige finden, die am besten zu deiner Familie und deinem Lebensstil passt.
Sollte ich eine männliche oder weibliche Katze adoptieren?
Jede Katze hat ihre eigene Persönlichkeit. Einige Studien zeigen jedoch, dass kastrierte Kater oft geselliger und anhänglicher sind, während kastrierte Katzen eher zurückhaltend wirken können.
Die perfekte Katze finden
Eines der wichtigsten Dinge bei der Adoption einer Katze ist sicherzustellen, dass ihre Persönlichkeit zu deiner Familie passt. Tierheime können dir eine detaillierte Vorgeschichte ihrer Bewohner geben und dich so dabei unterstützen, die richtige Katze für dich zu finden.
Genau wie die Entscheidung, ob du eine erwachsene Katze oder ein Kätzchen adoptieren möchtest, ist auch die Wahl der richtigen Rasse wichtig. Obwohl jede Katze ihre eigene Persönlichkeit hat, kannst du viel über typische Eigenschaften anhand der Rasse erfahren.
Tierheime bieten oft eine große Auswahl an Rassen, darunter auch wunderschöne Hauskatzen (mit kurzem oder langem Fell). Informiere dich über die verschiedenen Möglichkeiten und sprich mit den Mitarbeitenden deines örtlichen Tierheims. Sie können dir wertvolle Tipps geben, welche Rasse am besten zu dir passt.
Wenn du eine Katze aus einem Tierheim adoptierst, ist es wichtig, sicherzustellen, dass sie gesund ist. Bei Kätzchen solltest du darauf achten, dass sie vollständig entwöhnt und mindestens acht bis neun Wochen alt sind. Verwende die folgende Checkliste, um die Gesundheit deines potenziellen neuen Begleiters zu überprüfen:
- Die Augen sollten sauber und klar sein. Augen- oder Nasenausfluss kann auf gesundheitliche Probleme hindeuten.
- Die Ohren sollten sauber und rosa sein. Schwarze Punkte oder ein dunkelbrauner, wachsartiger Ausfluss im Gehörgang könnten auf Ohrmilben hinweisen. Obwohl Milben leicht behandelt werden können, ist dies ein mögliches Zeichen für schlechte Pflege.
- Wie sieht ihr Bauch aus? Ein geschwollener Bauch könnte auf schlechte Ernährung oder Würmer hinweisen.
- Überprüfe das Hinterteil auf Anzeichen von Durchfall.
- Das Fell sollte glänzend sein und keine Verfilzungen aufweisen.
- Die Beine sollten gerade und gut geformt sein, sodass die Katze sich problemlos bewegen und springen kann.
- Wenn die Katze es zulässt, kannst du versuchen, ihren Mund zu öffnen und die Zähne sowie das Zahnfleisch anzusehen. Manche Katzen leiden unter einer Entzündung der Mundschleimhäute (Stomatitis). Dann speicheln sie unter Umständen vermehrt, die Schleimhäute sind in der Regel an den betroffenen Stellen stark gerötet. Auch schlechte Zähne lassen sich so gegebenenfalls erkennen, sie zeigen in vielen Fällen dunkle Beläge bis hin zu Auflagerungen. Evtl. finden sich auch Eiter und ein deutlicher Mundgeruch. Solche Beschwerden im Maul beeinträchtigen die Ernährung und Lebensqualität der Katze unter Umständen erheblich.
- Denke daran, dass das Fehlen dieser Krankheitszeichen nicht bedeutet, dass das Tier gesund ist. Konsultiere immer deine tierärztliche Praxis, um mögliche Infektionen oder Krankheiten auszuschließen, die üblicherweise ohne sichtbare Symptome bleiben (z. B. Toxoplasmose und viele andere Erkrankungen mit Parasiten). In den ersten Tagen zu Hause ist es wichtig, die Katze genau zu beobachten, ob die genannten Symptome oder andere wie Appetitlosigkeit, Lethargie etc. auftreten.
Wenn du planst, eine Katze mit besonderen Bedürfnissen oder einer chronischen Erkrankung zu adoptieren, gilt die obige Liste möglicherweise nicht. Ein seriöses Tierheim wird dir jedoch alle wichtigen Informationen zur optimalen Pflege geben und transparent über die gesundheitlichen Anforderungen eines solchen Tieres informieren.
Welche Katzenpersönlichkeit ist die richtige?
In Tierheimen gibt es eine große Vielfalt an Katzenpersönlichkeiten – von freundlich bis eher zurückhaltend. Viele Katzen kommen unter schwierigen Umständen ins Tierheim, weshalb einige anfangs ängstlich wirken können. Mit Liebe, Geduld und Aufmerksamkeit können sie jedoch zu deinem besten Freund werden. Denke daran, dass ein Tierheim für Katzen eine ungewohnte Umgebung sein kann. Lass dich daher nicht zu sehr von ihrem Verhalten dort beeinflussen.
Eine Katze adoptieren: Alle Kosten bedenken
Die Kosten für die Adoption eines Kätzchens oder einer Katze variieren je nach Organisation oder Tierheim. Die meisten Tierheime verlangen eine Adoptionsgebühr, bevor du dein neues Haustier mit nach Hause nehmen kannst. Diese Gebühr soll einen Teil der Kosten decken, die dem Tierheim für Unterbringung, Verpflegung und medizinische Behandlungen (etwa Impfungen, Mikrochip, Kastration etc.) des Tiers entstanden sind. Sie liegen praktisch immer deutlich unter den tatsächlichen Kosten für diese Maßnahmen, der Rest wird von Zuschüssen, Spenden und ehrenamtlichem Engagement finanziert.
Zusätzlich solltest du weitere Kosten einplanen. Zur Vorbereitung auf die Ankunft deines neuen Haustiers brauchst du Katzenfutter und Näpfe, ein Katzenbett, eine Katzentoilette, Streu und wahrscheinlich eine Transportbox für den Heimweg. Vielleicht möchtest du auch Katzenspielzeug kaufen – oder du kannst es ganz einfach selbst basteln.
Vorbereitung auf das Unerwartete
Die wahrscheinlich größten Kosten, die du einplanen solltest, sind tierärztliche Rechnungen. Einige Ausgaben sind vorhersehbar, wie Impfungen, Entwurmung und Flohprophylaxe.
Am teuersten können jedoch unerwartete tierärztliche Behandlungen werden. Die Kosten hierfür oder ein Aufenthalt in der Klinik nach einem Unfall oder einer Krankheit können schnell tausend Euro und mehr betragen. Eine monatlich zu zahlende Katzenversicherung, sofern verfügbar, kann helfen, unvorhergesehene finanzielle Belastungen abzudecken.
Ein oft vergessener Posten im Budget ist die Unterbringung deiner Katze, wenn du in den Urlaub fährst. Vielleicht können Freunde oder Familie sich um dein Haustier kümmern, während du weg bist. Falls nicht, solltest du auch diese Kosten berücksichtigen.
Was mache ich, wenn ich eine streunende Katze finde?
Wenn du in deiner Nachbarschaft eine streunende Katze findest, erkundige dich zunächst, ob jemand weiß, wem sie gehört. Hänge auch Poster auf oder frage in sozialen Medien nach. Es ist außerdem sinnvoll, die Katze so schnell wie möglich in eine tierärztliche Praxis zu bringen, damit überprüft werden kann, ob sie einen Mikrochip hat. Ist das der Fall und ist die Katze registriert (z. B. bei Tasso – einem Verein, der dabei hilft, verschwundene Tiere wiederzufinden), lässt sich gegebenenfalls der Besitzer oder die Besitzerin ermitteln. Findet sich kein Chip oder ist dieser nicht registriert, erhöht das die Chance, dass es eine Streunerkatze ist.
Checkliste für die Katzenadoption
Die folgende Checkliste zeigt dir, worauf du bei der Adoption einer neuen Samtpfote achten solltest.
Wie sieht dein Zuhause aus?
Wenn du viel sicheren Außenbereich hast, könnte eine Freigängerkatze gut zu dir passen. Wohnst du in einer Wohnung, ist eine Wohnungskatze besser an solche Räume gewöhnt.
Solltest du eine Katze adoptieren, wenn du in einer kleinen Wohnung lebst?
Im Gegensatz zu Hunden brauchen Katzen nicht unbedingt viel Raum, um sich wohlzufühlen. Daher ist es möglich, eine Katze zu adoptieren, auch wenn du in einer kleinen Wohnung lebst. Wichtig ist, genügend Platz für die Katzentoilette einzuplanen und diese an einem anderen Ort als Futter- und Wassernapf aufzustellen. Die Qualität des Lebensraums ist für die Katze wichtiger als die Größe.
Wie ist dein Lebensstil?
Wenn du oft außer Haus bist, passt eine unabhängige Katze besser zu deinem Lebensstil. Hast du wenig Zeit, solltest du eine Rasse wählen, die einen geringeren Pflegebedarf hat.
Hast du bereits andere Haustiere?
Manche Katzen kommen gut mit anderen Tieren zurecht, während andere lieber allein sind. Wenn du bereits Haustiere hast, achte darauf, eine Tierheimkatze zu adoptieren, die den Umgang mit anderen Tieren gewöhnt ist und sich mit ihnen versteht.
Hast du kleine Kinder?
Manche Katzen haben in ihrem Leben Schlimmes erlebt, was sie schüchtern oder zurückgezogen gemacht hat. Auch das Fehlen bestimmter Erfahrungen, wie der Kontakt zu Kindern in den ersten Lebenswochen, kann sich im Erwachsenenalter negativ auswirken. Wenn du eine Familie mit kleinen Kindern hast, suche nach einer Katze, die an den Umgang mit Kindern gewöhnt wurde und gut mit ihnen leben kann. Beachte, dass einige Katzen nur für ältere Kinder geeignet sind, während andere gar nicht für ein Leben mit Kindern infrage kommen.
Bedenke die Kosten
Es ist wirklich etwas Wunderbares, einer älteren Katze oder einer mit gesundheitlichen Problemen ein Zuhause zu geben. Tierheime informieren dich immer über mögliche langfristige (chronische) Erkrankungen. Stelle sicher, dass du die Kosten für laufende tierärztliche Behandlungen und alle notwendigen Katzenutensilien tragen kannst, bevor du dich entscheidest, die Verantwortung für eine Katze zu übernehmen.
Finde Katzen zur Adoption über Tierheime
Eine Katze zu adoptieren ist eine wunderbare Möglichkeit, einem Tier in Not ein liebevolles Zuhause zu geben. Die Wamiz-Tierheimseite ist ein großartiger Ort, um mit Tierheimen in Kontakt zu treten. Hier kannst du zur Adoption stehende Katzen ansehen und direkt nach Tierheim filtern. So findest du ganz einfach deinen neuen pelzigen Freund und unterstützt gleichzeitig die großartige Arbeit der Tierschutzorganisationen.
Das war unser Leitfaden zur Katzenadoption. Erfahre mehr über die Anschaffung einer Katze in unserem Leitfaden zur Adoption von Katzen und Kätzchen, um bestens vorbereitet zu sein.
Bei Purina unterstützen wir Adoptionen und arbeiten mit mehreren Tierschutzorganisationen zusammen, um sicherzustellen, dass Haustiere gut versorgt werden, während sie auf ihre neuen Familien warten. Erfahre mehr über unser Engagement.
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