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Anatomie der Katze
Katze mit Akne

Katzenakne und wie man sie behandelt

5 min Lesezeit

Katzenakne, auch feline Akne genannt, ist seltener als ihr Namensvetter bei Menschen. Man geht davon aus, dass Katzen jeden Alters, Geschlechts und jeder Rasse gleichermaßen betroffen sein können. Studien deuten darauf hin, dass es wahrscheinlich keine hormonelle Komponente für Katzenakne gibt. Die zugrundeliegenden Prozesse sind jedoch nur unzureichend untersucht. Dennoch gibt es Dinge, die du tun kannst, um deiner Katze bei feliner Akne zu helfen. Hier erfährst du, wie Katzenakne aussieht und was du tun kannst, wenn du Pickel bei deiner Katze entdeckst.

 

Woher kommt Katzenakne?

Katzenakne tritt aufgrund einer Verhornungsstörung (Hyperkeratose oder Parakeratose) und einer vermehrten Talgproduktion auf. Unter Hyperkeratose versteht man die vermehrte Bildung von verhornenden Hautzellen auf der Oberhaut. Parakeratose hingegen besteht dann, wenn die Verhornung der Oberhaut gestört ist. Die Folge von zu viel Talgproduktion in Kombination mit einer Verhornungsstörung kann eine bakterielle Entzündung und schließlich Akne hervorrufen.

Katzenakne kann verschiedene Ursachen haben:

  • Mangelhaftes Putzverhalten
  • Stress
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Nährstoffmangel

 

Wie sieht Katzenakne aus?

Katzenakne äußert sich in kleinen Beulen, die von Mitessern begleitet werden. Ist die Krankheit nur leicht ausgeprägt, bleibt sie oft unbemerkt, da sie dann eher wie Schmutz als wie Akne aussehen kann. Katzenakne erkennst du manchmal auch an einem fettig aussehenden Fell. Besonders bei helleren Katzen ist dieses Anzeichen auffällig, da sich das Fell durch das Fett gelblich färbt. Katzenakne tritt in den meisten Fällen am Kinn auf, weshalb sie auch als Kinnakne bezeichnet wird. Aber auch an Ober- und Unterlippe sowie im Stirnbereich und am Schwanzansatz kann Katzenakne auftreten. Bei schweren Fällen von Katzenakne kann es zu Schwellungen, Haarausfall, Rötungen und sogar Blutungen kommen. Leidet deine Katze an Juckreiz durch die Akne, macht sich das durch vermehrtes Kratzen, Haarausfall, Schuppenbefall und Unruhe bemerkbar. Auch eine sekundäre bakterielle Infektion und Follikulitis kann eine Folge der Katzenakne sein.

Katzenakne – was tun?

Katzenakne kann leicht mit anderen Hautkrankheiten verwechselt werden. Suche daher unbedingt einen Tierarzt auf, bevor du die Katzenakne zuhause selbst behandelst.

Auf keinen Fall solltest du menschliche Akne-Mittel für die Katzenakne verwenden, da diese für die Haut einer Katze zu heftig sind und zu starken Beschwerden führen können, die den Zustand verschlimmern.

Obwohl Katzenakne oft genauso schnell wieder verschwindet, wie sie aufgetaucht ist, wird manchmal eine Behandlung notwendig. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Ausbrüche regelmäßig auftreten oder sich zu einer schweren Form der Akne entwickeln.

 

So kannst du die Katzenakne behandeln:

  • Reinigung des Bereichs: Du kannst – in Rücksprache mit einem Tierarzt – antibakterielle Waschmittel verwenden, um den Bereich der Katzenakne zu reinigen. Oft verschreibt der Tierarzt eine täglich zweimalige Reinigung, die du am besten nach dem Fressen durchführen solltest. So stehen die Chancen am besten, dass bei Kinnakne deiner Katze die Stelle anschließend sauber bleibt.Ausreichende Hygiene: Achte unbedingt darauf, dass Futternäpfe und Katzentoilette sauber und hygienisch sind, wenn deine Katze unter Akne leidet.
  • Omega-3: Es gibt einige Hinweise darauf, dass Fettsäuren wie Omega-3 helfen können, eine gesunde Haut zu fördern. Sie können daher bei Katzen, die zu Hautproblemen wie Kinnakne neigen, von Vorteil sein.
  • Ersetzen von Plastikschüsseln: Verwende bei Katzenakne als Futter- und Trinknapf am besten eine Schüssel aus Keramik oder Edelstahl. Es gibt Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass Plastikschüsseln das Auftreten von Katzenakne begünstigen können.
  • Medizinische Shampoos: Möglicherweise wird dein Tierarzt dir empfehlen, leichte Katzenakne mit antiseborrhoischen Shampoos zu behandeln. Ist es bei deiner Katze zu einer sekundären Infektion gekommen, kann der Tierarzt außerdem antibakterielle oder antimykotische Shampoos verschreiben.
  • Salben: In manchen Fällen von Katzenakne verschreibt der Tierarzt eine spezielle Salbe zur lokalen Behandlung. Diese wendest du dann ein paar Mal täglich bei deiner Katze an.
  • Systematische Antibiotika: Hat sich in schweren Fällen von Katzenakne eine Infektion entwickelt, kann der Tierarzt eine Behandlung mit systematischen Antibiotika empfehlen.
  • Scheren des Fells: Dein Tierarzt kann längere Fellpartien an den von Katzenakne betroffenen Stellen vorsichtig scheren, um die Behandlung zu erleichtern. Greife jedoch nicht selbst zur Schere, da ein falsches Scheren zu Scherausschlag und Hautreizungen führen kann.

 

Katzenakne vorbeugen

Die Ursache von Katzenakne ist zwar unklar, doch gibt es ein paar Dinge, die du vorbeugend tun kannst. Der Wechsel zu Stahl- oder Keramiktöpfen als Futter- und Wassernäpfe beispielsweise kann das Risiko der Entstehung von Katzenakne verkleinern. Auch die regelmäßige Fellpflege der Katze wirkt vorbeugend. Um Katzenakne aufgrund von Nährstoffmangel oder Überversorgung vorzubeugen, solltest du auf eine ausgewogene Ernährung achten.