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So wichtig sind regelmäßige Tierarztuntersuchungen für Katzen

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Jänner 13, 2026
6 min Lesezeit
So wichtig sind regelmäßige Tierarztuntersuchungen für Katzen

Es macht Spaß, für Katzen zu sorgen, es bedeutet aber auch viel Verantwortung, einschließlich des Gangs zum Tierarzt. 

Manchmal braucht es ein professionelles Auge, um subtile Veränderungen im Gesundheitszustand deines Haustiers zu erkennen, insbesondere da Katzen ihre Krankheiten sehr gut verbergen können. Glücklicherweise ist der Tierarzt ein sehr guter Detektiv.

In diesem Artikel

Allgemeine Katzengesundheit

Du bringst deinen flauschigen Freund ohnehin schon zum Tierarzt, wenn er krank oder verletzt ist. Bei diesen Terminen geht es jedoch in der Regel um ein bestimmtes Problem. Gesundheitschecks hingegen basieren auf dem Grundsatz „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ und sind wichtig, um die Gesundheit deiner Katze zu erhalten und bestimmten Krankheiten vorzubeugen.

Dein Tierarzt empfiehlt, deine Katze mindestens einmal im Jahr gründlich untersuchen zu lassen, mit zunehmendem Alter oder bei besonderen medizinischen Bedürfnissen auch häufiger. Bei einem Gesundheitscheck wird der Allgemeinzustand der Katze beurteilt und sie wird von den Schnurrhaaren bis zur Schwanzspitze genau untersucht.

Ein weiterer Vorteil dieses jährlichen Gesundheitschecks besteht darin, dass sich deine Katze daran gewöhnt, den Tierarzt aufzusuchen, wenn es ihr gut geht. Dies kann dazu beitragen, dass sie eine Bindung zu ihrem Tierarzt aufbaut. Wenn sie nur dann zu Besuch kommen, wenn sie verletzt oder krank sind, können sie nervös werden und ihre Besuche als negativ oder belastend empfinden. Es ist eine gute Idee, von Zeit zu Zeit in die Tierarztpraxis zu gehen, auch wenn es nur zur Flohkontrolle ist. Die Mitarbeitenden am Empfang und Tierarzthelfer freuen sich immer über eine Gelegenheit, deine Katze zu streicheln, wenn du mit ihr vorbeikommst, und bei deiner Katze bleibt der Besuch in positiver Erinnerung, ganz ohne Abtasten und Spritzen.

Katzenimpfungen

Jährliche Impfungen sind wichtig, um zu verhindern, dass deine Katze bestimmte Krankheiten bekommt, darunter Katzenschnupfen (Felines Herpesvirus, Calicivirus), Katzenenteritis (Felines Parvovirus), Katzenleukämievirus und Chlamydophila felis (ein Bakterium, das Bindehautentzündung verursacht).

Flöhe, Zecken und Würmer

Eine weitere Situation, in der Vorsorge besser als Nachsorge ist, ist der Schutz vor Flöhen, Zecken und Würmern. Denke daran, dass Flöhe oder zumindest ihre Larven das ganze Jahr über in Haus und Garten leben können und Zecken üble Krankheiten und viele Katzenkrankheiten übertragen können. Frage deinen Tierarzt um Rat, wenn es darum geht, Parasiten sowie Band- und Spulwürmer zu vermeiden. Ausführlichere Informationen zur Behandlung von Flöhen und Zecken findest du auch auf unserer Seite zur Bekämpfung von Flöhen und Zecken bei deiner Katze.

Kastration

Wenn du nicht vorhast, deine Katze für die Zucht einzusetzen, ist es wichtig, sie kastrieren zu lassen, bevor du plötzlich unerwünschte Kätzchen hast. Eine Kastration trägt auch dazu bei, Gesundheitsproblemen bei Katzen vorzubeugen, darunter bestimmte Krebsarten und einige Infektionskrankheiten.

Der Tierarzt kann dich über den besten Zeitpunkt für die Kastration deines Kätzchens beraten. Wenn du eine unkastrierte Katze adoptiert hast, wird er dir eine möglichst baldige Kastration vorschlagen und dir Ratschläge zu einer geeigneten Ernährung danach geben, um zu vermeiden, dass deine frisch kastrierte Katze an Gewicht zunimmt.

Verhalten

Wenn du deine Katze zur Untersuchung bringst, gib unbedingt alle Verhaltensänderungen oder Probleme wie ungewöhnliches Urinieren an.

Diese könnten mit einer Grunderkrankung oder einem Verhaltensproblem zusammenhängen, das mit Hilfe eines ausgebildeten Verhaltensforschers überwunden werden könnte. Dein Tierarzt kann dich an eine qualifizierte Fachkraft verweisen.

Zahnpflege

Der Tierarzt wird sich auch die Zähne deiner Katze genau ansehen, um festzustellen, ob Anzeichen von Zahnproblemen vorliegen. Katzen sind bekanntermaßen recht unfähig, ihren Besitzern Schmerzen oder Unwohlsein mitzuteilen, daher ist es eine gute Idee, eine Untersuchung zu nutzen, um eine professionelle Meinung einzuholen. Zahnerkrankungen kommen bei Katzen häufig vor, insbesondere wenn sie älter werden. Auch wenn sich dein flauschiger Freund noch nicht über schmerzende Zähne beschwert hat, kann es sein, dass bei ihm zahnärztliche Eingriffe erforderlich sind. Du kannst dich mit dem Tierarzt auch über häusliche Zahnpflege unterhalten und erfahren, wie du dazu beitragen kannst, die Zähne deiner Katze sauber zu halten. Außerdem kannst du die Ratschläge auf unserer Seite zur Zahnpflege bei Katzen befolgen.

Gewicht und körperlicher Zustand

Leider ist Fettleibigkeit bei Katzen ein allzu häufiges Problem. Nutze daher die Gelegenheit, deine Katze zu wiegen und ihren körperlichen Zustand beim nächsten Gesundheitscheck zu besprechen. Wenn deine Katze übergewichtig ist, kannst du viel tun, um ihr zu helfen. Sprich beispielsweise mit dem Tierarzt über einen Diätplan und Möglichkeiten, das Aktivitätsniveau deiner Katze zu steigern, oder finde heraus, ob deine Tierarztpraxis ein Abnehmprogramm anbietet. Ebenso möchtest du nicht, dass deine Katze untergewichtig ist. Wenn deine Katze also seit dem letzten Wiegen an Gewicht verloren hat, besprich dies mit dem Tierarzt, da dies ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem bei der Katze sein könnte.

Ältere Katzen

Wenn deine Katze älter wird, wird der Tierarzt häufigere Gesundheitschecks empfehlen – das bedeutet nur, dass er deine Katze genauer im Auge behalten möchte, damit auftretende Gesundheitsprobleme im Keim erstickt werden können. Während der Untersuchungen wird der Tierarzt vielleicht den Blutdruck deiner Katze messen und dir bei Bedenken eine Blut- oder Urinuntersuchung vorschlagen, um mögliche Grunderkrankungen festzustellen. Möglicherweise wirst du auch gebeten, eine Urinprobe mitzubringen, damit der Tierarzt herausfinden kann, ob deine Katze an Problemen wie Diabetes oder einem Verlust der Nierenfunktion leidet.

Nutze den Termin, um mit dem Tierarzt über alle Probleme zu sprechen, die dir aufgefallen sind, seien sie noch so klein. Dazu können die Nahrungs- und Wasseraufnahme, das Aktivitätsniveau und alle anderen Bedenken gehören. Genau wie Menschen können ältere Katzen unter verschiedenen Organbeschwerden, Osteoarthrose, Seh- oder Hörverlust und sogar Gedächtnisverlust oder Demenz leiden.

Wie du sicher weißt, können Katzen Anzeichen einer Krankheit sehr gut verbergen, sodass der Tierarzt dich beraten kann, worauf du achten musst. Glücklicherweise lassen sich viele Gesundheitsprobleme bei Katzen mit Medikamenten oder einfachen Änderungen des Lebensstils erfolgreich in den Griff bekommen. Bei einer Untersuchung kann dich der Tierarzt entsprechend beraten.