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Was ist die Katzenkratzkrankheit?

Was ist die Katzenkratzkrankheit?

5 min Lesezeit

Die Katzenkratzkrankheit ist eine bakterielle Infektion, die Menschen betreffen kann, wenn die Krallen oder Zähne einer Katze die Haut verletzen. In unserem Leitfaden erfährst du alles, was du über diese seltene Krankheit wissen musst – einschließlich der Symptome der Katzenkrankheit, ihrer Ursachen und wer besonders gefährdet ist.

Die Katzenkratzkrankheit, auch bekannt als Cat-Scratch Disease oder Katzenkratzfieber, wird durch Bakterien hervorgerufen. Sie werden durch Kratzer oder Bisse von Katzen, die mit dem Bakterium Bartonella henselae infiziert sind, auf den Menschen übertragen. Laut CDC (US-amerikanische Gesundheitsbehörde: Centers for Disease Control and Prevention) tragen etwa 40 % der Katzen irgendwann in ihrem Leben das Bakterium in sich – meist als Kätzchen. Menschen erkranken nur selten mit sichtbaren Symptomen, es kommt pro Jahr zu ungefähr einem Fall pro 100.000 Einwohner. Üblicherweise verläuft die Erkrankung mild, in Ausnahmefällen verläuft die Erkrankung jedoch schwer und führt im ungünstigsten Fall sogar zum Tod.

Lies weiter, um mehr über die Symptome der Katzenkratzkrankheit, mögliche Ursachen und Risikogruppen zu erfahren.

Was verursacht die Katzenkratzkrankheit?

Katzen infizieren sich üblicherweise mit Bartonella henselae, wenn sie von Flöhen gebissen werden, die das Bakterium in sich tragen, die Bakterien können aber auch bei engem Kontakt von Katzen untereinander übertragen werden.

Es wird vermutet, dass Flohkot, der etwa bei der Fellpflege an die Krallen oder in die Maulhöhle gelangen kann, eine wichtige Rolle bei der Übertragung von der Katze auf den Menschen spielt. Wenn die Katze dann einen Menschen kratzt oder beißt und dabei die Haut verletzt, kann sie die Bakterien übertragen.

Die Krankheit kann auch durch Katzenspeichel übertragen werden, wenn dieser in eine offene Wunde oder in die Augen gelangt. In extrem seltenen Fällen stecken sich Menschen durch direkte Bisse von infizierten Flöhen oder Zecken an. Eine Übertragung der Katzenkratzkrankheit von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Die Katzenkratzkrankheit tritt am häufigsten bei Kätzchen und Streunerkatzen auf, da sie ein höheres Risiko für Flohbefall haben und somit eher mit den Bakterien in Kontakt kommen. Außerdem wird das Bakterium häufiger in wärmeren Regionen gefunden, da dieses Klima ideale Bedingungen für die Vermehrung von Flöhen bietet.

Wer ist gefährdet?

Für Kinder bis zum Alter von sechs Jahren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem ist das Risiko, sich mit der Katzenkratzkrankheit zu infizieren, am größten. Laut der Gesundheitsplattform Healthline ist das Risiko für einen schweren Verlauf der Katzenkratzkrankheit bei Menschen erhöht, die mit Krebs, Diabetes, HIV oder AIDS leben oder ein Organ transplantiert bekommen haben. Auch bei schwangeren Frauen ist die Gefahr, sich mit dem Erreger zu infizieren, erhöht.

Kann die Katzenkratzkrankheit tödlich sein?

Die Katzenkratzkrankheit ist selten tödlich und heilt in der Regel innerhalb einiger Monate von selbst aus, besonders bei gesunden Menschen. Teilweise sind jedoch Behandlungen mit Antibiotika notwendig. Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem kann die Katzenkratzkrankheit allerdings schwere Komplikationen verursachen, etwa Veränderungen in der Leber, Entzündungen von Teilen des Herzens (Endokarditis, Myokarditis) oder des Gehirns (Enzephalitis). Wenn sich die Infektion auf lebenswichtige Organe ausbreitet oder bei gefährdeten Personen unbehandelt bleibt, kann sie potenziell lebensbedrohlich werden – dies ist jedoch äußerst selten. Eine schnelle medizinische Behandlung sorgt in den meisten Fällen für eine rasche Genesung.

Wie lange dauert die Katzenkratzkrankheit?

Die Katzenkratzkrankheit dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Es kann aber unter Umständen einige Monate dauern, bis geschwollene Lymphknoten wieder auf ihre normale Größe abgeschwollen sind. Die meisten gesunden Menschen erholen sich ohne Behandlung, obwohl Antibiotika in schweren Fällen die Genesung beschleunigen können. Komplikationen können die Krankheit verlängern, besonders bei Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Symptome der Katzenkratzkrankheit

Katzen zeigen in der Regel keine Symptome, wenn sie die Katzenkratzkrankheit haben. Bei Menschen treten jedoch häufig folgende Krankheitszeichen auf:

  • Beulen oder Blasen an der Stelle des Kratzers/Bisses – diese erscheinen normalerweise innerhalb von drei bis zehn Tagen
  • Geschwollene Lymphknoten, die wenige Tage bis einige Wochen nach dem Kratzer oder Biss auftreten
  • Trägheit
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen

Mögliche Behandlung

Die gute Nachricht ist, dass die Katzenkratzkrankheit selten schwer verläuft und daher meist keine Behandlung erfordert. Die Infektion ist in der Regel harmlos und verschwindet von selbst innerhalb mehrerer Monate.

Die Blasen oder Beulen bilden sich meist nach ein bis drei Wochen zurück, während geschwollene Lymphknoten erst nach zwei bis vier Monaten zurückgehen. Wenn du jedoch starke Schmerzen, sehr hohes Fieber oder ungewöhnliche Symptome bemerkst, solltest du so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

In einigen Fällen können Antibiotika verschrieben werden, insbesondere bei schwereren Symptomen oder bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen kann die Infektion ernsthafte Probleme verursachen und sogar lebensbedrohlich sein, wenn sie das Gehirn, das Herz, die Augen und andere lebenswichtige Organe betrifft.

Katzen erkranken durch die Katzenkratzkrankheit äußerst selten und benötigen daher in der Regel keine Behandlung. In Ausnahmefällen kommt es jedoch auch bei ihnen zu einer Entzündung von Teilen des Herzens, die sich durch Atemprobleme und allgemeine Krankheitssymptome wie Appetitlosigkeit oder Fieber äußern kann. Wenn du vermutest, dass deine Katze eine Herzentzündung haben könnte, bring sie in eine tierärztliche Praxis. Das dortige Behandlungsteam wird die beste Vorgehensweise empfehlen.

Vorbeugung der Katzenkratzkrankheit

Die beste Möglichkeit, die Katzenkratzkrankheit zu verhindern, ist häufiges Händewaschen, besonders nachdem du deine Katze gestreichelt oder mit ihr gespielt hast. Vermeide raues Spielen und halte dein Gesicht oder offene Wunden von deiner Katze fern, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren. Wenn du gekratzt oder gebissen wirst, solltest du die betroffene Stelle gründlich mit antibakterieller Seife und frischem, fließendem Wasser reinigen. Es wird außerdem empfohlen, dass sowohl du als auch deine Katze den Kontakt mit Streunerkatzen vermeiden, da diese häufiger Träger der Bakterien sind.

Vorbeugung ist der beste Schutz. Um das Risiko einer Infektion zu minimieren, ist es ratsam, deiner Katze regelmäßig eine Flohbehandlung zu geben. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass deine Katze mit den Bakterien in Kontakt kommt. Da die Bakterien häufiger bei Kätzchen vorkommen, kann es für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sicherer sein, eine ältere Katze zu adoptieren.

Die Katzenkratzkrankheit ist ziemlich selten. In den meisten Fällen verläuft sie sehr harmlos, tödliche Verläufe sind jedoch in Ausnahmefällen und ohne entsprechende Behandlung möglich. Mit einem regelmäßigen Flohbehandlungsplan und guter Hygiene kann sie leicht vermieden werden.