Einen älteren Hund trainieren
Ein gut trainierter älterer Hund kann zum Beispiel einen Umzug deutlich erleichtern oder einem neuen Welpen in der Familie ein Vorbild sein!
Die Hundeerziehung mit erwachsenen und älteren Hunden ermöglicht es dir, eure Bindung zu stärken, gemeinsam Spaß zu haben und deinen Hund sowohl körperlich als auch geistig fit zu halten. Und wenn die Grundlagen erst einmal sitzen, wirst du vielleicht überrascht sein, was du ihm noch alles beibringen kannst. Kann dein Hund zum Beispiel Spielsachen aus dem Garten aufsammeln, könntest du die Übung erweitern, indem du ihm beibringst, sie für dich in eine Kiste zu legen! Oder warum nicht deinem älteren Hund beibringen, deine Hausschuhe zu holen oder die verschwundene TV-Fernbedienung zu finden?
Ein gut trainierter erwachsener Hund bedeutet auch mehr Sicherheit und Freude im Umgang mit anderen Menschen. Wenn dein Hund in der Öffentlichkeit oder bei Besuch übermäßig aufgeregt ist, kann das schnell für Aufsehen sorgen. Mit ein wenig Training wird dein Hund jedoch die besterzogene "Persönlichkeit" im Raum sein! Fast jeder Hund, unabhängig von Rasse, Erfahrung oder Alter, kann grundlegenden Gehorsam (z. B. Leinenführigkeit) lernen – und noch viel mehr.
Hundeerziehung für erwachsene und ältere Hunde
Um mit dem Training deines erwachsenen oder älteren Hundes zu beginnen und andere gleichgesinnte Hundebesitzer:innen und ihre Vierbeiner kennenzulernen, tritt einem vertrauenswürdigen, belohnungsbasierten Trainingsclub bei. Dort werden oft verschiedene Kurse für Hunde jeden Alters und mit unterschiedlichstem Hintergrund angeboten.
Viele Hundebesitzer:innen kehren zu dem Club zurück, in dem ihr Hund als Welpe das erste Mal Gehorsamkeitstraining gelernt hat. Dort treffen sie oft die gleichen Menschen und Hunde wieder, mit denen sie sich damals angefreundet haben – schließlich geht es nicht nur ums Lernen, sondern auch darum, Spaß zu haben! Informationen zu einem Club, einer Trainerin oder einem Trainer in deiner Nähe findest du zum Beispiel beim Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine.
Wenn du Unterstützung beim Training älterer Hunde benötigst, bietet ein wöchentlicher Trainingskurs eine feste Zeit, die du deinem Hund widmen kannst. Dabei kannst du deine Fähigkeiten in Training und Hundeführung verbessern, während dein Hund seine Konzentrationsfähigkeit trainiert. Dein Hund profitiert von der Struktur, die die Kurse bieten, und die Übungen zu Hause halten ihn zudem geistig fit!
Welches Training sich am besten für deinen Hund eignet, hängt von euren Zielen und den individuellen Fähigkeiten deines Hundes ab. Besprich dich am besten mit einer Person, die professionelles Hundetraining anbietet. Vielleicht braucht ihr einen Auffrischungskurs in Gehorsamkeit. Wenn dein Hund neu bei dir ist oder aus einem Tierheim kommt, können zum Beispiel ein Einzeltraining oder zunächst Übungen zur Sozialisierung mit anderen erwachsenen Hunden passender sein. Ihr könntet das Training außerdem als neues gemeinsames Hobby ausprobieren und euch in einem Hundesport wie Agility oder Flyball versuchen!
Wenn du keinen Trainingsclub besuchen möchtest, gibt es viele Bücher, die dir helfen können, mehr über das Training eines älteren Hundes zu lernen. Schau in deiner örtlichen Bibliothek nach oder suche online nach Büchern oder anderen Informationen zum Hundetraining, um mit deinem besten Freund ein neues Hobby zu beginnen.
Hundeerziehung für ältere Hunde
Tatsächlich können auch „alte“ Hunde noch neue Tricks erlernen – das Training ist dabei im Grunde dasselbe, wie das von jüngeren erwachsenen Hunden! Kognitive Herausforderungen sind wichtig, um Hunde in jedem Alter geistig fit zu halten, denn das Erlernen neuer Fähigkeiten fördert die Denkfähigkeit. Stell dir das Gehirn wie einen Muskel vor: Wenn es nicht trainiert wird, kann es verkümmern.
Egal, ob du das Training mit einem unerfahrenen, älteren Tierheimhund beginnst oder deinem älteren Familienhund neue Übungen beibringst – er wird die gemeinsame Lernzeit mit dir genießen. Mit der richtigen Motivation und Belohnung entwickelt sich dein Hund zu einem begeisterten Schüler. Wenn ihr euch schon seit Jahren kennt, ist das von Vorteil: Das Training eines älteren Hundes mit einer Person, die er liebt und der er vertraut, kann das Lernen erleichtern.
Besonderheiten beim Training älterer Hunde
Wie bei belohnungsbasiertem Training für Hunde jeden Alters solltest du darauf achten, dass du Futterbelohnungen in die tägliche Futterration deines Hundes mit einkalkulierst, das heißt, von der Hauptrationen abziehst. Am besten wählst du ein schmackhaftes Trainingsleckerli, das fettarm und klein ist, damit du es deinem Hund mehrmals täglich im Rahmen des Trainings anbieten kannst.
Das ist besonders wichtig für ältere Hunde, da ihr Stoffwechsel langsamer ist und sie durch zusätzliche Kalorien leichter an Gewicht zulegen. Du möchtest, dass dein Hund in bester Verfassung bleibt – dazu zählt eine vollwertige Ernährung, die seinen Bedürfnissen entspricht.
Das Alter, ab dem ein Hund als Senior gilt, kann je nach Größe der Rasse variieren. Im Durchschnitt wird ein Hund jedoch ab einem Alter von sieben Jahren als „Senior“ betrachtet (kleine Rassen gelten eher später als Senioren, Riesenrassen bereits früher).
Beim Training älterer Hunde solltest du auf eventuelle gesundheitliche Bedürfnisse deines Vierbeiners Rücksicht nehmen. Wenn dein Hund beispielsweise Probleme im Bewegungsapparat (z. B. Arthrose) aufweist, gilt es, seine Gelenke nicht durch Sprünge oder Manöver mit schnellem Richtungswechsel zu belasten. Achte außerdem darauf, mit ihm auf einem rutschfesten Untergrund zu trainieren.
Dein älterer Hund möchte dir gefallen und weiterhin Spaß haben, weshalb er dir möglicherweise nicht zeigt, wenn er seine Leistungsgrenze erreicht hat. Achte daher darauf, ihn nicht zu überfordern, gönne ihm Pausen, und passe das Training seinen Fähigkeiten an. Das Training eines erwachsenen Hundes erfordert viel Konzentration – und möglicherweise körperliche Anstrengung – was sehr ermüdend sein kann. Kurze, dafür häufige Trainingseinheiten sind in der Regel besser als gelegentliche Marathon-Sitzungen. Außerdem machen sie mehr Spaß!
Solange du die Bedürfnisse deines Hundes im Blick behältst und einen spaßigen, nicht zu anstrengenden Trainingsplan für deinen Hund entwickelst, werdet ihr beide viel Freude daran haben – und vielleicht hast du am Ende den besttrainierten Hund, den du kennst! Möchtest du mehr über die Pflege von älteren Hunden erfahren? Schau dir diesen praktischen Leitfaden an.