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Hund wird vom Tierarzt untersucht

Hautprobleme und Hauterkrankungen bei Hunden

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Wenn dein Hund eine Hauterkrankung entwickelt, ist tierärztlicher Rat gefragt. Hautprobleme sind verbreitet, lassen sich jedoch mit der richtigen Behandlung und Pflege gut in den Griff kriegen. Hier ist ein Leitfaden, worauf du achten solltest.

Wie sollte die Haut meines Hundes aussehen?

Die Haut deines Hundes ist so einzigartig wie er selbst. Dennoch gibt es einige allgemeine Merkmale, die bei allen Hunden mit gesunder Haut gleich sein sollten.

  • Die Haut deines Hundes kann je nach Rasse oder genetischer Veranlagung rosa aussehen oder dunkel pigmentiert sein – beides ist völlig normal.
  • Sie sollte frei von Krusten, Juckreiz, Schuppen, schwarzen oder weißen Flecken sowie entzündeten oder infizierten Stellen sein.
  • Das Fell sollte dicht und glänzend sein (wobei die Dichte je nach Rasse variieren kann) und keinen Haarbruch, kahle Stellen oder Schuppen aufweisen. Das Fell sollte frei von Parasiten wie Flöhe, Haarlinge und Zecken sein.
  • Dein Hund kann das ganze Jahr über Haare verlieren, aber am meisten im Sommer und Herbst.
  • Die Haut sollte glatt und intakt aussehen und das Fell in sauberem und gutem Zustand sein.

Haut und Fell beim Hund: Worauf sollte ich achten?

  • Achte auf übermäßiges Kratzen, Krusten auf der Haut oder darauf, dass dein Hund sich Fell ausreißt – all das kann auf eine Hauterkrankung hinweisen.
  • Ein glanzloses Fell mit Schuppen oder stumpfem Aussehen kann nicht nur auf eine Hautkrankheit, sondern auch auf andere zugrunde liegende Krankheiten hindeuten.
  • Die Haut deines Hundes bedeckt nicht nur die sichtbaren Bereiche des Körpers, sondern auch die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang. Ohrenprobleme können daher mit Hautproblemen zusammenhängen.
  • Siehst du bräunlichen Ausfluss oder Rötungen in den Ohren deines Hundes, oder schüttelt er ständig den Kopf, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Warum juckt es meinen Hund so oft?

Ein Hund könnte sich wegen Allergien (z. B. gegen Futter, Umweltfaktoren oder saisonale Allergene), Parasiten wie Flöhe oder Milben, Hautinfektionen oder trockener Haut kratzen. Andere Ursachen können Reaktionen auf Pflegeprodukte, Stress oder gesundheitliche Probleme wie hormonelle Störungen sein. Es ist wichtig, die Ursache zu finden. Tierärztinnen und Tierärzte können durch verschiedene Untersuchungen und Tests herausfinden, was den Juckreiz verursacht.

Wie kann ich verhindern, dass sich mein Hund ständig kratzt?

Um den Juckreiz beim Hund zu stoppen, gilt es, die Ursache herauszufinden. Verursacht eine Allergie den Juckreiz, ist es wichtig, den Kontakt mit dem Allergen, zum Beispiel in der Umgebung oder dem Futter, möglichst zu vermeiden. Viele Hunde reagieren zudem allergisch auf Flohspeichel, dann ist eine kontinuierliche Flohprophylaxe erforderlich. Gleichzeitig gibt es Mittel, um die Haut zu beruhigen, zum Beispiel mit medizinischen Shampoos oder Antihistaminika gegen Allergien, die von Tierärztinnen und Tierärzten verschrieben werden.

Regelmäßige Besuche in der tierärztlichen Praxis und ein individuell abgestimmter Behandlungsplan sind entscheidend für eine langfristige Linderung. Manche Rassen neigen zu allergisch-entzündlicher (atopischer) Haut. Die Diagnose lässt sich nur durch tierärztliche Untersuchungen stellen. Basierend auf der Diagnose kann ein spezifischer Plan zur Behandlung und Pflege erstellt werden.

Trockene Haut und Hautprobleme bei Hunden

Du weißt jetzt, wie du Hautprobleme erkennst – aber was verursacht Hautprobleme bei Hunden?

Trockene Haut bei Hunden entsteht teilweise durch die Umgebung in deinem Zuhause. Im Winter zum Beispiel, wenn die Heizung häufiger und auf höheren Temperaturen läuft, kann die Haut deines Hundes sich verändern, trockener werden und jucken.

Solange dein Hund sich nicht ständig kratzt, ist trockene Haut kein ernsthaftes Gesundheitsproblem und lässt sich meist gut behandeln. Liegt die Ursache des Problems in der trockenen Raumluft, kann ein Luftbefeuchter im Haus dazu beitragen, dass sich dein Hund wohler fühlt. Mitunter helfen spezielle Shampoos, die in der tierärztlichen Praxis erhältlich sind, die Feuchtigkeit der Haut wiederherzustellen.

Haarausfall bei Hunden (Alopezie)

Haarausfall (Alopezie) ist ein weiteres Symptom bei Hunden, das viele Ursachen haben kann. Um unnötigen Stress für dich und deinen Hund zu vermeiden, solltest du ihn tierärztlich vorstellen, wenn er Fell verliert. Haarausfall entsteht oft durch starkes Kratzen oder Lecken an juckenden Stellen. Als Auslöser kommen unter anderem Infektionen mit Pilzen oder Bakterien sowie oft ein Befall mit Parasiten wie Flöhen, Milben, Läusen oder Haarlingen infrage.

In einigen Fällen wird der Haarausfall beim Hund durch Hautallergien oder hormonelle Störungen ausgelöst. Manche Hunde lecken oder knabbern außerdem übermäßig an schmerzenden Stellen, etwa einem entzündeten Gelenk, um die Schmerzen zu lindern. Übermäßiges Lecken oder Kratzen aufgrund von Verhaltensproblemen oder Angst kann ebenfalls eine Ursache sein, kommt bei Hunden jedoch seltener vor als bei Katzen.

Einige Ursachen für Haarausfall bei Hunden können auf Menschen übertragen werden wie bestimmte Milbenarten oder Hautpilze. Es ist zwar selten, aber ein tierärztlicher Besuch ist in solchen Fällen immer ratsam. Allgemeine gesundheitliche Probleme, schlechte Ernährung oder eine zugrunde liegende Krankheit können ebenfalls dazu führen, dass das Fell deines Hundes seinen Glanz verliert und möglicherweise ausfällt.

Die Tierärztin bzw. der Tierarzt kann die Ursache für den Haarausfall deines Hundes ermitteln. Da Flöhe ein häufiger Grund für juckende Haut und daraus resultierenden Haarausfall sind, kann bei entsprechendem Verdacht eine Flohbehandlung empfehlenswert sein (die du idealerweise bereits regelmäßig durchführst). Möglicherweise entnimmt das tierärztliche Team eine Haarprobe oder kleine Hautproben, um diese auf Hautpilze und Parasiten zu testen. Mithilfe von Blutproben lassen sich weitere zugrunde liegende Krankheiten wie hormonelle Störungen feststellen.

Bleibt die Ursache der Alopezie weiter unklar, empfiehlt sich eine Konsultation einer Fachtierärztin bzw. eines Fachtierarztes für Dermatologie.

Die Behandlung von Haarausfall richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Daher ist es wichtig, eine gründliche Untersuchung durchzuführen, um eine zuverlässige Diagnose zu erhalten. Eine Flohkontrolle wird oft empfohlen, da sie einige Hautprobleme bei Hunden verhindern kann. Ist eine andere Ursache der Grund, verschreiben Tierärztinnen und Tierärzte gegebenenfalls bestimmte Medikamente, z. B. Antimykotika gegen Hautpilze oder Antibiotika gegen bakterielle Infektionen.

Die Behandlung von Hautallergien bei Hunden kann herausfordernd sein, daher ist der Rat einer Fachtierärztin bzw. eines Fachtierarztes für Dermatologie hilfreich. Hormonelle Erkrankungen, z. B. Funktionsstörungen der Schilddrüse oder der Nebennieren, erfordern oft eine dauerhafte medikamentöse Therapie. Wenn dein Hund schmerzhafte Stellen am Körper hat, z. B. durch Arthrose an den Gelenken, richtet sich die tierärztliche Behandlung auf die Linderung der Gelenkbeschwerden. Dazu zählen unter anderem schmerz- und entzündungshemmende Mittel sowie eventuell weitere Maßnahmen wie Physiotherapie und eine Gewichtsreduktion durch eine Diätnahrung bei bestehendem Übergewicht.

Häufige Hautparasiten

Milben sind häufige Hautparasiten bei Hunden, ebenso wie Flöhe, Zecken, Läuse und Haarlinge. Sie können Juckreiz, Entzündungen, Hautverletzungen und Haarausfall verursachen. Die meisten Parasiten lassen sich erfolgreich bekämpfen, in manchen Fällen – etwa bei einer Flohspeichelallergie – ist eine kontinuierliche Behandlung erforderlich.

Einige dieser Parasiten können Menschen befallen. Weitere Informationen darüber, wie du das Problem angehen kannst, findest du in unseren Artikeln über Flöhe, Zecken und andere Parasiten.

Hautallergien bei Hunden

Was ist eine Hautallergie?

Bei einer Hautallergie kratzt sich dein Hund oft am Bauch, an den Flanken oder an den Ohren. Er kann auch sein Gesicht reiben oder an seinen Pfoten kauen. Die Haut entzündet sich (Dermatitis), und es können Hautverletzungen sowie Infektionen entstehen, die zu Haarausfall und einer dunkleren Hautfarbe führen können.

Allergien können in jedem Lebensabschnitt und bei jedem Hund auftreten. Oft treten sie aber in den ersten drei Lebensjahren auf. Einige Rassen neigen besonders dazu, Allergien zu entwickeln, darunter West Highland White Terrier, Drahthaar-Foxterrier, Golden Retriever, Labrador Retriever, Lhasa Apso, Bulldoggen, English Setter, Boxer, Dalmatiner und Shar-Peis.

Was verursacht Hautallergien bei Hunden?

Dein Hund kann Hautallergien entwickeln, wenn er wiederholt einem bestimmten Stoff – dem sogenannten „Allergen“ – ausgesetzt ist, der die Reaktion auslöst. Oft handelt es sich um harmlose Eiweiße. Im Fall einer Allergie jedoch, reagiert das Immunsystem übermäßig stark auf das Allergen und produziert Abwehrstoffe (Antikörper). Dadurch werden entzündliche Substanzen freigesetzt, die dann Juckreiz auslösen.

Es gibt viele Stoffe, die als Allergene wirken und eine Hautallergie oder „allergische Dermatitis“ auslösen können. Dazu gehören:

  • Eingeatmete Allergene wie Schimmelpilze, Pollen und Hausstaub
  • Flohspeichelallergie, wenn dein Hund allergisch auf Flohspeichel reagiert
  • Kontaktallergien, verursacht durch direkten Hautkontakt mit Substanzen wie Seifen, Haushalts- und Gartensprays, Chemikalien, Flohhalsbändern, Federn oder Wolle
  • Futtermittelallergien, verursacht durch bestimmte Eiweiße in der Nahrung

Untersuchung von Hautallergien

Um die Ursache der Allergie zu diagnostizieren, ist eine tierärztliche Untersuchung deines Hundes erforderlich. Gib dem tierärztlichen Team eine vollständige Beschreibung der Symptome deines Hundes, einschließlich der Jahreszeit, in der die allergischen Anzeichen auftreten.

Diese Angaben können der Tierärztin bzw. dem Tierarzt bereits wichtige Hinweise für die Diagnose geben. In manchen Fällen kann die Allergie durch eine Kombination von Auslösern entstehen. Das Reduzieren einiger oder aller verdächtiger Faktoren kann für die Diagnose hilfreich sein. Mitunter kommen Haut- oder Bluttests infrage, um die genaue Ursache der allergischen Reaktion deines Hundes zu bestimmen.

Wenn das Hautproblem deines Hundes durch ein Futtermittel verursacht wird, können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Meistens geht es für die Diagnose darum, die spezifische Zutat – das Allergen – zu identifizieren und dieses aus der Ernährung deines Hundes auszuschließen. Um ein Allergen zu identifizieren, wird dein Hund in der Regel unter tierärztlicher Anleitung auf eine Ausschluss- oder Eliminationsdiät gesetzt.

Behandlung von Hautallergien

Deine Tierärztin oder dein Tierarzt kann verschiedene Behandlungen empfehlen, um die Hautallergie deines Hundes zu lindern und Hautinfektionen zu behandeln. Diese Maßnahmen können das Wohlbefinden deines Hundes deutlich verbessern. Dazu gehören spezielle Shampoos für Haustiere und verschiedene Medikamente.

Es gibt außerdem die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung: Dabei wird der Hund allmählich an das auslösende Allergen gewöhnt. Für gewöhnlich wird es anfangs in geringer, später ansteigender Dosierung in regelmäßigen Abständen per Spritze verabreicht. Eine Hyposensibilisierung kann über mehrere Jahre andauern.

Die Ernährung kann eine wichtige unterstützende Rolle spielen bei Hautproblemen von Hunden, die durch Ausgangserzeugnis- und Nährstoffintoleranzerscheinungen auftreten. Diät-Alleinfuttermittel (z. B. PURINA® PRO PLAN® VETERINARY DIETS) können ein wichtiger Bestandteil zur Minderung von Ausgangserzeugnis- und Nährstoffintoleranzerscheinungen sein.

Besonders Diäten mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren können helfen, Juckreiz und Entzündungen bei allergischer Dermatitis zu reduzieren.

Hautallergien bei Hunden können für deinen Hund unangenehm und belastend sein. Manchmal dauert es lange, bis sie vollständig abgeklungen sind, und in einigen Fällen ist eine langfristige Behandlung erforderlich. Dennoch lassen sich die meisten Hautprobleme erfolgreich behandeln und kontrollieren, sodass dein Hund – und auch du – ein deutlich angenehmeres Leben führt.

Es ist wichtig, Veränderungen an der Haut deines Hundes zu beachten, da sie auf eine Reihe von Krankheiten hinweisen können. Erfahre mehr über ein häufiges Hautproblem: Hefepilzinfektionen bei Hunden, und informiere dich über die Anzeichen von Alabama Rot, einer seltenen, aber gefürchteten Erkrankung bei Hunden.