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Fütterung des Welpen

Fütterung Ihres Welpen

Hundewelpen durchlaufen innerhalb kurzer Zeit einen grossen Wachstumsprozess: In nur 12 Monaten (bei grösseren Hunderassen bis zu 24 Monaten) entwickeln sie sich zu vollständig ausgewachsenen Hunden. Der Körper eines Welpen muss sich unglaublich schnell entwickeln. Daher überrascht es nicht, dass der Welpe möglichst hochwertige Nahrung und diese zudem in grosser Menge benötigt, um die erforderliche Entwicklung zu gewährleisten. Ein gesunder, vor Energie strotzender Welpe kann die zwei- bis dreifache Kalorienmenge eines erwachsenen Hundes verbrennen!

Ernährung des Welpen

Welpen zeigen sich gegenüber der sie umgebenden Welt sehr neugierig und benötigen zu deren Erkundung viel Energie. Fertig-Welpennahrungen sind dafür entwickelt worden, eine vollwertige Ernährung bei gleichzeitig relativ geringen Nahrungsmengen zu gewährleisten. Eine speziell abgestimmte Welpennahrung enthält viel hochwertiges Protein zur Unterstützung eines gesunden Körpergewebes und einer guten Organentwicklung sowie erhöhte Mengen wichtiger Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen sowie Vitamin D, um die Welpen beim Aufbau kräftiger Knochen und Zähne zu unterstützen.

Welpen haben ein kleineres Maul als erwachsene Hunde. Die dem speziell angepassten, kleineren Futterstücke der meisten Fertig-Welpennahrungen helfen den Welpen, diese zu zerkauen und alle wichtigen Nährstoffe freizusetzen.

Abstillen

Natürlich bildet die Muttermilch die ideale erste Nahrung und enthält von Natur aus alle erforderlichen Nährstoffe. Auch wenn die Welpen erst im Alter von sechs bis acht Wochen für das Abstillen bereit sind, zeigen die meisten Welpen schon ab einem Alter von drei oder vier Wochen Interesse an Trockennahrung, indem sie im Futternapf der Mutter herumtollen oder Futter von den Pfoten ihrer Mutter ablecken!

Diese Zeit bietet sich bestens an, um den Hundewelpen eine speziell abgestimmte Welpennahrung anzubieten. Wenn Sie sich für eine Trockennahrung entscheiden, sollten Sie diese einweichen und zu einem Brei zerkleinern. Bei weniger abenteuerlustigen Welpen müssen Sie diesen vielleicht bei leicht geöffneten Lippen die Nahrung in geringer Menge einflössen, um die Welpen zum Probieren zu veranlassen. Lassen Sie sich nicht dazu hinreissen, die Welpen zu früh abzustillen. Eine verfrühte Umstellung auf festes Futter kann sich für den jungen Magen als schädigend erweisen. Bei Verwendung von Trockennahrung verringern Sie den Wassergehalt der Nahrung allmählich, bis die Welpen acht bis zehn Wochen alt sind.

Welche Menge?

 Hundewelpen haben einen kleinen Magen, aber einen grossen Appetit. Sie sollten ihnen daher je nach Alter häufig kleinere Futtermengen anbieten.

  • 2-3 Monate: vier Mahlzeiten täglich
  • 4-6 Monate: zwei bis drei Mahlzeiten täglich
  • über 6 Monate: zwei Mahlzeiten täglich

Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Ihren Welpen zur Beschleunigung des Wachstumsprozesses zu überfüttern. Da in diesem Fall das sich entwickelnde Verdauungssystem überlastet wird, könnte dies in der Zukunft zu schmerzhaften Knochenproblemen führen. Bedenken Sie auch, dass aus übergewichtigen Welpen übergewichtige Hunde mit allen daraus erhöht resultierenden Problemen werden.

Am besten halten Sie sich an die Fütterungsempfehlungen der jeweiligen Fertig-Welpennahrung, sollten sich aber auch darum bemühen, Ihren Welpen dazu zu erziehen, dass er nicht in die Küche geht, während Sie kochen. Sprechen Sie auch Freunde und Familienmitglieder darauf an, dem Welpen keine Essensreste zu geben – Ihr Welpe kann sich ganz bestimmt um sich selbst kümmern!

Sie sollten Ihren Welpen unmittelbar vor oder nach einer Bewegungseinheit nicht füttern und zwischen Fütterung und Aktivitäten eine Stunde Pufferzeit einbauen. Dadurch wird das Risiko verringert, dass sich der Magen aufbläht oder verdreht.

Hundewelpen geniessen es von Natur aus, ihre Nahrung zu zerbeissen, was auch dazu beiträgt, ihre Zähne kräftig und gesund zu halten. Wichtig ist aber auch eine konsequente Beibehaltung der Ernährung. Daher ist es am besten, dass Sie bei der Hundenahrung, solange kein offensichtliches Problem auftritt, bei derselben Marke bleiben.

Fressplatz des Welpen

Der Fressplatz Ihres Welpen sollte sich an einem ruhigen Platz befinden, an dem der Welpe nicht abgelenkt wird, aber auch in einiger Entfernung von Ihrem Essplatz. Erlauben Sie Kindern nicht, Ihren Hund beim Fressen zu stören, da der Welpe die Kinder dann versehentlich als „Raubtiere“, die sein Futter zu stehlen versuchen, betrachten und aggressiv reagieren könnte. Wenn Sie im Haushalt weitere Hunde haben, sollten Sie diese separat füttern, um Konflikte oder Kämpfe zu verhindern.

Fütterungsanleitung

 Servieren Sie die Nahrung bei Zimmertemperatur, damit Ihr Welpe den Geschmack und Geruch richtig wahrnehmen kann. Bei Dosennahrung kann es bis zu zwei Stunden dauern, bis sich eine geöffnete Dose nach Entnahme aus dem Kühlschrank erwärmt hat. Wenn Sie (oder Ihr Welpe) nicht warten können, geben Sie die Nahrung einfach in ein mikrowellenfestes Gefäss und wärmen diese kurz auf. Passen Sie hierbei auf, dass die Nahrung nicht zum Kochen gebracht wird, und rühren Sie ab und zu um, um einzelne heisse Stellen zu vermeiden. Es bietet sich zudem an, den Futternapf Ihres Welpen auf einer leicht zu reinigenden Oberfläche wie beispielsweise einem schrägen Boden oder einer Unterlage zu servieren und stets für frisches, sauberes Wasser zu sorgen.

Ihr Welpe wächst...

Mit dem körperlichen Wachstum Ihres Hundewelpen steigert sich auch sein Appetit. Welpen benötigen mehr Energie, um ihre schnellen Entwicklungsschübe zu unterstützen und Muskelmasse aufzubauen. Je nach Hunderasse kann ein sechsmonatiger Welpe im Vergleich zu einem zweimonatigen Welpen bis zur doppelten Energiemenge aufnehmen müssen. Allerdings nimmt der Zuwachs an benötigter Nahrung ab, sobald der Hund sechs Monate alt ist.

Was nicht verfüttert werden darf

Versuchen Sie den bittenden Augen Ihres Hundewelpen zu widerstehen und ihm keine Tischabfälle oder Häppchen zu geben. Dies würde die Ernährung Ihres Welpen auf den Kopf stellen und kann oft gefährlich sein. Insbesondere rohes Fleisch kann mit Bakterien infiziert sein, während Schokolade trotz des leckeren Geschmacks für das Körpersystem von Hunden giftig ist und stets zu vermeiden ist.

Umstellung auf Nahrung für erwachsene Hunde

Auch wenn die meisten Hunde mit sechs bis acht Monaten bereits voll ausgewachsen erscheinen, sind sie körperlich an sich noch Welpen. Ihre Knochen gewinnen an Stabilität und ihr Körper nimmt Form an. Hundewelpen sollten erst ab einem Alter von 12 Monaten  (bis zu 24 Monate bei grösseren Hunderassen) auf Nahrung für erwachsene Hunde umgestellt werden, da sie dann die zusätzlichen Kalorien und Nährstoffe nicht mehr benötigen.

Um eine empfindliche Verdauung nicht zu stören, sollten Sie anfangs die neue Nahrung mit der bisher an den Welpen verfütterten vermischen und den Mischungsanteil über 7 bis 10 Tage allmählich erhöhen.

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Den passenden Welpen finden

Den perfekten Hundewelpen finden

Sollten Sie sich auf eine bestimmte Hunderasse festgelegt haben, ist es soweit, den für Sie perfekten Hundewelpen zu finden. Zuerst sollten Sie einen verantwortungsvollen Tierschutzverein oder Züchter finden.

Ermittlung eines Züchters

Wenn Sie einen Welpen von einem Halter oder Züchter erwerben möchten, fällt für beide Seiten ein Bewertungsprozess an. Sie möchten sich von den Referenzen der Verkäufer überzeugen, während diese sicherstellen möchten, dass Sie dem Welpen ein gutes Zuhause bieten. Dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder dem Mitarbeiter eines Zuchtvereins liegt vielleicht eine Übersicht über den erhältlichen Welpennachwuchs vor oder es können Ihnen angesehene Züchter in Ihrer Gegend vermittelt werden. Sie können aber auch eine Hundeausstellung besuchen, um dort mit Züchtern und Haltern in Kontakt zu kommen und nähere Informationen zu erhalten.

Welche Fragen Sie dem Züchter stellen sollten

  • Fragen Sie den Züchter nach seinem Interesse an der jeweiligen Hunderasse. Züchtet er die Haustiere einfach nur so oder für Ausstellungen, Agility, Obedience oder andere Ausbildungen?
  • Konzentriert sich der Züchter auf eine einzelne Rasse? Verschaffen Sie sich einen Eindruck, ob Ihr potenzieller Welpe mit der gebührenden Aufmerksamkeit und ordnungsgemäss auf sein Leben als Haustier vorbereitet wird.
  • Wie viele Würfe erzielt der Züchter pro Jahr? Ein verantwortungsvoller Züchter wird dafür sorgen, dass eine Hündin im Jahr nur einmal wirft.
  • Wo erfolgt die Aufzucht des Welpennachwuchses? Welpen, die in einem lebhaften Haushalt zusammen mit Kindern, Katzen anderen Hunden und vielen Besuchern aufwachsen und herumtollen können, sind besser sozialisiert als solche, die in einem eher ruhigen Haushalt oder in Zwingern gehalten werden.
  • Welchen Extraservice bietet der Züchter? Ein verantwortungsvoller Züchter ist bereit, Ihnen ein Hundeleben lang Ratschläge zu geben, und akzeptiert auch, dass ihm der Hund in jedem Alter zurückgegeben wird, wenn Sie sich nicht länger um ihn kümmern können sollten.
  • Sind die Hunde auf ihren Gesundheitszustand oder auf irgendwelche für diese Hunderasse typischen genetischen Probleme getestet worden?

Seien Sie nicht überrascht oder gekränkt, wenn der Züchter Ihnen ebenso viele Fragen stellt wie Sie ihm. Dies ist ein sehr gutes Zeichen und weist auf das reale Interesse des Züchters hin, seine Welpen an ein möglichst geeignetes Zuhause zu vermitteln.

Begutachtung der Elterntiere

Wenn Sie und der Züchter zufrieden sind, ist es an der Zeit, sich den Welpen konkret anzuschauen. Suchen Sie bevorzugt nach einem freundlich und vertrauenswürdig erscheinenden Züchter mit freundlichen, gesund aussehenden und wohlerzogenen Hunden. Die Hunde sollten mit Respekt behandelt werden, der Züchter mit allen seinen Tieren entspannt und freundlich umgehen.

Sie sollten die Mutter des Welpen begutachten – es sollte Sie sehr stutzig machen, wenn Ihnen verwehrt werden sollte, sich das Muttertier oder den Bereich anzuschauen, in dem die Tiere gezüchtet bzw. gehalten werden. Nach der Geburt ist das Fell und die allgemeine Verfassung der Mutter vielleicht nicht in Bestform. Es ist normal, dass die Mutter Personen, die ihren Nachwuchs begutachten, mit Vorsicht gegenüber tritt, jedoch sollte sie keine Ängstlichkeit oder Aggression zeigen

.Wahrscheinlich ist das Vatertier bei Ihrem Besuch nicht da. Die meisten Züchter verwenden einen Deckrüden, der für ihre Hündin optimal geeignet ist. Erkundigen Sie sich nach dem Temperament, der Gesundheit und der Rasse des Vaters. Sein Stammbaum sollte etwa 5 Generationen zurückreichen. Am besten bitten Sie, sich ein Foto zeigen zu lassen, mit dem sich einschätzen lässt, ob es sich beim Vatertier um ein körperlich gutes Exemplar der entsprechenden Hunderasse handelt.

Wahl Ihres Hundewelpen

Gewöhnlich sehen Sie Ihren Welpen im Alter von etwa sechs Wochen zum ersten Mal. Nach Möglichkeit sollten Sie den Welpen jedoch im Alter von 3-4 Wochen besuchen. In diesem Alter sollten Welpen zunehmend verspielt sein und aus sich herausgehen, ständig etwas ausfressen und sich für ihre Umgebung interessieren.

Meiden Sie Welpen, die ängstlich, zurückhaltend oder übermässig erregbar sind, da diese wahrscheinlich einen höheren Ausbildungs- und Sozialisierungsbedarf mitbringen. Die Welpen sollten plump, aber nicht dick sein und keine Knoten aufweisen. Welpen mit Kugelbauch sollten gemieden werden, da dies auf Wurmbefall hindeuten könnte. Prüfen Sie die Welpen auch auf Nabelbruch (Schwellung des Bauchnabels).

Achten Sie darauf, dass Augen, Ohren, Nase, Hinterteil und Fell sauber sind. Die Augen sollten klar und glänzend, die Ohren nicht schmutzig oder rot sein und nicht riechen oder jucken, das Fell keine Kahl- oder rötlichen Stellen aufweisen.

Setzen Sie den Welpen auf den Boden und klatschen Sie in die Hände oder stossen Sie einen hellen Laut aus. Reagiert der Welpe darauf? Taubheit ist bei manchen Hunderassen (beispielsweise Dalmatiner) und insbesondere bei weissen Hunden ein grosses Problem. Deshalb ist eher anzuraten, keinen Welpen zu nehmen, der auf deutliche, plötzliche Geräusche keine Reaktion zeigt.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an

Die mit der Mutter und ihren Geschwistern verbrachte Zeit ist für die Welpen extrem wichtig. Dadurch lernen sie sich zu verständigen und was zu tun und was zu unterlassen ist. Im Allgemeinen sollten Sie Ihren Welpen mit sieben oder acht Wochen aufnehmen (bei bestimmten Hunderassen etwas später). Sollten Sie jedoch den Welpen erst mit 12 Wochen aufnehmen können, sollten Sie sich im Idealfall für einen Welpen aus einem belebten Haushalt entscheiden. Vergessen Sie nicht, dass manche Versicherungspolicen keine Hunde abdecken, die von den Züchtern in einem jüngeren Alter als acht Wochen abgegeben werden.

Einem Hundewelpen ein neues Zuhause geben

Landesweit finden Sie in Tierheimen und Tierschutzvereinen zahlreiche Welpen in allen möglichen Variationen. Eine gute Einrichtung verfügt über saubere, angenehme Zellen mit einem warmen, abgesicherten Schlafbereich sowie Spielzeug und bietet ausreichend Bewegung. Sie werden auf freundliche, fürsorgliche und sachkundige Mitarbeiter treffen, die Ihnen viele Fragen zu Ihrer Person und Ihrem Lebensstil stellen werden, um den für Sie am besten passenden Hund zu ermitteln. Die meisten angesehenen Einrichtungen nehmen auch einen Hausbesuch vor, um sich zu vergewissern, dass Ihr Zuhause und die Lage Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung sicher sind. Zudem lassen die meisten Einrichtungen die Hunde vor der Abgabe erst kastrieren bzw. sterilisieren oder lassen Sie unbedingt eine Vereinbarung unterzeichnen, mit der Sie sich zur Veranlassung dieses Eingriffs verpflichten.

 

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Die richtige Welpenerziehung

Ihrem Hundewelpen gute Manieren anerziehen

Bei ihrer Geburt können die Hundewelpen nicht anders, als sich wie solche zu benehmen: Sie springen herum, bellen, zwicken und können auch einmal beissen. Wie Sie schnell merken werden, ist es völlig normal, dass die Welpen verschiedene Phasen durchlaufen (manche sogar mehrmals), die Sie manchmal darüber grübeln lassen, wieso Sie sich für einen Hund im Welpenalter entschieden haben, dem ja noch alles beigebracht werden muss. Mit der erforderlichen Pflege und Aufmerksamkeit können Sie Ihrem Hundewelpen aber durchaus ein gutes, ja sogar vorbildliches Benehmen beibringen!
 

Soziale Ausbildung

Es ist wichtig, Hundewelpen möglichst viele Erfahrungen mit anderen Menschen, aber auch mit anderen Hunden sammeln zu lassen, solange sie noch jung genug sind, um alles Vermittelte aufzunehmen. Die erste grosse Lernphase beginnt mit etwa drei Wochen, wenn die Welpen zum ersten Mal die Augen und Ohren öffnen und mit der Erkundung der sie umgebenden grossen weiten Welt beginnen.

Der nächste grosse Entwicklungssprung findet im Alter von etwa 7 bis 12 Wochen statt. Umso merkwürdiger mag der Hinweis Ihres Tierarztes erscheinen, dass Sie Ihren Hundewelpen genau in dieser Zeit möglichst von öffentlichen Orten fernhalten sollen, während die Schutzimpfungen greifen. Dennoch gibt es Lösungen, trotz dieses anscheinenden Widerspruchs dafür zu sorgen, dass Ihr Welpe sich zu einem gut angepassten, geselligen Hund entwickelt. 

Entwicklungskalender

  • Wenn Sie Ihren Welpen nicht in die Welt mitnehmen können, dann bringen Sie doch die Welt zu Ihrem Welpen!
  • Laden Sie Menschen zu sich nach Hause ein, damit sich Ihr Welpe leichter an Menschen verschiedener Geschlechter, Altersstufen, Körpergrössen, mit verschiedenem Körperbau oder unterschiedlicher Herkunft gewöhnt. Diese Personen sollten Sie ruhig dazu ermuntern, in unterschiedlicher Kleidung zu erscheinen. Geben Sie den Besuchern Leckerbissen für die Welpen.
  • Bitten Sie Freunde darum, freundliche Hunde mitzubringen, die in Sachen Impfung auf dem neuesten Stand sind.
  • Auch Welpenpartys bieten eine grossartige Gelegenheit, Ihren neuen Welpen mit etwa gleichaltrigen Welpen zusammenzubringen. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach in Ihrer Nähe organisierten Welpenpartys.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen für kurze Ausflüge im Auto mit. Dies erlaubt Ihrem Welpen nicht nur, sich an die Fahrt im Auto zu gewöhnen, sondern auch die Welt zu erleben. Daneben gewöhnt sich der Welpe an laute Motorräder, Lkw, Sirenen usw.
  • Es sind Tonträger mit Aufnahmen und Geräuschen zur Sozialisierung erhältlich, die eine entsprechende Ausbildung erleichtern können.
  • Versuchen Sie sich alles vorzustellen, womit Ihr Welpe in seinem Leben konfrontiert werden könnte und stellen Sie eine Prüfliste zusammen. Streichen Sie dann alles von der Liste, womit der Welpe in Kontakt kommt und das er akzeptiert.
  • Denken Sie daran: Machen Sie nichts nur ein einziges Mal. Es ist wichtig, Ihren Hund wiederholt mit diesen Dingen zu konfrontieren. 

Aktion und Reaktion

Immer wenn Ihr Welpe mit etwas Neuem konfrontiert wird, sollten Sie Zuversicht zeigen und vermitteln, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Sie sollten nach Möglichkeit selbst keine Angst oder Sorge empfinden, da Ihr Welpe Ihre Körpersignale auszuwerten weiss und annimmt, dass etwas nicht stimmt. Sie brauchen nur gelegentlich „guter Hund“ zu sagen, reichlich Leckerbissen bei sich zu haben und eine ruhige Fassung zu behalten. Das dauernde und übertriebene Zureden, dass alles in Ordnung ist, wird Ihren Welpen nur noch mehr verängstigen.
 

Raus und etwas unternehmen

Sobald Ihr Welpe die Impfungen hinter sich hat (mit 10 bis 12 Wochen), ist es an der Zeit, seine Ausbildung weiter anzugehen. 

  • Führen Sie Ihren Welpen angeleint an ruhigen Gehwegen entlang spazieren und gehen Sie allmählich zu verkehrsreichen Bereichen über.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen mit zu einem Einkaufszentrum, setzen Sie sich auf eine Bank und schauen Sie all dem Geschehen um Sie herum zu. Bestimmt werden vorbeikommende Personen herangehen und Ihrem Welpen „Hallo“ sagen – ein weiterer Bonus.
  • Unternehmen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen Ausflug und verbringen Sie einige Zeit damit, sich auf einem belebten Bahnhof einfach nur hinzusetzen, was für eine Gewöhnung an den dortigen Trubel sorgt.
  • Besuchen Sie hundefreundliche Läden, Kneipen und Cafés.
  • Nehmen Sie Ihren Welpen mit zu einem Strand (prüfen Sie zuerst die vor Ort geltenden Bestimmungen) und zu so vielen Umgebungen wie irgend möglich.
  • Auch hier gilt: Versuchen Sie, Ihren Hund diese Erfahrungen wann immer möglich machen zu lassen.

Namensbindung

  • Wiederholen Sie den Namen Ihres Welpen in erfreulichen Situationen, beispielsweise wenn der Welpe gerade frisst oder Sie ihn liebkosen.
  • Rufen Sie niemals den Namen Ihres Welpen, wenn Sie zornig sind – Welpen müssen ihren Namen mit etwas Gutem in Verbindung bringen.
  • Stellen Sie sicher, dass sich die ganze Familie konsequent an einen Namen hält – sollte Ihr Welpe z. B. Ben heissen, gilt es nur diesen Namen und keine Formen wie Benjamin, Bennie oder Benji zu verwenden, die alle für Verwirrung sorgen!  

Abstellen des Beissverhaltens

Ihr Hundewelpe muss lernen, dass man Menschen nicht beisst. Alle Welpen bringen ihren Mund gerne mit allem Möglichen in Berührung bzw. setzen ihr Gebiss gerne ein, besonders beim Zahnen. Dies sollte jedoch nicht hingenommen werden: Hält dieses Verhalten bis ins Erwachsenenalter an, kann dies ernsthafte Schäden verursachen.
 

  • Lassen Sie Ihre Freunde und Familie einen lauten hellen Schrei ausstossen und sich dann vom Welpen abwenden, als ob er diese mit seinem Mund berührt oder gebissen hätte. Mit dieser Methode setzen Sie sich wesentlich wirkungsvoller durch, als den Welpen zu tadeln oder beim Spielen mit ihm grober vorzugehen.
  • Diese Reaktion muss auch dann erfolgen, wenn der Welpe niemanden verletzt – Sie sollten versuchen, Ihren Welpen auch von einem sanften Mundkontakt abzubringen.
  • Anschliessend muss der Welpe ignoriert werden, damit er sieht, dass dies ein Fehlverhalten bedeutet und das Spielen beendet ist.
  • Diese Reaktion ähnelt der Verhaltensweise von Welpen aus demselben Wurf, wenn diese von einem anderen Welpen verletzt werden. Daher wird Ihr Welpe schnell begreifen, dass dieses Verhalten falsch ist.
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Fellpflege von Welpen

Die Körperpflege Ihres Hundewelpen

Bei der Körperpflege Ihres Welpen geht es nicht nur darum, ihn gut aussehen zu lassen. Durch regelmässige Pflege werden abgestorbene Haare entfernt sowie Fell und Haut gesund gehalten. Zudem erhalten Sie die Gelegenheit, die allgemeine Gesundheit Ihres Welpen zu überprüfen. Daneben stellt die Pflege wertvolle, gemeinsam verbrachte Zeit dar, die zwischen Ihnen und dem Welpen eine Beziehung, Vertrauen und Verständnis schafft. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Pflegesitzungen Stress abbauen und den Blutdruck senken – Ihren sowie den Ihres Welpen!

Bürsten

Anfangs unterscheidet sich das Fell eines Hundewelpen erheblich von dem eines erwachsenen Hundes, es kann weicher und kürzer sein. Trotzdem ist es wichtig, den Welpen an Pflege zu gewöhnen, auch wenn er jetzt noch gar nicht so viel Pflege benötigt. Wenn sich Ihr Hund daran gewöhnt, regelmässig angefasst zu werden und lernt, dabei Spass zu haben, gestaltet sich seine Körperpflege in der Zukunft wesentlich leichter.

  • Bringen Sie Ihren Welpen dazu, sich auf Ihren Schoss zu setzen, liebkosen Sie ihn kurz und beginnen Sie sein Fell sanft zu bürsten.
  • Loben Sie ihn mit ruhiger, besänftigender Stimme für ein braves Verhalten.
  • Beenden Sie das Bürsten bereits nach zwei Minuten und bieten Sie dem Welpen eine Belohnung an.
  • Wiederholen Sie diese Vorgehensweise mehrmals täglich und erweitern Sie dabei die Dauer des Bürstens.
  • Wenn Ihr Welpe Anstalten macht, die Bürste zu beissen oder mit ihr zu spielen, wenden Sie sich von ihm ab, lassen ihn aber nicht los. So wird der Welpe schnell lernen, dass ein schlechtes Benehmen zu einem Entzug Ihrer Aufmerksamkeit führt.
  • Sobald sich Ihr Welpe nach etwa fünf Tagen an diese Empfindung gewöhnt hat, beginnen Sie damit, den Bauch, die Rute, Ohren und weitere empfindliche Bereiche zu bearbeiten. Seien Sie besonders sanft und gestalten Sie die ersten Pflegeeinheiten kurz und attraktiv.
  • Berühren Sie die Pfoten und untersuchen Sie die Krallen und Ballen.
  • Werfen Sie einen Blick auf die Innenbereiche der Ohren und öffnen Sie vorsichtig das Maul des Welpen.
  • Sobald die Welpen nach ein paar Wochen die routinemässigen Pflegemassnahmen kennen gelernt haben, verlagern Sie die Pflege auf einen Tisch mit rutschfester Unterlage oder auf eine Stelle am Boden, die auch bei grösseren Hunden ausreichend Raum bietet.
  • Dieses Pflegeprogramm sorgt dafür, dass sich Ihr Hund daran gewöhnt, angefasst zu werden. Beenden Sie eine Pflegesitzung stets mit einem Leckerbissen und etwas Spielen.

Fellarten

Sobald sich Ihr Hundewelpe eingelebt hat, richtet sich Ihre Vorgangsweise bei der Pflege des Welpen nach dessen Felltyp.

 

Glattes Fell: Hunderassen mit glattem Fell benötigen eigentlich nicht viel Pflege. Ein Schnelldurchgang einmal die Woche reicht aus. Sie benötigen eine Gummibürste oder Pflegematte, um abgestorbene Haare und Schmutz zu lösen, sowie anschliessend eine Borstenbürste, um diese zu entfernen.

 

Kurzes Fell: Hunde mit kurzem Fell müssen regelmässig gebürstet werden, um ein Verfilzen zu vermeiden. Beginnen Sie zur Entfernung von Verfilzungen und Knötchen mit einer schmalen Bürste und setzen Sie die Pflege dann mit einer Borstenbürste fort, mit der Sie abgestorbene Haare und Schmutz entfernen. Schneiden Sie niemals verfilzte Stellen mit der Schere heraus.

 

Langes Fell: Ein langes Fell muss täglich gepflegt werden, damit keine Knötchen entstehen. Verwenden Sie zunächst eine schmale Bürste oder einen schmalen Kamm zum Herauskämmen verfilzter Haare. Schneiden Sie niemals verfilzte Stellen mit der Schere heraus. Kämmen Sie das Fell mit einem grobzahnigen Kamm und achten Sie dabei besonders auf die hintere Körperpartie, die Rute und Läufe. Trimmen Sie alle Haare, die sich andernfalls nicht mehr in Ordnung bringen lassen.

 

Seidenes Fell: Ein seidenes Fell erfordert viel Pflege. Verwenden Sie zunächst eine schmale Bürste oder einen schmalen Kamm zum Herauskämmen verfilzter Haare und anschliessend eine Borstenbürste, um den natürlichen Glanz herauszuarbeiten. Um Ihrem Hund etwas zu stylen, teilen Sie das Fell in der Mitte durch einen Scheitel und kämmen Sie es zu jeder Seite herab. Störrisches Haar sollte getrimmt werden.

Styling

Manche Hunderassen benötigen spezielle Pflegetechniken.

  • Bei Terriern fällt Stripping an, wobei abgestorbene Haare aus dem Fell gezupft werden.
  • Manche Hunderassen wie beispielsweise der Pudel werden mit Scheren oder Rasiergeräten formgerecht frisiert.
  • Bei manchen Ausstellungshunden mit langem Fell wie beispielsweise der Yorkshire Terrier muss das Fell (mit Papier) eingewickelt werden, um es zu schützen.

Ihr Züchter oder ein professioneller Hundepfleger wird Sie immer zu den speziellen Bedürfnissen Ihrer Hunderasse beraten können.
Starke Verfilzungen oder Knötchen können zu einer beschleunigten Schädigung der umliegenden Fellpartien führen. Wenn Ihr Hund ein pflegeintensives Fell hat und sich gerne einmal pro Tag im Teich abkühlt, aber auch wenn Sie mit Ihrem Hund lieber spazieren gehen, anstatt dessen Fell zu kämmen, sollten Sie regelmässige Besuche bei einem professionellen Tierpfleger erwägen. Dieser trägt dafür Sorge, dass Ihr Hund ein wohltuendes Bad erhält und sein Fell sanft getrocknet und gründlich gebürstet wird. 

Baden

Die meisten Hunde brauchen nicht mehr als zwei bis drei Mal pro Jahr gebadet werden. Züchter von Ausstellungshunden raten sogar ganz davon ab, bestimmte Hundearten mit Rau- und Drahthaarfell zu baden. Sollten Ihrem Welpen aber gleich mehrere Missgeschicke hintereinander widerfahren, können Sie ruhig zum Shampoo greifen.

  • Solange Ihr Welpe noch klein ist, lässt er sich gut im Waschbecken baden. Alternativ können Sie einen Plastikzuber verwenden. Mit zunehmender Körpergrösse des Welpen gehen Sie dann zur Dusche oder einem Bad über (ein altes Babybad ist hierfür gut geeignet) und verwenden Sie eine rutschfeste Matte.
  • Verwenden Sie zum Benetzen des Fells einen Duschkopf und stellen Sie sicher, dass das Wasser warm, aber nicht heiss ist.
  • Benetzen Sie das Fell gründlich und gehen Sie sorgfältig vor, damit kein Wasser in die Augen Ihres Welpen gelangt. Teilen Sie das Fell beim Benetzen bis auf die Haut, damit es durch und durch nass wird.
  • Sollte Ihr Welpe besonders beim ersten Mal einen ängstlichen Eindruck machen, loben Sie ihn während des Vorgangs und reden Sie ihm gut zu. Versuchen Sie den Welpen mit einem Leckerbissen abzulenken. Sie können das Bad bzw. den Behälter draussen an einem weniger begrenzten Ort aufstellen, der vielleicht weniger bedrohlich wirkt.
  • Verwenden Sie ein spezielles Hundewelpen-Shampoo, das dem Felltyp Ihres Welpen entspricht, und lesen Sie stets die aufgedruckte Anleitung – manche Shampoos müssen mit Wasser verdünnt werden.
  • Sobald das Fell eingeschäumt ist, spülen Sie es gründlich ab. Sollten im Fell Reste der Seife bzw. des Shampoos bleiben, könnte der Welpe anschliessend mit Jucken zu kämpfen haben.
  • Sorgen Sie auch bei Verwendung eines Pflegemittels für Haustiere dafür, dass es gründlich abgespült wird.
  • Trocknen Sie jetzt den Welpen mit einem Handtuch ab, ehe er die Gelegenheit hat, sich zu schütteln!
  • Sorgen Sie dafür, dass der Welpe in einem warmen Zimmer bleibt, bis er vollständig trocken ist.
  • Bei einem sehr langen Fell muss dieses möglicherweise gefönt werden, während es gebürstet wird. Darauf wird Ihr Züchter oder der Tierpfleger im Rahmen seiner Pflegeanweisungen hinweisen. Stellen Sie sicher, dass der Fön nicht in zu geringem Abstand zur Haut oder mit maximaler Einstellung betrieben wird, da die Haut leicht Verbrennungen davontragen kann. Ein Fön kann einen Welpen sehr erschrecken – reden Sie ihm während dieser Prozedur also gut zu und belohnen Sie ihn für ein gutes Verhalten.
  • Vergewissern Sie sich, dass das Fell vollständig trocken ist, ehe Sie den Welpen nach draussen lassen.
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Stubenreinheit

Stubenreinheit

Die Erziehung zur Stubenreinheit sollte beginnen, sobald Ihr Welpe bei Ihnen zuhause angekommen ist. Welpen urinieren häufig und eine erfolgreiche Erziehung zur Stubenreinheit hängt davon ab, die Bedürfnisse Ihres Welpen vorauszusehen – der Welpe sollte die Möglichkeit erhalten, sich wenigstens alle zwei Stunden zu erleichtern. Gewöhnlich können Sie erkennen, wenn ein Welpe „mal muss“, wenn er sich ängstlich umschaut, in Kreisen geht und damit beginnt, auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen in Ecken zu schnüffeln. Auf dieses Verhalten hin sollten Sie Ihr Haustier schnell nach draussen bringen.

Kommandos

Nach dem Aufwachen oder nach der Einnahme von Nahrung oder Wasser sollten Welpen bei jedem Wetter hinaus gebracht werden. Sobald Sie draussen sind, sollten Sie ihm ein Kommando wie „Geh“ erteilen, damit er weiss, dass es jetzt in Ordnung ist, sich zu erleichtern. Loben Sie den Welpen, wenn er sich erleichtern geht, aber ignorieren Sie ihn, wenn er dies nicht tut. Und wenn Sie doch mal drinnen eine Urinpfütze entdecken, sollten Sie den Welpen nur dann tadeln, wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen, da Ihr Haustier sonst nicht versteht, warum es bestraft wird. Niemals und unter keinen Umständen sollten Sie die Nase des Welpen in seinen Urin oder Kot hineindrücken.
 

Ausbildung mit Zeitungen

Sie können kleine Hunderassen und kleine Welpen mit Hilfe von Zeitungen ausbilden. Loben Sie den Hund überschwänglich, wenn er sein Geschäft auf der Zeitung verrichtet hat, andernfalls ignorieren Sie ihn. Passen Sie auf, dass Sie es sich nicht zur Gewohnheit machen, ihn mit Leckerbissen zu belohnen, da Sie somit Überfütterung riskieren. Welpen müssen sich etwa 12 Mal pro Tag und manchmal sogar noch häufiger erleichtern! Platzieren Sie im Laufe der Zeit die Zeitung immer weiter in Richtung Tür und anschliessend in den Garten. Bringen Sie ein kleines Stück verunreinigtes Papier nach draussen, da der Welpe seinen Eigengeruch wieder erkennt und diesen verstärken will.
 

Wie Sie Ihrem Welpen beibringen, mit seiner Notdurft zu warten

 Eine alternative Methode zur Ausbildung mit Zeitungen ist die Ausbildung mit einer Schachtel (Welpen-Laufstall), bei der Welpen vermittelt wird, an ihrem eigenen speziellen Ort zu bleiben, ehe sie hinaus gebracht werden. Entscheidend dabei ist, dass die Welpen mindestens alle zwei Stunden und insbesondere nach dem Fressen, Schlafen oder Spielen die Möglichkeit erhalten, sich zu erleichtern.

 

Wie Sie mit einem Malheur in Haus und Wohnung umgehen

Geraten Sie nicht in Wut, wenn Ihrem Welpen ein Malheur passiert. Reinigen Sie den Boden stets gründlich, um den Geruch an dieser Stelle zu bekämpfen, andernfalls wird Ihr Welpe sich weiterhin am selben Ort erleichtern.

Wiederauffrischung der Ausbildung eines erwachsenen Hundes

Bei erwachsenen Hunden sollten Sie damit beginnen, dass sich der Hund an einem bestimmten Platz aufhält. Machen Sie es sich zur Regel, mit dem Hund regelmässig nach draussen zu gehen und tätscheln und loben Sie Ihren Hund, wenn er sich erleichtert. Bei Welpen, denen drinnen ein Malheur widerfährt, sollten Sie den entsprechenden Bereich neutralisieren, damit der Welpe sich dort nicht wiederholt erleichtert.

 
Halten Sie eine Ordnung aufrecht

Wenn Sie sich an eine strikte Ordnung halten, wird Ihr Welpe oder erwachsener Hund die Stubenreinheit schnell lernen. Geben Sie sich aber nicht zu schnell zufrieden, sonst könnte die Anerziehung der Stubenreinheit wieder zusammenbrechen. Behalten Sie Ihre Ordnung bei, bis Sie sicher sein können, dass Ihr Haustier sich niemals drinnen erleichtert und warten kann, bis es nach draussen kommt. Beginnen Sie damit, zunächst sehr häufig mit dem Hund nach draussen zu gehen und die Häufigkeit der Ausflüge stetig zu verringern. Sollte Ihrem Hund mal ein Malheur passieren, erhöhen Sie einfach die Zahl der Ausflüge.
 

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Fit und gesund bleiben

Ihren Hund fit und gesund halten

 Jeder gute Tierarzt wird Ihnen mitteilen, dass Vorsorge die beste Medizin ist. Somit können Sie zusätzlich zu einer nährstoffreichen, ausgewogenen Ernährung durch regelmässigen Auslauf, regelmässige Untersuchungen beim Tierarzt sowie eine gute Zahnpflege für das Wohlergehen Ihres Welpen sorgen.

 

Bewegung

 

Fit bleiben ist für Ihren Welpen ebenso wichtig wie für Sie selbst. Mit einem gesundheitsfördernden Bewegungsplan können Welpen energiereich und in Form bleiben sowie ein starkes Immunsystem aufbauen, wodurch sie weniger erkranken. Allerdings sollten die Welpen niemals zuviel Bewegung ausgesetzt werden.

Anfangs ist das freie Spielen im Garten oder in einem Park auch schon alles, was ein Welpe benötigt. Möglicherweise gibt Ihnen der Züchter einen sicheren Bewegungsplan mit, an den Sie sich halten können - falls nicht, fragen Sie nach einem solchen Plan. Abgesehen davon, dass Bewegung Ihren Welpen in hervorragender Verfassung hält, stellt sie zudem eine wichtige Möglichkeit zur Sozialisierung und zum freien Spielen mit anderen Hunden und mit Menschen dar. Vermeiden Sie insbesondere bei grösseren Hunderassen sehr grobes Spielen, da dies die sich entwickelnden Gelenke schädigen kann.

Bringen Sie Ihrem Welpen bei, ohne zu ziehen, an der Leine spazieren zu gehen, auch wenn der Welpe später nur selten an einer Leine spazieren geführt wird. Ein Hundehalfter ermöglicht eine schonende Ausbildung. Allerdings sollten Sie niemals eine Würgekette verwenden - dieses Zubehör ist seit langem veraltet und kann insbesondere für Welpen sehr gefährlich sein.
 
Vergessen Sie nicht: Abwechslung macht das Leben interessant, versuchen Sie die Bewegungseinheiten interessant zu halten. Jeden Morgen und Abend dreimal um den Block zu trotten, ist für Ihren Welpen langweilig und für Sie bestimmt auch. Das Interesse Ihres Welpen lässt sich beispielsweise durch Fangspiele mit Bällen und Spielzeugen (jedoch nie mit Stöcken, da diese potenziell gefährlich sind) aufrecht erhalten - wenn sich Familienmitglieder bei einem Spaziergang verstecken, bereitet dies dem Welpen viel Spass und fördert seinen Fährtensinn. Wenn Sie auf dem Lande leben, sollten Sie Spaziergänge teilweise auch auf asphaltierten Wegen machen, was die Krallen Ihres Welpen kurz hält und sein Verhalten an der Leine verbessert.

Daneben sollten Sie weitere Formen der Bewegung erwägen. Gibt es in Ihrer Nähe beispielsweise einen hundegerechten Swimming Pool? Manche Hunderassen wie z. B. der Neufundländer oder Retriever lieben es, wenn sie ihre Schwimmtechnik einsetzen können.

 

Tierarztbesuch

 

Wahrscheinlich haben Sie bereits einen Tierarzt vor Ort ermittelt und gleich für den nächsten Tag nach Abholung Ihres neuen Welpen einen Termin vereinbart. Teilen Sie dem Tierarzt mit, dass ein Gesundheitscheck für einen neuen Hundewelpen ansteht. Dieser dauert wahrscheinlich etwas länger als die routinemässigen 10-Minuten-Termine. In der Praxis angekommen, sollten Sie Ihren Welpen auf den Schoss nehmen und ihn auf Abstand zu den anderen Hunden halten. Diese könnten krank sein, Ihr Welpe ist gegenüber Krankheiten besonders anfällig. Es empfiehlt sich, einige Leckerbissen mitzunehmen – so können Sie den Tierarzt und die Mitarbeiter bitten, den Welpen während der Untersuchung zu belohnen.

 

Beim ersten Arztbesuch erfolgt eine allgemeine Untersuchung des Welpen durch den Tierarzt, ausserdem werden erforderliche Impfungen mit Ihnen abgeklärt. Daher sollten Sie Einzelheiten zu möglichen Vorbehandlungen zur Hand haben (vom Züchter sollten Sie Impfbescheinigungen erhalten haben). Daneben wird Ihr Tierarzt über Würmer, Flöhe, das Einsetzen eines Mikrochips und Kastrierung bzw. Sterilisation sprechen und alle Ihre Fragen zu den Bereichen Gesundheitspflege, Futter, Bewegung oder Pflege beantworten. Denken Sie daran, sich bei Ihrem Tierarzt nach Einzelheiten zu in der Praxis oder in der Nähe organisierten Welpenpartys und Hundeschulungen zu erkundigen.

 

Routineuntersuchungen

Gelegentlich werden Welpen krank. Die meisten Krankheiten lassen sich bei früherer Erkennung wirksamer und günstiger behandeln. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Welpen selbst regelmässig einmal monatlich untersuchen. Somit können Sie immer auf Nummer sicher gehen. Sollten Sie den Verdacht haben, dass etwas vielleicht nicht in Ordnung ist, sollten Sie nichts riskieren und sich mit Ihrem Welpen direkt an Ihren Tierarzt wenden. Nachfolgend eine Übersicht, worauf Sie achten sollten:
 


Physischer Allgemeinzustand: Die Rippen sollten gerade noch tastbar sein, darüber hinaus aber nichts. Zwischen Rippen und Hüfte sollte eine Art Taille erkennbar sein, der Bauch sollte jedoch nicht durchhängen. Klicken Sie hier für mehr Information, wie Sie den physischen Allgemeinzustand Ihres Welpen überprüfen.
 

Ohren: Die Ohren sollten frei von dickem braunen (oder grünen) Ohrenschmalz sein und keinen Geruch aufweisen. Einigen Hunderassen mit langen Ohren kommt eine regelmässige Reinigung der Ohren mit speziellen Mitteln (bei ihrem Tierarzt erhältlich) zugute. Achten Sie darauf, welches Mittel Sie verwenden, da die Haut sehr empfindlich ist. Reinigen Sie die Ohren nicht zu tief oder kraftvoll, da das Trommelfell leicht beschädigt werden kann.
 

Augen: Die Augen sollten leuchtend und rein und nicht laufend, rot oder wund sein. Ihr Welpe sollte nicht den Eindruck vermitteln, Licht zu meiden, als ob ihm dies Schmerzen in den Augen bereitet.
 

 Nase: Die Nase sollte keine krustige Oberfläche, Ausflüsse oder Blutungen aufweisen. Mit der Zeit kann sich die Nase Ihres Hundes in der Farbe verändern. Dies ist häufig normal, manchmal kann eine Veränderung der Pigmentfarbe aber auch auf ein Gesundheitsproblem hindeuten. Wenn Sie eine Veränderung feststellen, ist es stets ratsam, sich an Ihren Tierarzt zu wenden.
 

 Atemgeruch: Mundgeruch kann auf eine Magenverstimmung oder schlechte Zähne hinweisen, was wiederum zu Problemen mit den Organen führen könnte. Die Zähne sollten weiss und frei von Zahnstein (dick und braun), das Zahnfleisch rosa und nicht rot oder geschwollen aussehen.
  

 Haut und Fell: Die Haut kann je nach natürlicher Pigmentierung Ihres Welpen rosa oder schwarz sein und sollte keinerlei Schuppen oder Wundstellen aufweisen. Das Fell sollte (je nach Hunderasse) dick und glänzend sowie frei von beschädigten Haaren sein. Der Hund kann das ganze Jahr lang haaren, aber im Sommer und Herbst ist es in der Regel am intensivsten - Sie brauchen einen guten Staubsauger. Manche Hunderassen wie der Pudel haaren nicht, benötigen aber eine regelmässiges Scheren. Diese Ausgaben sollten Sie einkalkulieren, wenn Sie diese Prozedur nicht selbst ausführen können.
  


Krallen: Die Krallen sollten glatt und weiss oder schwarz sein. Raue oder brüchige Krallen müssen möglicherweise behandelt werden. Bei der Überprüfung der Krallen sollten Sie die Afterklauen einbeziehen, die sich an der Innenseite der Vorder- und Hinterläufe direkt unter dem Fussgelenk befinden. Afterklauen kommen bei manchen Hunden nur an den Vorderläufen vor, bei anderen sowohl an den Vorder- als auch auf den Hinterläufen, wiederum andere Hunde haben gar keine Afterklauen. Ihr Tierarzt wird Ihnen auf Ihre Bitte hin zeigen, wie die Krallen Ihres Welpen zu schneiden sind, damit Sie diese auch zuhause in einem guten Zustand halten können.
 
Zahnpflege

Zähne und Zahnfleisch Ihres Welpen sind ebenso empfindlich wie bei Ihnen und können zu einer Quelle des Unbehagens werden oder, wenn nicht richtig behandelt, sich zu Mundgeruch oder sogar zu einer Nieren- oder Herzerkrankung entwickeln. Eine einfache routinemässige Pflege kann bei der Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen und Zahnausfall helfen. Am besten wird damit bereits im Welpenalter begonnen, damit sich der Welpe früh daran gewöhnen kann. Verwenden Sie eine enzymatische Hundezahnpasta (u. a. in den Geschmacksrichtungen Fleisch, Minze und Malz), niemals jedoch für Menschen vorgesehene Zahnpasta.

Beginnen Sie zunächst einfach damit, die Lippen auf beiden Seiten des Mauls anzuheben, ehe Sie damit fortfahren, die Zähne mit um den Finger gewickeltem Gaze oder einem Waschtuch zu reinigen. Lassen Sie vom Reinigen der Zähne an den Zahninnenseiten ab, da sich bei Hunden im Gegensatz zum Menschen Plaque in der Regel hauptsächlich an den Zahnaussenseiten bildet. Geben Sie dem „Patienten“ nach jeder Behandlung eine wohlverdiente Belohnung.

Sollte sich Ihr Hund gegen das Anfassen seines Mauls sträuben (ein häufiges Problem, wenn mit einer guten Zahnpflege erst später begonnen wird), gibt es verschiedene Lösungen und Hilfsmittel. Bei Ihrem Tierarzt erhältliche Gels für die Mundhygiene mit Enzymen, welche die für die Plaquebildung verantwortlichen Bakterien bekämpfen, des weiteren an das Zahnfleisch anzubringende Pflaster sowie speziell entwickelte Kauprodukte zur Verringerung von Zahnstein und Massage des Zahnfleischs. Trockenfutter kann ebenfalls bei der Entfernung von Plaque und Zahnstein helfen.

 

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Kastration/Sterilisation

Kastration bzw. Sterilisation

Die Kastration bzw. Sterilisation Ihres Hundes trägt insgesamt zu einer besseren ganzheitlichen Gesundheit und zu einer längeren Lebensdauer Ihres Haustieres bei und wird auch bei Ihnen für Beruhigung sorgen. Sofern kein bestimmter Grund diesem Eingriff im Weg steht, stellt die Kastration bzw. Sterilisation ihres Haustiers für die Halter immer eine verantwortungsbewusste Entscheidung dar. Lassen Sie also alle Vorbehalte, von denen Sie vielleicht gehört haben, beiseite und vereinbaren Sie rasch einen entsprechenden Termin!
 

Gesundheitliche Vorteile

 

Die Sterilisation von Hündinnen verringert das Risiko für Brustkrebs, zudem trägt dieser Eingriff zur Vermeidung bedrohlicher Gesundheitsprobleme wie Krebs der Harnwege oder Eierstöcke sowie einer Harnwegsinfektion, was bei nicht sterilisierten Hündinnen häufig vorkommt. Eine ungeplante Trächtigkeit kann für Ihre Hündin auch die Gefahr mit sich bringen, dass aus der Paarung mit einem Rüden Welpen mit einer Körpergrösse hervorgehen, deren Geburt für die Hündin problematisch ist. Zudem verringert eine Sterilisation die Risiken, die mit einer Abtreibung einhergehen. Manche Tierärzte ziehen es vor, Hündinnen bereits zu sterilisieren, bevor sie zum ersten Mal läufig werden, andere hingegen nicht. Sprechen Sie den Zeitpunkt dieses Eingriffs also mit Ihrem Tierarzt ab.

Die Kastration von Rüden verhindert Hodentumore und kann das Risiko für Prostataprobleme verringern. Durch diesen Eingriff wird auch das Auftreten perianaler Tumore oder von Hernien, die bei älteren und nicht kastrierten Rüden häufig festgestellt werden, reduziert. Eine weitere Folge ist, dass die aggressiven Ausbrüche Ihres Hundes zurückgehen und somit auch die Wahrscheinlichkeit, sich bei einer Auseinandersetzung zu verletzen.

Bei diesem Eingriff werden bei den Rüden beide Hoden entfernt, bei Hündinnen die Gebärmutter und Eierstöcke.

 

Ein besseres Haustier für die Familie

 Natürlich möchte sich keine Familie Welpen aus einem unerwünschten Wurf aufhalsen, aber die Sterilisation einer Hündin löst auch das Problem, dass es sich herumstreunende Rüden in Ihrem Garten bequem machen. Bereits früh kastrierte Rüden verhalten sich anderen Rüden gegenüber weniger aggressiv und lassen sich nicht von läufigen Hündinnen ablenken. Zudem tendieren kastrierte Rüden weniger dazu, ihr Territorium zu markieren oder sich mit Gegenständen und Menschen zu „paaren“.
 

Zu viele Hunde stellen ein Problem dar

Jedes Jahr werden in den Tierheimen landesweit Tausende unerwünschter Hunde eingeschläfert. Viele dieser Tiere sind das Ergebnis einer ungeplanten Fortpflanzung durch frei herumlaufende, nicht kastrierte bzw. sterilisierte Hunde. Je mehr Hunde kastriert bzw. sterilisiert werden, desto weniger müssen ihr Leben lassen.

 
Viele Ausreden

 

Die Liste der gängigen Ausreden, einen Hund nicht kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen, ist lang, aber es bleiben dennoch nur Ausreden. Ein solcher Eingriff empfiehlt sich auf jeden Fall und ist sowohl für das Tier wie auch für die Familie vorteilhaft. Nachfolgend einige Ausreden…

„Mein Hund wird fett und träge.“ Eine Kastration/Sterilisation kann die häufige natürliche Tendenz von Hunden zum Herumstreunen verringern, wird sich aber nicht insgesamt auf das Aktivitätsniveau auswirken. Sollte ein Hund nach dem Eingriff tatsächlich zunehmen, lässt sich dies normalerweise auf Überfütterung und zu geringe Aktivität in der Genesungsphase nach der Operation zurückführen.
  
„Mein Hund wird seine Persönlichkeit verändern.“ Vielleicht ja, aber zum Besseren. Nach dem Eingriff ist Ihr Hund anderen Hunden gegenüber vielleicht weniger aggressiv, wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit herumstreunen und möglicherweise eine bessere Persönlichkeit annehmen. Das Verhalten, oft zur Kennzeichnung des Territoriums Duftspuren zu setzen, wird nach dem Eingriff schwächer oder bleibt ganz aus.

 

„Wir können die Welpen ja verkaufen und daran verdienen.“ Selbst bekannte Züchter können sich glücklich schätzen, wenn sich ihre Ausgaben und Erlöse bei der Zucht reinrassiger Tiere in etwa ausgleichen, und dabei gilt es zu berücksichtigen, dass eine reinrassige Hündin von einem Zuchtrüden gedeckt wird, ehe sie von einem unbekannten herumstreunenden Rüden trächtig werden kann. Die Ausgaben für die Aufzucht eines gesamten Wurfs reinrassiger Welpen (einschliesslich der Gebühren zur Deckung durch einen Zuchtrüden, Impfungen und anderen Kosten aus dem Bereich Gesundheit) kompensieren den grössten Teil der Erlöse. Zudem kann es schwierig sein, für die Welpen ein gutes Zuhause zu finden – die Tierheime sind mit unerwünschten Hunden bereits überfüllt. Am besten überlässt man die Zucht professionellen Hundezüchtern.

 

„Ich habe Bedenken, dass mein Hund betäubt wird.“ Die medizinischen Vorteile, Ihren Hund kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen, übertreffen bei weitem das geringe Risiko, dass bei der Betäubung etwas schief läuft. Bei vielen modernen tierärztlichen Verfahren kommen Gerätschaften zum Einsatz, die die Herz- und Atemfrequenz während der Operation überwachen und einen optimalen Zustand des Patienten gewährleisten. Sollten Sie Bedenken haben, können Sie jederzeit Ihren Tierarzt konsultieren. Vergessen Sie aber nicht, dass es sich hierbei um einen Routineeingriff handelt.

 

Vor und nach der Operation


 

In aller Regel wird Ihnen Ihr Tierarzt mitteilen, Ihrem Hund hinterher 12 Stunden lang kein Futter oder Wasser zu geben. Die meisten Hunde werden noch am selben Tag nach Hause entlassen. Bei Hunden, die nach der Operation weiterhin noch nicht richtig zu sich gekommen sind, kann der Tierarzt es manchmal für erforderlich halten, den Patienten etwas länger in der Praxis zu behalten.

Nach dem Eingriff sollten die Hunde ein paar Tage lang nicht aus dem Haus gelassen, in ruhiger Umgebung gehalten und von sprunghaften Bewegungen sowie vom Beissen und Knabbern an der Naht abgehalten werden. Von Ihrem Tierarzt erhalten Sie Ratschläge zur Pflege des Tieres nach dem Eingriff und für die Zeit nach dem Entfernen der Nähte.

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Ein sicheres Zuhause für Welpen

Machen Sie Ihr Zuhause welpenfreundlich

Wenn Sie kurz davorstehen, einen neuen Hundewelpen mit nach Hause zu bringen, sollten Sie dafür Sorge tragen, dass alles vorbereitet ist. Dazu gehören ein warmer Empfang, eine ruhige und bequeme Ecke, in die sich Ihr Welpe zur Gewöhnung an die neue Umgebung zurückziehen kann, sowie alles, was für die Sicherheit Ihres Neuankömmlings benötigt wird zur Hand zu haben. Die Trennung von Mutter und Geschwistern stellt für einen Welpen ein wichtiges Ereignis dar, weshalb Sie mit den richtigen Vorbereitungen dazu beitragen können, den Stress für Sie sowie Ihr Tier zu reduzieren.

Sobald der grosse Tag feststeht, werden Sie Ihren Züchter vielleicht darum bitten wollen, ein Handtuch von Ihnen vor der Abholung des Welpen für mehrere Tage in die Schlafstätte der Geschwister aus demselben Wurf zu legen. So wird gewährleistet, dass der Welpe, wenn Sie ihn und das Handtuch zu sich nach Hause bringen, einen bekannten Geruch wahrnimmt, der ihm bei all den neuen optischen Eindrücken, Gerüchen und Geräuschen seines neuen Zuhauses etwas Trost spendet.  Allerdings wird nicht jeder Züchter diesem Wunsch freudig entgegenkommen. Ein Nest voller miteinander konkurrierender Handtücher kann schnell für Verwirrung, aber auch für Platzmangel sorgen.

Indem Sie lernen, dass der Umgang mit potenziellen Gefährdungen ein Bestandteil der Aufzucht ist, können Sie dazu beitragen, den Welpen vor seinen schwersten Fehlern zu bewahren. Ihr Zuhause steckt für einen neugierigen Welpen voller Gefahren. Daher ist es hilfreich, wenn Sie Heim und Wohnung inspizieren und dabei alles aus der Sichtweise des Welpen betrachten.

Ein paar Tipps

  • Alle Türen und Fenster sollten geschlossen gehalten werden.
  • Zerbrechliche Ziergegenstände sollten in einem Schrank aufbewahrt werden.
  • Stellen Sie alle möglicherweise störenden Hauspflanzen sowie alle Pflanzen weg, die giftig sind oder, wenn der Welpe daran kauen sollte, Magenverstimmungen hervorrufen könnten. Wenn Sie sich hierbei unsicher sind, fragen Sie bei Ihrem Gartenzentrum nach.
  • Die Türen von Öfen, Kühlschränken, Mikrowellenherden, Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen und Trockenschleudern sollten stets geschlossen gehalten werden. Bringen Sie an den Türen Notizen an, damit andere Personen vor dem Gebrauch dieser Geräte einen Blick in das Innere werfen.
  • Verstauen Sie alle ungeordneten elektrischen Kabel hinter Möbelstücken. Ein im Handel erhältlicher dicker Kabelschützer lässt sich ebenfalls über die Kabel ziehen und schützt diese vor Kauen.
  • Überprüfen Sie die unteren Bereiche Ihrer Bücherregale und stellen Sie dort anstelle wichtiger Bücher Telefonbücher oder andere Gegenstände auf, mit deren Beschädigung durch Kauen Sie leben könnten.
  • Verstauen Sie alle Schuhe in Schränken.
  • Entfernen oder kürzen Sie herabhängende Tischdecken – viele Welpen sind wahre Experten darin, einen komplett gedeckten Tisch abzuräumen!
  • Lassen Sie keine Plastik-Einkaufsbeutel herumliegen – diese stellen eine echte Gefahr dar.
  • Bei brennenden Kerzen ist der Ärger vorprogrammiert – löschen Sie alle offenen Flammen und sorgen Sie an jedem Feuer für eine Schutzvorrichtung.
  • Bringen Sie an auf Bodenhöhe aufgestellten Küchenschränken Kindersicherungen an, insbesondere wenn dort Reinigungsmittel aufbewahrt werden.
  • Halten Sie die Arbeitsflächen in der Küche sauber, damit Ihr Welpe erst gar nicht in Versuchung gerät, auf diese Flächen zu springen und sich dort umzusehen.
  • Essensreste sind stets sofort zu entsorgen. Hühnerknochen können sehr gefährlich werden, da sie beim Kauen splittern. Ausserdem wirken die in den Gelenken enthaltenen Fäden auf Hunde unwiderstehlich, sind für diese jedoch potenziell tödlich.
  • Halten Sie Toilettendeckel stets heruntergeklappt, damit Ihr Welpe nicht hineinfällt oder aus der Toilettenschüssel trinkt!
  • Kürzen Sie alle herabhängenden Gurte von Jalousien und Vorhängen und sorgen Sie an diesen Stellen für Sicherheit.
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