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Aufnahme eines ausgewachsenen Hundes

Aufnahme eines erwachsenen Hundes

Abertausende erwachsene Hunde werden in der Schweiz jedes Jahr ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben. Die Aufnahme eines erwachsenen Hundes von einem seriösen Tierheim oder Tierschutzverein kann unglaublich bereichernd sein. Zudem erhält das Haustier dadurch eine ihm zustehende zweite Chance, Teil eines liebevollen Zuhauses zu werden. Auch können Züchter am Verkauf erwachsener Hunde interessiert sein, wenn sie diese nicht länger für Zuchtzwecke oder als Schauhund benötigen.

Vorteile bei der Aufnahme eines erwachsenen Hundes

Meist sind erwachsene Hunde ruhiger, entspannter und weisen eher einen strukturierten Tagesablauf sowie eine gefestigte Persönlichkeit auf. Erwachsene Hunde haben ihre überschüssige Energie im Welpenalter verbrannt und sind nun auf ein ruhigeres Leben eingestellt.

  • In den meisten Fällen ist ein erwachsener Hund bereits vollkommen stubenrein und beherrscht grundlegende Kommandos. Beim Eingewöhnen des Hundes in seine neue Umgebung könnte aber etwas zusätzliche oder wiederauffrischende Ausbildung erforderlich werden, auch wenn die Löwenarbeit der Ausbildung bereits von den früheren Haltern geleistet wurde.
  • Ein seriöses Tierheim oder eine Tierschutzeinrichtung stellt sicher, dass Ihr Hund eine gründliche medizinische Untersuchung durchlaufen hat und kastriert bzw. sterilisiert, geimpft sowie entwurmt ist und vor der Abgabe an seinen neuen Halter alle möglicherweise erforderlichen Behandlungen erhalten hat.
  • Oft ist die Vorgeschichte des Hundes bekannt, was dem Tierheim oder der Einrichtung die Auswahl eines Haustiers ermöglicht, das Ihrem Zuhause und Ihrem Lebensstil entspricht. Die Einrichtung ist möglicherweise auch darüber informiert, ob sich der Hund gut mit Kindern, mit anderen Hunden oder mit Katzen verträgt. In aller Regel sind die Tierheime und Einrichtungen im selben Masse wie Sie selbst bemüht, die passende Wahl zu treffen und unternehmen nie den Versuch, ein problematisches Tier loszuwerden.
  • Führende Tierschutzorganisationen können Ihnen wertvolle Unterstützung und Ratschläge erweisen – ein Hundeleben lang.
  • Bei so zahlreichen zur Verfügung stehenden und an ein neues Zuhause abzugebenden Hunden haben Sie beste Aussichten, ein für Sie geeignetes Haustier zu finden, ob reinrassiger oder Mischlingshund.
  • Ganz zu schweigen davon, dass Sie durch das Wissen, dass aufgrund Ihrer Entscheidung Ihr Hund eine zweite Chance bekommt, eine enorme Zufriedenheit erlangen werden.

Was es zu beachten gilt

Ältere Hunde, die über eine angesehene Organisation an ein neues Zuhause vermittelt werden, geben wunderbare Haustiere ab. Allerdings sind ein paar Dinge zu beachten:

  • Seien Sie bei der Beschreibung Ihres Lebensstils und Ihrer Gewohnheiten ehrlich und ausführlich. Ein Hund, der Spass an viel Bewegung hat, wird sich immer unglücklich fühlen, wenn Ihr Lebensstil diesem Bedürfnis nicht gerecht werden kann.
  • Ältere Hunde können eingefahrene Ansichten und Gewohnheiten haben. Es kann Zeit brauchen, bis ein erwachsener Hund sich völlig einlebt und anpasst.
  • In manchen Fällen ist die vollständige Vorgeschichte eines Hundes nicht bekannt, besonders wenn er ausgesetzt wurde. Sorgen Sie dafür, dass der Hund eine Gesamtuntersuchung erhält, ehe Sie ihn nach Hause bringen. Bedenken Sie ebenso, dass ein Hund, der schlecht behandelt wurde, möglicherweise emotional belastet ist und Geduld erfordert, um neues Vertrauen aufzubauen.
  • Wenn Sie bereits Hundehalter sind, sollte noch angemerkt werden, dass die Eingliederung eines neuen erwachsenen Hundes mehr Spannungen erzeugen kann, als wenn es sich um einen jungen Hund handelt.
  • Wenn Sie einen reinrassigen Hund von einem Züchter aufnehmen, sollten Sie daran denken, dass das Tier möglicherweise zu Zuchtzwecken oder für Ausstellungen eingesetzt wurde und bestimmte Verhaltensmuster angenommen hat. 

Woher aufnehmen?

Es gibt landesweit unzählige Tierheime und Tierschutzvereine, auf Landes- wie auch auf Kommunalebene. In Ihrem Telefonbuch oder auch online finden Sie eine reiche Auswahl. Bedenken Sie, dass selbst die grösseren Einrichtungen bzw. Organisationen die Tiere nicht landesweit anbieten und es vorziehen, dass potenzielle Halter in möglichst geringer Entfernung wohnen. Um Ihnen Ihre Wahl zu erleichtern, vereinbaren Sie beim Tierheim oder Tierschutzverein einen Termin, um sich von den Räumlichkeiten und den Bedingungen der dort gehaltenen Tiere ein Bild zu machen. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie zu Einzelheiten bezüglich Ihres Zuhauses und Lebensstils befragt oder sogar darum gebeten werden, als Beweis Ihrer Verantwortung als Haustierhalter Ihre vorhandenen Haustiere mitzubringen.
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Sie werden Hundehalter

Hunde geben wundervolle Haustiere ab. Sie sind treu, intelligent, ergeben, leidenschaftlich und geben einem unglaublich viel zurück. Werden sie von Ihnen als Halter geliebt, erwidern sie Ihnen diese Liebe unmittelbar. Da fällt es nicht schwer zu verstehen, warum sich Hunde so grosser Beliebtheit erfreuen. Allerdings bringt der Besitz eines Hundes einige Verantwortung mit sich. Ein Hund könnte imstande sein, Sie glücklich zu machen – aber können Sie ihn glücklich machen?

 

  • Sind Sie bereit, für die nächsten 10 bis 15 Jahre die Verpflichtungen zur Vollzeit-Pflege eines Haustieres auf sich zu nehmen?
  • Erlauben es Ihnen Ihre Arbeit und sozialen Verpflichtungen, jeden Tag mindestens zwei 20-minütige Spaziergänge (bei manchen Hunderassen wesentlich länger) einzulegen, bei Wind und Wetter und auch am Wochenende und an Feiertagen? Kein Hund sollte pro Tag länger als zwei Stunden allein gelassen werden. Daher sollten Sie vielleicht erwägen, zum Mittagessen nach Hause zu kommen oder mit Ihrem Nachbarn oder einem professionellen Dogwalker vereinbaren, dass diese mit Ihrem Hund spazieren gehen.
  • Haben Sie genug Zeit für eine regelmässige Pflege? Hunde mit kurzem Fell lassen sich einfach und schnell pflegen. Wünschen Sie sich hingegen eine Hunderasse mit längerem Fell, fällt tägliche Pflege an, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann.
  • Wünscht sich Ihre Familie einen Hund genauso sehr wie Sie selbst? Sie nehmen eine grosse Verantwortung auf sich, wenn die Familie Ihnen eher wenig helfen kann.
  • Haben Sie zuhause tatsächlich ausreichend Raum für einen Hund? Hunde können sehr viel Raum beanspruchen, was sowohl für Sie als auch für das Tier unbequem werden kann. Falls Sie in Miete wohnen sollten: Sind laut Mietvertrag Haustiere zulässig? Steht nur wenig Raum zur Verfügung, wäre eine kleine oder weniger ausgelassene Hunderasse vielleicht besser geeignet.
  • Haben Sie einen ausreichend umzäunten Garten oder einen einfachen Zugang zu einem Park? Hunde brauchen regelmässigen Auslauf, möglichst unangeleint. Wenn Sie keinen Garten haben, wäre ein älterer, stubenreiner Hund vielleicht besser für Sie geeignet. Damit würden Sie sich auch die Schäden ersparen, die  ein Welpe nach seiner Aufnahme anrichten kann.
  • Können Sie sich einen Hund leisten? Hundewelpen kosten einiges, dazu kommen noch Impfkosten, Versicherung, Ausgaben für Nahrung, Zubehör sowie die gelegentliche Unterbringung in einer Hundepension.
  • Ist Ihr Auto dafür geeignet, Ihren Hund bei Bedarf zu befördern? Wenn Sie ein Auto mit Schrägheck haben, könnte das bei einer Deutschen Dogge problematisch werden. Stehen Ihnen geeignete öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung, die auch die Beförderung von Hunden gestatten?
  • Sollten Sie bereits Haustiere haben: Vertragen sich diese mit einem neuen Hund oder Hundewelpen?
  • Ist jemand aus Ihrem Haushalt allergisch gegen Hunde? Viele Menschen sind es und wissen nichts davon. Es lohnt sich, im Vorfeld Allergietests zu machen. Liegt eine Allergie vor, bieten sich einige Hunderassen besser als andere an.
  • Geht Ihnen zuhause Ordnung und Sauberkeit über alles? Sie können davon ausgehen, dass ein Hund sich nicht immer als sehr vorsichtiger oder reinlicher Mitbewohner erweist.

Sollten Sie weiterhin sicher sein, dass ein Hund für Sie das richtige Haustier ist, ist es an der Zeit, die Suche einzugrenzen und den für Sie richtigen Typ bzw. die richtige Rasse zu ermitteln. Keine Sorge, Sie haben eine Riesen-Auswahl!

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Hunderassen-Lexikon

Rassenspezifische Bedürfnisse

Wenn Sie sich für einen reinrassigen Hund interessieren, sollten Sie sich genau erkundigen. Verschiedene Hunderassen weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften und Verhaltensmuster auf, die sich direkt bis zur ursprünglichen Rolle zurückverfolgen lassen, für welche die jeweilige Hunderasse gezüchtet wurde. Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Hunderassen erhalten Sie bei den seriösen Züchtern, Zuchtvereinigungen, Tierärzten sowie beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). LINK „www.vdh.de“

Terrier

Terrier wurden ursprünglich dazu gezüchtet ins „Erdreich“ zu gehen (daher auch der Name – der lateinische Begriff „terra“ bedeutet „Erde“). Terrier sind zäh und für ihre Hartnäckigkeit, ihren glühenden Eifer und ihre Unverwüstlichkeit bekannt. Sie können sehr liebevolle Haustiere abgeben. Wenn Sie sich einen Hund mit  Pfiff wünschen, ist der Terrier die perfekte Wahl.

Das Fell von Terriern ist in der Regel robust und schützt vor Gestrüpp, leichten, oberflächlichen Verletzungen durch Jagdbeute sowie rauem Wetter. Die meisten Terrier sind recht klein (und können sich daher in kleine Löcher hineinzwängen). Es gibt aber auch mittelgrosse Varianten sowie den auch als König der Terrier bekannten Airedale Terrier, den grössten Terrier von allen.

Aufgrund des instinktiv gegebenen Interesses an „Beutetieren“ sollte die Aufnahme und Eingewöhnung von Terriern in einen Haushalt mit Katzen mit grosser Sorgfalt überdacht werden. Seien Sie immer auf der Hut, wenn sich ein Terrier in der Nähe des Hamsters oder Kaninchens Ihrer Familie befindet. Ausserdem graben Terrier sehr gerne, so dass Sie Ihren Garten schützen sollten, indem Sie ein paar Spielsachen in einer Sandgrube verstecken. Ein tief in die Erde reichender Gartenzaun trägt dazu bei, dass der Hund nicht wegläuft, indem er einen Tunnel gräbt.

Jagd- und Windhunde

Jagd- und Windhunde wurden für die Jagd eingesetzt und gezüchtet, um Wild entweder über den Spürsinn (wie beispielsweise beim Bloodhound) oder das Sehvermögen (Greyhound) zu ermitteln. Die Art, wie diese Hunde jagen, ist massgeblich für ihren Charakter sowie ihr typisches Verhalten und gibt zudem die beste Methode zur Ausbildung dieser Hunde vor. Jagd- und Windhundrassen können oft würdevoll und distanziert erscheinen – bis Sie sie richtig kennen lernen!

Das Fell variiert sehr stark – so hat der Beagle ein weiches Fell, der Basset Griffon Vendéen ein drahthaariges und der Saluki oder Afghanische Windhund ein glamouröses Fell. Zudem kommen die Jagd- und Windhunde in allen Formen und Grössen vor – vom Zwergdackel bis zum Whippet und einem der grössten Hunde überhaupt, dem Irischen Wolfshund.

Jagd- und Windhunde benötigen viel Auslauf und lange Bewegungseinheiten. Sichthunde, die für kurze und abrupte Einsätze gezüchtet wurden, geben sich mit täglichen, mehreren ordentlichen Sprints zufrieden. Aufgrund ihres stark entwickelten Verfolgungstriebs können Sie aber im Umgang mit Katzen problematisch sein und sollten nur dann von der Leine gelassen werden, wenn sie für kleine Rassen unbedenklich sind und auf Kommando zuverlässig zurückkommen.

Spürhunde lieben es, mit am Boden klebender Nase interessante Gerüche zu erschnüffeln. Dies bringt mit sich, dass die Ohren und der Kopfbereich häufig auf Zecken und Gestrüpp zu untersuchen sind. Es kommt oft vor, dass diese Hunde in ihrer eigenen Welt leben, weshalb es bei der Ausbildung dieser Hunde besonders schwierig ist, ihnen die Rückkehr auf Kommando beizubringen.

Hunde für die Schusswaffenjagd

Hunde für die Schusswaffenjagd wurden als Jagdbegleiter gezüchtet, die für ihre Halter Wild entdecken, aufscheuchen und apportieren sollten. Zu dieser Gruppe zählen:

  • Spaniel (wie der Cocker Spaniel und English Springer Spaniel)
  • Retriever (wie der Labrador Retriever und Golden Retriever)
  • Jagd-, Vorsteh- und Apportierhunde (wie der Deutsche Kurzhaar Vorstehhund und der Ungarische Vizsla)
  • Setter (wie der Irish Setter und English Setter)

Die verschiedenen Hunde dieser Kategorie hatten in der Vergangenheit alle eine ganz spezielle Rolle. Der Setter wurde zum Aufspüren von Vögeln eingesetzt und nahm regungslos eine „Vorsteh“-Position ein, wenn er einen Vogel aufgespürt hatte. Der Spaniel diente dazu, die Vögel vor dem Abschuss aufzuscheuchen, während der Retriever das Wild apportierte. Daher wurden Jagd-, Vorsteh- und Apportierhunde wie der Münsterländer gezüchtet, um alle drei Aufgabenbereiche zu bewältigen. Diese Hunde sind die Alleskönner unter den Hunden für die Schusswaffenjagd.

Hunde für die Schusswaffenjagd haben ein mittellanges Fell, das sie während der Arbeit gegen das Unterholz schützt. Diese Kategorie umfasst einige der in Deutschland beliebtesten Hunderassen wie den Labrador, Golden Retriever und Cocker Spaniel, die allesamt liebevolle familienfreundliche Haustiere darstellen und mit Kindern bestens zurechtkommen.

Als Haustiere sind Hunde für die Schusswaffenjagd aktiv und intelligent, benötigen aber reichlich Auslauf und mentale Stimulation, um beschäftigt zu bleiben. Die meist langen Ohren dieser Hunde können anfällig für Infektionen sein und sollten deshalb regelmässig überprüft werden.

Hütehunde

Viele zu dieser Kategorie zählende Hunde wie beispielsweise die Collie-Rassen wurden für den Schaftrieb entwickelt, während andere Hütehunde (wie z. B. der Lancashire Heeler) für Vieh und grössere Tiere eingesetzt wurden. Der Finnische Lapphund und Samojede wurden für den Rentiertrieb gezüchtet, während der riesige Pyrenäen-Berghund dazu eingesetzt wurde, Viehbestände vor Wölfen und sogar vor wilden Bären zu schützen! Die Hütehunde mussten bei jeder Witterung ihren Dienst verrichten und entwickelten ein wasserdichtes Doppelfell.

Hütehundrassen sind für ihre Intelligenz bekannt, was zur Folge hat, dass sich der Umgang und die Ausbildung dieser Hunde nicht immer leicht gestaltet. Daher ist viel behutsame und Spass bereitende Ausbildung erforderlich, um das Gehirn dieser Hunde aktiv zu halten. Andernfalls könnten diese Hunde sich damit beschäftigen, Jogger, Radfahrer oder sogar Autos zusammentreiben zu wollen. Viele Halter von Hütehunden beginnen sich mit Hundesport wie Geschicklichkeit, Fly Ball oder Dog Dancing zu beschäftigen, um ihre Hunde beschäftigt zu halten und die Beziehungen zwischen Mensch und Tier zu festigen. Das spezielle Fell dieser Hunde muss regelmässig gepflegt werden, um Verfilzungen zu vermeiden.

Arbeitshunde

Die Arbeitshunde wurden ursprünglich zur Unterstützung ihrer Halter für sehr unterschiedliche und teilweise aussergewöhnliche Aufgabenbereiche gezüchtet.

  • Der Dobermann wurde zum Schutz seines Besitzers Louis Dobermann gezüchtet, der Steuern eintrieb.
  • Der Sibirische Husky diente dem arktischen Volk der Tschuktschen als Schlittenhund.
    Der lebensrettende Bernhardiner half bei der Suche und Rettung vermisster Reisender in den Schweizer Alpen.
  • Die Deutsche Dogge wurde ursprünglich zur Jagd auf Wildschweinrudel gezüchtet.
  • Der Rottweiler wurde eingesetzt, um Vieh anzutreiben und zu bewachen.
  • Der Neufundländer, ein Fischerhund, wurde zur Überwachung der Netze im Wasser ausgebildet.

Arbeitshunde sind in der Regel sehr gross (mit dem Deutschen Pinscher als kleinster Arbeitshund), aber manche Arten wie die Deutsche Dogge und der Bernhardiner sind wahre Riesen.

Wenn Sie an einer eher ungewöhnlichen Hunderasse Interesse haben, ist es sehr wichtig, sich zunächst nach deren Herkunft bzw. Entstehung zu erkundigen. So wird beispielsweise der Sibirische Husky zum Laufen und für den Lastenzug gezüchtet und benötigt deshalb eine sehr intensive Ausbildung an der Leine. Wachhundrassen brauchen viel Sozialisierung, um sicherzustellen, dass sie Personen als Freunde und nicht wie eine Bedrohung behandeln. Ein guter Züchter sollte Ihnen bestimmte Verhaltensmerkmale aufzeigen und Ihnen Ratschläge geben können, wie sich eventuelle Probleme vermeiden lassen.

Toy-Hunde

Nicht jede Reinrasse leitet sich von Arbeitshunden ab. Die Hunderassen der Kategorie Toy-Hunde waren überwiegend beste Freunde und Begleiter und wurden klein gezüchtet, so dass sie von eleganten Damen getragen werden konnten und leicht auf dem Schoss Platz fanden. Diese Hunde waren oft sehr kostspielig und wurden zum Symbol für die Königsfamilie und für Vermögen. In diesem Zusammenhang wuchs auch ihre Beliebtheit als Begleithunde und modische Accessoires.

Die Toy-Hunderassen wurden entwickelt, um schön auszusehen, sich gut anzufühlen und sich gegenüber ihren vernarrten Besitzern brav zu verhalten. Manche sind unwiderstehlich „streichelbar“, während andere bis weit ins Erwachsenenalter noch aussehen wie entzückende Welpen, was bei ihren Haltern den Beschützerinstinkt förderte.

Die Toy-Hunderassen benötigen nicht viel Auslauf, lieben aber die Gesellschaft des Menschen. Sie können sehr aufgebracht werden, wenn man sie über längere Zeit allein lässt. Das Fell dieser Hunde benötigt ebenfalls einige Pflege, so dass Sie, wenn Sie keine Zeit für eine entsprechende, umfangreiche Körperpflege haben sollten, eine andere, weniger aufwändige Hunderasse wie beispielsweise den Mops mit seinem kurzen Fell oder den Cavalier King Charles Spaniel erwägen sollten.

Mehrzweckhunde

Die Mehrzweckhunde stellen eine Kategorie verschiedener Hunderassen dar, die sich den anderen reinrassigen Gruppen nicht gut zuordnen lassen. Diese Kategorie reicht vom kleinen glamourösen Shih Tzu bis zum grosswüchsigen, athletischen Dalmatiner mit kurzem Fell und vom durchfrisierten Pudel bis zum felllosen Mexikanischen Nackthund. Zu den beliebtesten Mehrzweckhunden gehört unter anderem:

  • der Akita, ein grosser, kräftiger Jagd- und Wachhund aus Japan
  • der Boston Terrier, ein Hund für den Grubenkampf
  • die Bulldogge, ein hartnäckiger Bullenbeisser
  • der Dalmatiner, ursprünglich ein eleganter Begleithund für Pferdewagen
  • der Lhasa Apso, ein Wachhund aus den buddhistischen Klöstern Tibets
  • der Pudel, ein Apportierhund, der dazu eingesetzt wurde, um Wasservögel aufzuscheuchen und nach dem Abschuss aus dem Wasser zu holen
  • der Shar Pei, ein Jagd- und Wachhund
  • der Shih Tzu, ursprünglich aus Tibet, ein Symbol der chinesischen Kaiser während der Mandschu-Dynastie sowie ein professioneller Begleithund

Zur Ermittlung des richtigen Mehrzweckhundes für Ihren Lebensstil lassen Sie sich am besten von einem Züchter zu den Verhaltenscharakteristika und Bedürfnissen beraten.

Zu den Mehrzweckhunden lassen sich keine verallgemeinerten Aussagen treffen – in Sachen Auslaufbedarf, Körperpflege und Ausbildungsanforderungen unterscheiden sie sich erheblich voneinander. Der Dalmatiner ist ein geborener Läufer und braucht reichlich intensive Bewegungseinheiten, wogegen der Shih Tzu bereits mit einem lässigen Rundgang im Garten hochzufrieden ist. Der schlaue und aktive Pudel erzielt im Bereich Hundesport gute Leistungen, während Sie niemals eine Bulldogge zu Gesicht bekommen werden, die beim Fly Ball-Spielen herumhüpft!

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Welcher Hund passt zu mir?

Viele Entscheidungen

ie Wahl des für Sie und Ihren Lebensstil am besten geeigneten Hundes ist sowohl für Sie als auch für Ihren Hund von grosser Wichtigkeit. Entscheiden Sie sich für einen Welpen oder einen erwachsenen Hund? Soll es ein reinrassiger Hund oder ein Mischling sein? Es ist durchaus möglich, dass ein Hund für 10 oder mehr Jahre zu einem Bestandteil Ihres Lebens wird. Daher sollten Sie Ihre „Hausaufgaben“ machen und die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten abwägen.


Reinrassiger Hund oder Mischlingshund?


Allein in Deutschland gibt es über 200 anerkannte Hunderassen, daneben existieren unzählige Kreuzzüchtungen und Mischlingsarten. Die Züchtung von Hunderassen zu speziellen Zwecken hat zu einer grösseren Anzahl an Variationen als bei den meisten anderen Spezies geführt. Stellen Sie nur einmal die riesige Deutsche Dogge dem winzigen Chihuahua gegenüber.

 

Der Hauptvorteil sich zugunsten eines reinrassigen Hundes zu entscheiden, besteht in der Vorhersagbarkeit. Sie können sich ziemlich sicher sein, einen Hund zu erhalten, bei dem Ihnen im Voraus dessen Grösse, Länge und Textur des Fells, Charakter, Energieniveau und Anfälligkeit für Krankheiten bekannt sind.

 

In geringerem Umfang sind auch bei Kreuzzüchtungen (Elterntiere sind reinrassige Hunde verschiedener Rassen) Prognosen möglich, allerdings lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, welche Hunderasse dann dominiert. So könnte z. B. eine Kreuzzüchtung aus Border Collie und Labrador entweder gemässigt ausfallen oder geradezu vor Energie strotzen.

 

An der Abstammung von Mischlingsvarianten bzw. Mischlingen sind reinrassige Hunderassen gänzlich unbeteiligt. In manchen Fällen sind ansatzweise Merkmale der Elterntiere erkennbar, in anderen Fällen sind keinerlei Mutmassungen möglich. Manche Menschen sehen darin einen Vorteil, da sie sich einen Hund wünschen, der einmalig ist. Genetisch gemischte Hunderassen sind gesünder, da sie über einen grösseren genetischen Pool verfügen und weniger vererbbare Gesundheitsprobleme aufweisen.

Welpe oder erwachsener Hund?


 

Die meisten finden Welpen unwiderstehlich, aber trotzdem sind Welpen nicht für jeden die ideale Wahl. Vielleicht stellt die Aufnahme eines heimatlosen „Teenagers“ oder erwachsenen Hundes eine gute Alternative dar.

Bei Welpen geht einem das Herz auf und Sie können dafür Sorge tragen, dass Ihr Welpe in einem liebevollen und zärtlichen Zuhause aufgezogen wird. Ebenso können Sie bei der Ausbildung des Welpen dessen Aufmerksamkeit auf für Sie wichtige Aspekte lenken. In jungem Alter können Hunde jedoch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen: Beispielsweise mit häufigen Ausflügen nach draussen, bei denen Sie dem Hund Stubenreinheit anerziehen. Oder indem Sie ständig auf der Hut sein müssen, dass Ihre Lieblingsgegenstände nicht als Kauspielzeug enden.

Ein heimatloser erwachsener Hund kann ein aussergewöhnliches Haustier abgeben und bringt oft eine ordentliche Ausbildung und Sozialisierung mit. Dennoch ist es wichtig zu berücksichtigen, dass erwachsene Hunde oft auch „emotional vorbelastet“ sind und möglicherweise viel Zeit und Geduld vonnöten sind, bis die Tiere Ängstlichkeit, eine gewisse Aggressivität oder andere Schwierigkeiten ablegen.

 

Rüde oder Hündin?

Bei diesem Thema gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Manche sind überzeugt, dass Hündinnen leichter auszubilden und tendenziell liebevoller sind. Andere führen an, dass Hündinnen unabhängiger und distanzierter sind. Rüden wird mehr Aggressivität nachgesagt, jedoch kann sich ihr Charakter durch eine Kastrierung sehr stark verändern.

Nicht kastrierte bzw. sterilisierte Hunde können stets Probleme mit sich bringen. Die Rüden können, wenn die Hündinnen läufig sind, sich auf der Suche nach Partnern herumtreiben. Die Hündinnen könnten Scheinschwangerschaften haben und, wenn sie läufig sind, schwierig in der Handhabung sein. Die Sterilisation einer Hündin kostet weitaus mehr als die Kastration eines Rüden und nochmals mehr, wenn die Hündin bereits trächtig ist. Am besten wenden Sie sich mit der Frage, ob eher ein Rüde oder eine Hündin zu Ihnen und Ihrem Lebensstil passt, an Züchter oder an andere Fachleute wie Tierärzte, Verhaltensforscher oder Ausbilder.


 

Züchter oder lieber Einrichtungen, die Tieren ein neues Zuhause geben?


Wenn Ihr Herz für einen reinrassigen Hund oder für einen aus Kreuzzüchtung stammenden Welpen schlägt, wenden Sie sich am besten an einen seriösen +Züchter. Setzen Sie sich mit dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) LINK „www.vdh.de“ oder dem Mitarbeiter eines Zuchtvereins in Verbindung, denen eine Liste der verfügbaren Welpen vorliegt, oder wenden Sie sich an Züchter in Ihrer Nähe.

Die Aufnahme eines Hundes von einem Tierheim oder Tierschutzverein kann unglaublich bereichernd sein. Abertausende Hunde warten auf ihre zweite Chance als Haustier – Hunde, die bei ihrem ersten Halter oft völlig unverschuldet ein Zuhause verloren haben. Seriöse Heime bewerten die von ihnen aufgenommenen Hunde sorgfältig und sind bestrebt, den für Sie, Ihre Familie und Ihren Lebensstil vom Charakter her am besten geeigneten Hund auszuwählen.

Daher überrascht es nicht, dass es oft an Welpen mangelt, die ein neues Zuhause erhalten sollen. Vielleicht brauchen Sie einige Zeit, um mit mehreren Tierheimen in Kontakt zu treten, oder müssen vielleicht etwas längere Anfahrten in Kauf nehmen.

 

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Den passenden Welpen finden

Den perfekten Hundewelpen finden

Sollten Sie sich auf eine bestimmte Hunderasse festgelegt haben, ist es soweit, den für Sie perfekten Hundewelpen zu finden. Zuerst sollten Sie einen verantwortungsvollen Tierschutzverein oder Züchter finden.

Ermittlung eines Züchters


Wenn Sie einen Welpen von einem Halter oder Züchter erwerben möchten, fällt für beide Seiten ein Bewertungsprozess an. Sie möchten sich von den Referenzen der Verkäufer überzeugen, während diese sicherstellen möchten, dass Sie dem Welpen ein gutes Zuhause bieten. Dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) oder dem Mitarbeiter eines Zuchtvereins liegt vielleicht eine Übersicht über den erhältlichen Welpennachwuchs vor oder es können Ihnen angesehene Züchter in Ihrer Gegend vermittelt werden. Sie können aber auch eine Hundeausstellung besuchen, um dort mit Züchtern und Haltern in Kontakt zu kommen und nähere Informationen zu erhalten.

Welche Fragen Sie dem Züchter stellen sollten

  • Fragen Sie den Züchter nach seinem Interesse an der jeweiligen Hunderasse. Züchtet er die Haustiere einfach nur so oder für Ausstellungen, Agility, Obedience oder andere Ausbildungen?
  • Konzentriert sich der Züchter auf eine einzelne Rasse? Verschaffen Sie sich einen Eindruck, ob Ihr potenzieller Welpe mit der gebührenden Aufmerksamkeit und ordnungsgemäss auf sein Leben als Haustier vorbereitet wird.
  • Wie viele Würfe erzielt der Züchter pro Jahr? Ein verantwortungsvoller Züchter wird dafür sorgen, dass eine Hündin im Jahr nur einmal wirft. 
  • Wo erfolgt die Aufzucht des Welpennachwuchses? Welpen, die in einem lebhaften Haushalt zusammen mit Kindern, Katzen anderen Hunden und vielen Besuchern aufwachsen und herumtollen können, sind besser sozialisiert als solche, die in einem eher ruhigen Haushalt oder in Zwingern gehalten werden.
  • Welchen Extraservice bietet der Züchter? Ein verantwortungsvoller Züchter ist bereit, Ihnen ein Hundeleben lang Ratschläge zu geben, und akzeptiert auch, dass ihm der Hund in jedem Alter zurückgegeben wird, wenn Sie sich nicht länger um ihn kümmern können sollten.
  • Sind die Hunde auf ihren Gesundheitszustand oder auf irgendwelche für diese Hunderasse typischen genetischen Probleme getestet worden?

Seien Sie nicht überrascht oder gekränkt, wenn der Züchter Ihnen ebenso viele Fragen stellt wie Sie ihm. Dies ist ein sehr gutes Zeichen und weist auf das reale Interesse des Züchters hin, seine Welpen an ein möglichst geeignetes Zuhause zu vermitteln.

Begutachtung der Elterntiere


Wenn Sie und der Züchter zufrieden sind, ist es an der Zeit, sich den Welpen konkret anzuschauen. Suchen Sie bevorzugt nach einem freundlich und vertrauenswürdig erscheinenden Züchter mit freundlichen, gesund aussehenden und wohlerzogenen Hunden. Die Hunde sollten mit Respekt behandelt werden, der Züchter mit allen seinen Tieren entspannt und freundlich umgehen.

Sie sollten die Mutter des Welpen begutachten – es sollte Sie sehr stutzig machen, wenn Ihnen verwehrt werden sollte, sich das Muttertier oder den Bereich anzuschauen, in dem die Tiere gezüchtet bzw. gehalten werden. Nach der Geburt ist das Fell und die allgemeine Verfassung der Mutter vielleicht nicht in Bestform. Es ist normal, dass die Mutter Personen, die ihren Nachwuchs begutachten, mit Vorsicht gegenüber tritt, jedoch sollte sie keine Ängstlichkeit oder Aggression zeigen.

Wahrscheinlich ist das Vatertier bei Ihrem Besuch nicht da. Die meisten Züchter verwenden einen Deckrüden, der für ihre Hündin optimal geeignet ist. Erkundigen Sie sich nach dem Temperament, der Gesundheit und der Rasse des Vaters. Sein Stammbaum sollte etwa 5 Generationen zurückreichen. Am besten bitten Sie, sich ein Foto zeigen zu lassen, mit dem sich einschätzen lässt, ob es sich beim Vatertier um ein körperlich gutes Exemplar der entsprechenden Hunderasse handelt.

Wahl Ihres Hundewelpen


Gewöhnlich sehen Sie Ihren Welpen im Alter von etwa sechs Wochen zum ersten Mal. Nach Möglichkeit sollten Sie den Welpen jedoch im Alter von 3-4 Wochen besuchen. In diesem Alter sollten Welpen zunehmend verspielt sein und aus sich herausgehen, ständig etwas ausfressen und sich für ihre Umgebung interessieren.

Meiden Sie Welpen, die ängstlich, zurückhaltend oder übermässig erregbar sind, da diese wahrscheinlich einen höheren Ausbildungs- und Sozialisierungsbedarf mitbringen. Die Welpen sollten plump, aber nicht dick sein und keine Knoten aufweisen. Welpen mit Kugelbauch sollten gemieden werden, da dies auf Wurmbefall hindeuten könnte. Prüfen Sie die Welpen auch auf Nabelbruch (Schwellung des Bauchnabels). 

Achten Sie darauf, dass Augen, Ohren, Nase, Hinterteil und Fell sauber sind. Die Augen sollten klar und glänzend, die Ohren nicht schmutzig oder rot sein und nicht riechen oder jucken, das Fell keine Kahl- oder rötlichen Stellen aufweisen.

Setzen Sie den Welpen auf den Boden und klatschen Sie in die Hände oder stossen Sie einen hellen Laut aus. Reagiert der Welpe darauf? Taubheit ist bei manchen Hunderassen (beispielsweise Dalmatiner) und insbesondere bei weissen Hunden ein grosses Problem. Deshalb ist eher anzuraten, keinen Welpen zu nehmen, der auf deutliche, plötzliche Geräusche keine Reaktion zeigt.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an


Die mit der Mutter und ihren Geschwistern verbrachte Zeit ist für die Welpen extrem wichtig. Dadurch lernen sie sich zu verständigen und was zu tun und was zu unterlassen ist. Im Allgemeinen sollten Sie Ihren Welpen mit sieben oder acht Wochen aufnehmen (bei bestimmten Hunderassen etwas später). Sollten Sie jedoch den Welpen erst mit 12 Wochen aufnehmen können, sollten Sie sich im Idealfall für einen Welpen aus einem belebten Haushalt entscheiden. Vergessen Sie nicht, dass manche Versicherungspolicen keine Hunde abdecken, die von den Züchtern in einem jüngeren Alter als acht Wochen abgegeben werden.

Einem Hundewelpen ein neues Zuhause geben

Landesweit finden Sie in Tierheimen und Tierschutzvereinen zahlreiche Welpen in allen möglichen Variationen. Eine gute Einrichtung verfügt über saubere, angenehme Zellen mit einem warmen, abgesicherten Schlafbereich sowie Spielzeug und bietet ausreichend Bewegung.

Sie werden auf freundliche, fürsorgliche und sachkundige Mitarbeiter treffen, die Ihnen viele Fragen zu Ihrer Person und Ihrem Lebensstil stellen werden, um den für Sie am besten passenden Hund zu ermitteln. Die meisten angesehenen Einrichtungen nehmen auch einen Hausbesuch vor, um sich zu vergewissern, dass Ihr Zuhause und die Lage Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung sicher sind. Zudem lassen die meisten Einrichtungen die Hunde vor der Abgabe erst kastrieren bzw. sterilisieren oder lassen Sie unbedingt eine Vereinbarung unterzeichnen, mit der Sie sich zur Veranlassung dieses Eingriffs verpflichten.

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Die Geschichte des Hundes

Die Geschichte des Hundes im Überblick

 

Keine andere Tierart weist eine solche Mannigfaltigkeit auf. Heutzutage stehen über 400 Hundezuchtrassen in jeder Form und Grösse zur Auswahl, die Kreuzzüchtungen nicht mitgerechnet. Trotz dieser Artenvielfalt gehören alle Haushunde zur selben Familie, dem Canis familiaris, der nachweislich auf Grundlage von DNA-Analysen als Vorfahre des Wolfs (Canis lupus) ermittelt wurde.

 

Die Anpassungsfähigkeit des Wolfs an verschiedene Umgebungen sowie seine Fähigkeit zur sozialen Zusammenarbeit machten ihn in seiner freien Wildbahn erfolgreich. Aus denselben Gründen war er aber auch auf die Anpassung an ein domestiziertes Leben gut vorbereitet. Es war sogar der gezähmte Wolf, der sich am erfolgreichsten herausstellte. Heute gibt es weltweit über 400 Millionen Hunde, während die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Wölfe bei etwa 40.000 liegt.

 

Es liegt schon sehr lange Zeit zurück, dass die Vorfahren Ihres Cocker Spaniels durch die Wälder streiften. Auch wenn es nicht so offensichtlich ist, weist Ihr Hund weiterhin viele Verhaltensmerkmale eines jungen Wolfs auf wie beispielsweise die Verspieltheit, den Erkundungsdrang sowie die Bereitschaft, sich einem Elternteil oder einer Führungsperson zu unterwerfen. Die Fähigkeit des Wolfs, seine soziale Organisation vom Einzelgänger zum Leben als Paar oder in grossen Rudeln anzupassen, aber auch seine hervorragende Kommunikationsfähigkeit und sein Bedürfnis zur Entwicklung stabiler gemeinschaftlicher Beziehungen wurden auch Ihrem Hund mitgegeben.
 
Von seinem Verhalten her ist der Hund eine Art niemals erwachsen gewordener Wolf - in Menschenjahre umgerechnet entspricht dies einem Kind, dessen Entwicklung in einem Alter von 11 Jahren stehen geblieben ist. Jede Hunderasse verfügt über ein besonderes Talent im Bereich Laufen, Schutz bzw. Bewachung, Herdentrieb oder Ähnliches.

 

Hunde stehen seit nunmehr 12.000 Jahren mit dem Menschen in einer speziellen Beziehung. Wir schlossen miteinander Freundschaft, als Wölfe auf Nahrungssuche um unsere steinzeitlichen Lager kreisten. Unsere eigenen Vorfahren merkten schnell, dass „Hunde“ ihnen bei der Verfolgung und Jagd nach Tieren nützlich sein können.

 

Der Erfolg gehörte jenen Wölfen, die dem Menschen gegenüber die grösste Toleranz zeigten. Sobald der Mensch an einem Ort sesshaft wurde und ein Dorf mit dauerhafter Bevölkerung entstand, machte man die Erfahrung, dass sich junge Wölfe sozialisieren und für nützliche Zwecke einsetzen liessen. So begann der Mensch damit, diese Tiere nach ihrer Wohlgesonnenheit zu selektieren und anschliessend auf körperliche Eigenschaften und Verhaltenseigenschaften zu züchten.

 

Wir züchteten unseren „Wolf“ speziell zur Verbesserung eines nützlichen Verhaltens. Der Wolf stellt weiterhin den insgesamt besten Alleskönner dar. Dennoch sind nun einige Hunderassen entstanden, die in manchen Bereichen ihre Vorgänger deutlich übertreffen. Der Bloodhound kann einer Witterung besser nachspüren, der Deutsche Schäferhund bietet mehr Schutz, der Greyhound ist schneller, Terrier sind hartnäckiger und der Cavalier King Charles Spaniel findet auf Ihrem Schoss deutlich besser Platz, als es der Grauwolf jemals könnte!

 

Bis zum Jahr 7.000 v. Chr. war die gezielte Züchtung von Hunden weit verbreitet. Die erste anerkannte „Hunderasse“ erinnerte wahrscheinlich an einen schnellen, schlaksigen Greyhound und wurde wegen ihrer hohen Geschwindigkeit beim Jagen gezüchtet. Mit der Zeit brachte der Mensch durch Züchtung Hunderassen mit spezifischeren Eigenschaften wie beispielsweise Sicht- und Schweisshunde hervor. Entsprechend veränderten sich auch Form und Grösse der Hunde: Sie wiesen einen kürzeren Fang, kürzere Beine und ein hochentwickeltes Hör- und Sehvermögen auf. Die Zuchtaktivitäten wurden derart intensiv vorangetrieben, dass zur Zeit des Römischen Reiches die meisten der heute vorhandenen allgemeinen Hunderassen bereits erkennbar waren.

 

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Der beste Freund des Menschen

Der beste Freund des Menschen

Es ist kein Wunder, dass der Hund als bester Freund des Menschen gilt. Seine Treue, Intelligenz, Hingabe und Leidenschaft entlohnen uns mehr als genug. Es gibt einfach nichts Schöneres als ein langer gemeinsamer Spaziergang an einem frischen Frühlingsmorgen und die Freude seines Hundes zu sehen, wenn Sie mit ihm im örtlichen Park spielen gehen, oder einfach zuhause in Gesellschaft des anderen zu entspannen. Hinzu kommt natürlich, dass Ihnen Ihr Hund ein Vielfaches der Liebe zurückgibt, die Sie ihm schenken.

Neueren Forschungsergebnissen zufolge sind Menschen mit Haustieren gewöhnlich gesünder und glücklicher als solche, die keine Haustiere halten – wobei Hundehalter besonders im Vorteil sind. Warum stellen Hunde nun so ideale Haustiere dar?

  • Regelmässiges Spazierengehen mit dem Hund verbessert die Fitness.
  • Spazierengehen mit dem Hund verstärkt die soziale Interaktion – viele Menschen schliessen Freundschaft mit Hundehaltern, die man vom Sehen her kennt oder regelmässig sieht und trifft.
  • Spaziergänge helfen den Stress und die Belastungen des Alltags zu vergessen und sorgen für eine wichtige Pause, in der Sie sich all dieser Dinge entziehen und etwas Zeit mit einem treuen Gefährten verbringen können.
  • Dank der bedingungslosen Liebe, die sie uns schenken, geben uns Hunde ein emotionales Wohlgefühl.
  • Hundehalter haben allgemein ein stärkeres Immunsystem, das bei der Abwehr von Krankheiten besser hilft.
  • Ein Hund in Haus oder Wohnung hilft Menschen, ein persönliches Trauma wie beispielsweise den Verlust eines Verwandten oder Freundes zu bewältigen.
  • Hundehalter haben allgemein einen niedrigeren Blutdruck als Personen, die zu Hause keine Hunde haben.
  • Hundehalter erholen sich nach einer Krankheit oft schneller und haben nach einem Herzschlag eine höhere Überlebenschance.
  • Kinder, die Hunde haben, haben in der Schule weniger krankheitsbedingte Fehltage.

Ganz abgesehen von diesen aufgezeigten Vorteilen, haben Sie viel Freude mit Hunden! Hunde können uns besonders nach einem schrecklich verlaufenen Tag zum Lachen bringen und sind jederzeit bereit für eine wohltuende Umarmung, falls diese nötig ist. Nichts heitert uns mehr auf als der Anblick unserer Hunde, wenn sie mit heftig wackelnder Rute erwartungsvoll die Leine im Fang halten und mit aufgeregten Augen auf den ersten Spaziergang des Tages warten.

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