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Hunde & Kinder

Hunde und Kinder

 Wenn Ihre Familie einen Hund hält, kann das extrem hilfreich sein, um jungen Kindern bereits früh im Leben ein Verantwortungsgefühl zu vermitteln. Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, sind als Erwachsene nachweislich geselliger, sowohl im Umgang mit Menschen als auch mit Tieren. Zudem haben diese Kinder oft ein besseres Kommunikationsvermögen und sind tendenziell deutlich weniger anfällig für Tierhaar-Allergien. Oft möchten diese Kinder geradezu übereifrig mit einem Haustier eine Bindung eingehen. Deshalb sind insbesondere in jungem Alter das Vermitteln gewisser Kenntnisse sowie eine Beaufsichtigung durch Erwachsene nötig. 

Neue Babys

Was neugeborene Babys betrifft, hängt die Art, wie der jeweilige Hund auf das Baby reagiert, von der Genetik, Persönlichkeit und Erfahrung des Hundes ab.

Um alle Eventualitäten möglichst einzudämmen, sollten Sie sicherstellen, dass die Schlafstätte, Fress- und Wassernäpfe, Spielsachen, usw. an einem ungestörten Ort platziert sind, an dem der Hund seine Ruhe hat. Diese Objekte können gegebenenfalls umplatziert werden (etwa wenn das „Hundezimmer“ zu einem Kinderzimmer umfunktioniert wurde).

Sobald das Baby das Kleinkindalter erreicht, sollte Ihr Hund in einem sicheren Bereich fressen, ruhen und schlafen können, der mit einem Babygitter abgesperrt werden kann. Ein Innenzwinger oder eine Kiste bietet dem Hund einen perfekten Unterschlupf, sollte aber in ausreichender Zeit, vor der Ankunft des Babys installiert werden, damit sich Ihr Haustier daran gewöhnen kann. Zu wissen, dass der Hund sich gerade in seinem Unterschlupf befindet, ist für Sie beruhigend – Ihr Kind kann ungefährdet herumlaufen, während der Hund sich über einen sicheren Unterschlupf freut.

Kommt in der Familie ein Baby hinzu, kann sich dies auf das altbekannte Geruchsprofil des Territoriums Ihres Hundes auswirken und die Stimmungen durcheinander bringen. Manche Hunde können einschnappen, andere sich aufregen und wiederum andere Hunde verstärkt um die Aufmerksamkeit der älteren Familienmitglieder buhlen. Bei Ihrem Tierarzt sind auf Ihren Hund entspannend wirkende Pheromonpräparate erhältlich, mit denen sich, ehe die Familie um das Baby bereichert wird, neue Gegenstände behandeln lassen.

Schmackhafte Leckerbissen und mehr Aufmerksamkeit von Ihrer Seite her tragen ebenfalls wirksam dazu bei, dass die Anwesenheit des Babys mit etwas Positivem in Zusammenhang gebracht wird. Wenn sich Hunde durch ein neues Baby besorgt zeigen, sollte man sie nicht streicheln oder trösten, weil dies lediglich ihre Furcht verstärkt. Warten Sie stattdessen ab, dass sich das Tier beruhigt oder zu spielen beginnt, und geben sie dem Hund in einem anderen Raum Streicheleinheiten. Allerdings übernehmen die meisten Hunde von sich aus eine Erzieherrolle, wenn im Haushalt ein neues Baby hinzukommt, und entwickeln sich zu nützlichen Helfern sowie Spielgefährten für das heranwachsende Kind. Versuchen Sie zu vermeiden, dass der Kinderhochstuhl zur Nahrungsquelle wird, in dessen Nähe Ihr Hund darauf wartet, dass etwas Fressbares herunterfällt. 

Ältere Kinder

Die meisten Hunde haben gerne Babys um sich herum, da dies auch für mehr Besucher und somit mehr Aufmerksamkeit sorgt! Diese Annehmlichkeit beginnt aber wieder nachzulassen, sobald die Kinder sich eigenständig fortbewegen können – ein krabbelndes Kind oder eines, das gerade zu laufen gelernt hat, kann den Hund urplötzlich überraschen und Kindergeschrei kann eine beängstigende Wirkung haben.

 

Zu dieser Zeit wird es noch wichtiger, für den Hund Bereiche zu schaffen, in die er sich zurückziehen kann. Hunde mögen es nicht, wenn ihre Halter ihnen ständig nachsetzen oder andere Personen zu ihnen nett sein wollen. Wenn ein Kind, das gerade zu gehen gelernt hat, plötzlich und unkoordiniert einem Hund nachsetzt oder ihn dauernd verfolgt, kann dies auf Hunde sehr beunruhigend wirken. Eltern sollten die Vorgänge zwischen ihren Kindern und den Hunden stets beobachten, bis sie sich sicher sein können, dass die Kinder alt und reif genug sind, um sich dem Hund ruhig zu nähern, ihn vorsichtig anzufassen und seine Körpersprache zu deuten. Nur so können Kinder erkennen, wann Zuneigungsgesten vom Hund erwünscht oder unerwünscht sind. Jungen Kindern sollte niemals der Versuch gestattet werden, einen Hund anzufassen, als Pony zu benutzen oder auf den Arm zu nehmen, bis sie auch kräftig genug sind, das Tier ordnungsgemäss zu halten.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Kinder, Hunde kennen zu lernen sowie die Launen und Bedürfnisse eines anderen Lebewesens respektieren zu lernen. Beispielsweise durch „handfreies“ Spielen, bei dem Bälle und Spielsachen geworfen werden, denen der Hund nachjagt, oder indem die Kinder ruhig neben dem Hund sitzen oder diesen vielleicht streicheln und liebkosen, solange ihm dies recht ist. Gestalten Sie diese Erfahrung für den Hund wie für das Kind durch Bestätigung möglichst erfreulich, d.h. loben Sie den Hund oder geben Sie ihm einen Leckerbissen und loben Sie ebenfalls das Kind. Dies kann dazu beitragen, langsam die richtige Art des Miteinander-Auskommens und die Bindung zueinander aufzubauen.

 

Daneben sollte etwas älteren Kindern vermittelt werden, wie sie bei der Ausbildung des Hundes mithelfen können und für ihn auch etwas Verantwortung übernehmen, indem sie zu geeigneter Zeit mit dem Hund spazieren gehen oder Bewegungseinheiten gestalten. Sie sollten jedoch immer das Kräfteverhältnis im Auge behalten und Kinder nicht alleine losziehen lassen, bis diese mehr Kraft haben als der Hund (auch in Ausnahmesituationen) und verstehen, welch grosse Verantwortung sie übernehmen! 

Ein paar Ratschläge

  • Bringen Sie kleinen Kindern bei, den Hund nicht zu verfolgen.
  • Zeigen Sie den Kindern, wie man Ihr Haustier zart streichelt und bilden Sie den Hund dazu aus, den Anweisungen der Kinder gegen eine Belohnung Folge zu leisten.
  • Vermitteln Sie Kindern, an welchen Stellen der Hund am besten gestreichelt wird – am oberen Bereich des Kopfes sowie entlang dem Rücken.
  • Der Hund sollte niemals am Schwanz gezogen werden.
  • Wenn er frisst, sich erleichtert oder schläft, sollte der Hund stets in Ruhe gelassen werden.
  • Nach dem Streicheln des Hundes sollten sich Kinder stets die Hände waschen.
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Das Treffen mit der Familie

Zusammenführung Ihres Welpen mit der Familie

Die erfolgreiche Eingewöhnung eines neuen Hundes in die Familie hängt stark davon ab, eine sichere und kontrollierte Umgebung zu schaffen. Denken Sie stets daran, Ihren neuen Hund zu belohnen – aber auch Ihre bisherigen Haustiere zu bestätigen und mit ausgiebigem Lob zu belohnen. 

Gewöhnung eines Hundes an Kinder

Natürlich wird der Neuankömmling bei Ihren Kindern für viel Aufregung sorgen. Dennoch sollten Sie den Kindern vermitteln, dass die Freundschaft mit ihrem neuen Haustier langsam geschlossen werden muss. In den ersten Tagen sollten die Kinder Abstand wahren und nach Möglichkeit vermeiden, dem Welpen mit plötzlichen Geräuschen oder Bewegungen Angst zu machen. Dies gilt auch für erwachsene Hunde. Es ist zweckmässig, einen erwachsenen Hund in einem einzelnen Raum zu belassen, damit er sich allmählich an die neue Situation gewöhnt, indem er sein Zuhause Raum für Raum entdeckt. Einem neu aufgenommenen Hund sollten Kinder nicht den Kopf tätscheln – ist der Hund nicht gut ausgebildet, kann er diese Handlung als aggressiv auffassen und vielleicht zubeissen. 

Gewöhnung eines Welpen an einen erwachsenen Hund

Wenn Sie einen Welpen an einen älteren, gut in ihrem Haushalt eingelebten Hund gewöhnen, gehen Sie hierbei langsam vor und gestatten es dem älteren Hund vielleicht, den Welpen zu untersuchen, während dieser schläft. In der Regel wird der Welpe vom älteren Hund nach einer Weile akzeptiert. Stellen Sie sicher, dass Sie dem älteren Hund weiterhin ausreichend Aufmerksamkeit schenken und niemals den Eindruck entstehen lassen, einen der Hunde zu bevorzugen – schliesslich möchten Sie es doch allen Ihren Haustieren recht machen. 

Gewöhnung eines erwachsenen Hundes an einen anderen erwachsenen Hund

 Wenn es um die Eingewöhnung eines aufgenommenen Hundes geht, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Hunde gleich Freundschaft schliessen. Lassen Sie die Hunde sich allmählich gegenseitig kennen lernen. Gestatten Sie auch, dass sich die Hunde gegenseitig inspizieren, wobei dies unter Ihrer Aufsicht und angeleint erfolgt. Kommt es zu einem Kampf, trennen Sie die Hunde sofort und warten, bis sich die Hunde wieder beruhigt haben. Denken Sie stets daran, den bereits vorhandenen Hunden ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken, damit diese den neuen Hund nicht als Bedrohung betrachten. Bei nicht kastrierten bzw. sterilisierten Hunden (insbesondere bei den Hündinnen) ist die Tendenz zum Kämpfen stärker. 

Gewöhnung eines Welpen oder eines erwachsenen Hundes an eine Katze

 

Oft dauert es etwas länger, bis sich zwischen Hund und Katze eine soziale Harmonie einstellt. Normalerweise reagieren Katzen auf Hunde, indem sie fauchen oder mit den Pfoten ausschlagen und sich durch Weglaufen oder Verstecken in Sicherheit bringen. Lassen Sie zu, dass sich Ihre Katze versteckt. Sie können sogar dafür sorgen, dass sich die Tiere bei der Eingewöhnung aneinander in einem Raum mit Regalen oder hohen Stühlen befinden, auf welche die Tiere springen können, um einander auszuweichen.

Lassen Sie Ihre Haustiere in den ersten Monaten nie unbeaufsichtigt. In der Umgebung von Hunden müssen Katzen Zuversicht erlangen und möchten nicht herumgejagt werden – leinen Sie neu hinzugekommene Hunde und insbesondere Welpen an, bis sich die Tiere angefreundet haben. Sagen Sie Ihrem Hund entschieden „NEIN“, wenn er ein sehr unfreundliches Verhalten zeigt. Wenn Sie Ihre Katze in Gegenwart des neuen Hundes füttern, hilft dies der Katze ebenfalls, sich zu entspannen.

Es sollte Sie nicht überraschen oder beunruhigen, wenn Ihre Katze den Hundewelpen gelegentlich anfaucht oder sogar auch einmal nach ihm ausschlägt. Die Tatsache, dass Ihre Katze in dieser Situation bereit ist, im selben Raum zu bleiben, ist schon ein gutes Zeichen. Erwachsene Katzen betrachten den neuen Hund manchmal als eine Bedrohung ihrer Führungsposition und können somit möglicherweise durch Urinieren ihr Territorium markieren. Dieses Verhalten ist für eine unter Stress stehende Katze normal. Um der Katze die Beibehaltung des erworbenen Territorialgefühls zu ermöglichen, sollten Sie Ihrem Hund nicht erlauben, sich im Haus bzw. in der Wohnung völlig frei zu bewegen. Sorgen Sie zudem dafür, dass sich die Katze in einen für den Hund nicht zugänglichen Bereich mit Futter, Wasser und einem Katzenklo zurückziehen kann. Machen Sie sich auch dann keine Sorgen, wenn die Tiere niemals miteinander klarkommen sollten. Katzen sind von Natur aus unabhängig und können auch damit auskommen, keinen Hund zum Freund zu haben. 

Gewöhnung eines neuen Welpen oder Hundes an ein Kätzchen

In der Regel mögen Kätzchen Hunde, während Hunde Kätzchen nicht als Bedrohung auffassen. Beginnen Sie mit der Eingewöhnung der Tiere unter strenger Aufsicht, wobei beide Tiere im Idealfall anzuleinen sind. Behalten Sie diese Vorgehensweise bei, bis sich die Haustiere besser miteinander vertragen. Sollte der neue Hund sich in irgendeiner Weise unfreundlich verhalten, sagen Sie entschlossen „NEIN“, um dem Hund unmissverständlich zu zeigen, dass Sie ein solches Verhalten nicht billigen.

Junge Tiere, die gemeinsam gelobt werden, entwickeln sich höchstwahrscheinlich nicht zu Feinden – was auch für Katzen- und Hundewelpen gilt. Lassen Sie wie auch im Falle älterer Katzen einen neuen Hund und ein Kätzchen nie allein, ehe sich nicht gute gegenseitige Beziehungen eingestellt haben. Ein Hundebiss kann nämlich tödlich enden.

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Zeit zum Spielen

Zeit zum Spielen

 Hunde lieben es zu spielen und Spieleinheiten können für Sie sehr gewinnbringend sein, da sie eine echte Möglichkeit zur Festigung der Beziehungen zwischen Ihnen und Ihrem Haustier und gleichzeitig eine gesunde Form der Bewegung darstellen. Spieleinheiten können bei der Erziehung eines Hundes eine grosse Rolle spielen, aber auch dem Tier ermöglichen, seine grundlegenden Instinkte als Hund zu befriedigen. Beschränken Sie Ihre Vorstellungen von Spieleinheiten jedoch nicht auf einen routinemässigen Spaziergang bei Sprühregen zum örtlichen Park mit etwas Bewegung und Apportierspielen! Nachfolgend ein paar Anregungen, wie sich die Spieleinheiten für alle Beteiligten interessant und lustig gestalten lassen. 

Verstecken spielen

 Jemand, den Sie zuvor darum gebeten haben, das Lieblingsspielzeug des Hundes oder einen Leckerbissen mitzunehmen, versteckt sich. Anfangs können Sie das Spiel einfach gestalten, so dass sich die Person für Ihren Hund sichtbar versteckt. Fordern Sie Ihren Hund auf, die Person zu suchen, die dem Hund dann zur Belohnung sein Spielzeug oder einen Leckerbissen gibt. Erhöhen Sie nach einer Weile den Schwierigkeitsgrad. Lenken Sie Ihren Hund ab, während sich die andere Person versteckt und hierbei verschiedene Orte auswählt oder zwischendurch sogar das Versteck wechselt. 

Leckerbissen suchen

 Geben Sie Ihrem Hund das Kommando „Bleib“ und zeigen Sie ihm einen Leckerbissen oder Hundekuchen, den Sie dann, was Ihr Hund mitverfolgen kann, unter ein Kissen oder hinter einen Stuhl legen. Kehren Sie zu Ihrem Hund zurück und geben Sie ihm die Anweisung „Such!“. Nach einiger Übung können Sie vortäuschen, das jeweilige Objekt an verschiedenen Stellen im Zimmer zu verstecken. Gestalten Sie das Spiel noch schwieriger, indem Sie verschiedene Räume einbinden und den Hund erst in den Raum lassen, nachdem Sie den Leckerbissen versteckt haben. 

Fährtenlesen

 Fährtenlesen sorgt für viel Spass, erfordert aber etwas Übung. Am besten geeignet sind hierfür Böden wie Gras oder Acker. Zunächst nehmen Sie Ihren Hund an eine lange oder einziehbare Leine mit festem Halsband. Verwenden Sie keine Würgekette. Bringen Sie (bzw. ein Freund) Ihren Hund dazu zu warten. Nun entfernen Sie sich rückwärts etwa 20 m, während Sie Ihrem Hund ein Spielzeug oder einen Leckerbissen zeigen. Schleifen Sie beim Gehen mit den Füssen über den Boden.  Hierbei werden durch das Aufreiben der Bodenstruktur ganz neue Düfte freigesetzt. Diese in Verbindung mit Ihrem eigenen Duft sind für den Hund sehr interessant. Zeigen Sie dem Hund ein Spielzeug oder verteilen Sie Leckerbissen auf der Spur. Hinterlegen Sie am Ende Ihrer Duftspur die Belohnung und kehren Sie über denselben Weg zurück. Mit dem Kommando „Such!“ fordern Sie Ihren Hund auf, entlang Ihrer Spur am Boden zu schnüffeln, bis er die Belohnung entdeckt hat. Schon bald können Sie die Fährten länger gestalten und die Spur in unterschiedliche Richtungen und in verschiedenen Mustern anlegen. Diese Art des Spiels kann auch professionell als Sport betrieben werden. Wenn Ihr Liebling also eine kleine Spürnase ist, sollten Sie überlegen dies öfters und intensiver zu machen. 

Schatzsuche

Probieren Sie diese Form der Spieleinheiten aus, sobald Sie Ihrem Hund das Fährtenlesen beigebracht haben. Wenn Sie mit dem Hund draussen sind, lassen Sie für Ihren Hund nicht erkennbar ein Spielzeug fallen, gehen aber zunächst ein paar Meter weiter. Dann halten Sie an, sagen „schau zurück“ und fordern Ihren Hund auf, Ihren Weg zurückzuverfolgen (die meisten Hunde können den Geruch nach verfolgen, auch wenn sie nicht gesehen haben, in welche Richtung Sie gegangen sind), bis er das Spielzeug gefunden hat. Anfangs können Sie Ihrem Hund mit einer langen Leine helfen, auf der richtigen Fährte zu bleiben. Nach einer Weile bauen Sie die Entfernung aus und machen es dem Hund etwas schwerer, das Objekt zu entdecken. Lassen Sie das Objekt nicht auf Ihrer Spur fallen, da der Hund in diesem Fall Ihren Geruch zum Aufspüren des Objekts nicht nutzen kann. 

Apportieren

Sie können Ihrem Hund beibringen, etwas zu holen, während Sie weiterhin vor dem Fernsehgerät sitzen bleiben! Bieten Sie Ihrem Hund ein Spielzeug an. Während der Hund es in das Maul nimmt oder daran schnüffelt, sagen Sie „Bring!“ und belohnen ihn mit Lob oder mit einem Leckerbissen.

Sobald Ihr Hund lernt, das Spielzeug immer dann mit seiner Nase zu berühren, wenn Sie es ihm anbieten und „Bring!“ sagen, bieten Sie ihm das Spielzeug erneut an, diesmal jedoch ohne Belohnung. Dies wird Ihren Hund verwirren – geben Sie das Kommando also gleich erneut und Ihr Hund wird Ihnen noch eifriger zeigen wollen, wie schlau er ist.

Vielleicht wird Ihr Hund das Spielzeug mit seiner Nase umstossen oder es sogar an sich nehmen – von diesem Moment an, wird das dann die einzige Handlung sein, für die er belohnt wird. Wenn Sie wie beschrieben langsam und schrittweise vorgehen, können Sie Ihrem Hund beibringen, auf Kommando am Spielzeug zu schnüffeln, es mit der Nase zu berühren oder es an sich zu nehmen.

Sobald Sie mit Ihrem Hund bis zu diesem Schritt gekommen sind, lassen Sie das Spielzeug fallen und sagen „Bring!“. Wenn sich Ihr Hund daran macht, es aufzuheben, können Sie damit beginnen, es jedes Mal etwas weiter zu werfen. Belohnen Sie Ihren Hund nur, wenn er das Spielzeug zurückbringt.

Natürlich müssen Sie die Spieleinheiten mit Ihrem Hund nicht nur im Wohnzimmer verbringen. Probieren Sie das Spiel bei einem Spaziergang oder im Garten aus, sobald Ihr Hund das Prinzip gelernt hat. Seien Sie aber auf der Hut: Ein „Bring!“-Apportierspiel kann sehr schnell zu einem „Fang-mich-doch“-Spiel oder zu einem Tauziehen werden – und in diesen Spielen hat Ihr Hund ganz klar die Nase vorn!

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Sportarten, die Ihr Hund lieben wird Artikel öffnen ]»
Sportarten, die Ihr Hund lieben wird

Sportarten, die Ihr Hund lieben wird!

 

Können Sie Ihrem Hund keine neuen Tricks beibringen? Vielleicht doch! Jedenfalls können Sie Hunden beibringen, wie man diverse neue und aufregende Sportarten spielt, die sowohl Ihnen als auch Ihrem Hund viel Spass machen. In manchen Fällen benötigen Sie hierfür spezielles Zubehör oder eine bestimmte Umgebung. Wenn Sie jedoch geschickt und kreativ sind, können Sie das entsprechende Training auch zuhause vornehmen. Bei diesen Sportarten geht es nicht immer um Wettbewerb und Leistung. Es gibt andere tolle Sportarten, die nie im Rahmen organisierter Veranstaltungen ausgetragen werden. Dennoch verstehen viele Hunde, dass hierbei ein Wettbewerb stattfindet und haben sehr viel Spass dabei – besonders wenn sie gewinnen!

Nachfolgend werden einige der bekanntesten Hundesportarten vorgestellt.

Agility

Agility (Geschicklichkeit) ist die bekannteste moderne Sportart für Hunde. Diese Disziplin wurde erstmals auf der Ausstellung „Crufts“ 1977 in Form eines kleinen Hunde-Hürdenrennens ausgetragen. Den Hunden hatte es offenbar gefallen und diese Sportart wurde ein Riesenerfolg.

Agility für Hunde ist ein Sport, bei dem ein von seinem Halter geführter Hund einen Hindernisparcours zurücklegt. Die Hunde starten nicht angeleint, so dass dem Halter als Kontrollmöglichkeit lediglich seine Stimme und Körpersprache zur Verfügung steht und vom Tier eine ausserordentliche Gehorsamkeits-Ausbildung gewährleistet sein muss. Bei den Wettbewerben spielen sowohl Genauigkeit als auch Geschwindigkeit eine wichtige Rolle.

Weitere Infos zur Sportart Agility sowie zu landesweiten Agility-Veranstaltungen finden Sie auf dieser Webseite des VDH: http://www.vdh.de/alles_ueber_hundesport/agility.php 

Fly- Ball

Hunde lieben Fly- Ball einfach – und diese Sport macht sowohl beim Zuschauen als auch beim Mitmachen Spass! Beim Flyball wird ein Rennen ausgetragen, bei dem zwei Mannschaften aus jeweils vier Hunden gegeneinander antreten. Die Hunde legen eine Serie Sprünge zurück (in der Regel vier), laufen zu einer Kiste, lösen mit ihren Vorderpfoten einen Katapult aus, fangen den dadurch ausgeworfenen Ball und sprinten zurück zum Start.

Für eine optimale Leistung muss der Hund nicht nur die Hürden bewältigen, sondern sich auch geschmeidig bewegen und weich landen, um die entsprechende Entfernung möglichst schnell zu meistern. Der Wechsel an der Kiste kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Speziell hierzu sind ein ausgezeichnetes Training und grosse Bemühungen erforderlich, damit die Hunde gute Leistungen erzielen.

Weitere Infos zu Flyball finden Sie auf dieser Webseite des VDH: http://www.vdh.de/alles_ueber_hundesport/flyball.php  

Obedience

Als schon eher entspannte Sportart verlangt Obedience (Gehorsamkeit) dennoch eine extrem hohe Konzentration und Motivation, und das sowohl von den Hunden als auch von deren Haltern. In diesen Sport gehen grundlegende Disziplinen wie „Sitz“, „Ab“ oder „Bei Fuss“ sowie Apportieren ein. Diese Sportart entwickelt sich aber weiter und beinhaltet auch Charakterprüfungen wie beispielsweise die Kontrolle des Hundes aus der Distanz.

Weitere Infos zu Obedience- Ausbildung und -Veranstaltungen finden Sie auf dieser Webseite des VDH: http://www.vdh.de/alles_ueber_hundesport/obedience.php 

Hundetauchen

 Das Hundetauchen, eine relativ neue Sportart, die in den USA sehr beliebt ist und dort als Dog Diving begann, ist heutzutage auf Ausstellungen und Veranstaltungen in Grossbritannien eine Publikumsattraktion. Bei diesem Sport treten Hunde gegeneinander an, die von einer Rampe aus in ein Wasserbecken springen, um ein Spielzeug zu apportieren. Sieger ist der Hund, der am weitesten springt. Machen Sie sich um die teilnehmenden Hunde keine Sorgen: An deren wackelnden Schwanz können Sie erkennen, wie viel Spass die Tiere haben. 

Dog Frisbee

Frisbee ist eine weitere optisch reizvolle Hundesportart, deren Grundform Ihnen wahrscheinlich besser als Frisbee-Spielen im Park bekannt ist. Diese Sportart entstand in den frühen 70er Jahren und erfreute sich in ihrer Grundform als „Menschenfrisbee“ sowie als Hundefrisbee gleichermassen wachsender Beliebtheit. Der Siegeszug dieser Sportart fand im August 1974 statt, als der amerikanische Student Alex Stein bei einem landesweit übertragenen Baseball-Spiel mit seinem erstaunlichen Hund Ashley Whippet über den Zaun sprang und der Hund die Menge acht Minuten lang mit dem Fangen von Frisbeescheiben verblüffte. Hierbei erreichte er eine Geschwindigkeit von über 50 km/h und sprang fast 3 m hoch. Diese Hochleistung war so ungewöhnlich, dass das Spiel unterbrochen wurde und die Kommentatoren dazu übergingen, über dieses Ereignis auf dem Spielfeld zu berichten. Dennoch wurde Alex vom Spielfeld geführt. Da aber war der Grundstein für diese neue Sportart bereits gelegt: Die Leute waren einfach begeistert.

Vom Wettbewerb her bildet das Fangen und Apportieren der Scheibe die Grundlage dieser Sportart. In zeitlich begrenzten Runden von normalerweise je 1 Minute müssen aus jeweils einem Hund und einem Werfer bestehende Teams versuchen, möglichst viele erfolgreiche Wurf-Fang-Kombinationen zu absolvieren. Für längere Wurf-Fang-Kombinationen erhalten die Teams eine höhere Punktwertung – die Zuschauer dürfen also einige sehr beeindruckende Tricks erwarten!

Dog Dancing

Diese faszinierende, in der engschlischen Sprache als „Heelwork to music“ bekannte Sportart (Heelwork = eine Art Kür, wobei der Hund auf Höhe seines Halters geht), hat sich erst kürzlich entwickelt und sehr rasch verbreitet. Hier geht es nicht um Geschwindigkeit und Genauigkeit, sondern zum Erfolg führt die Kooperation und Koordination zwischen Hund und seinem Halter, welche zusammen ein Team bilden und entsprechend zu einer musikalischen Untermalung tanzen.

 

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