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Ernährung von Kätzchen

Fütterung Ihres Kätzchens

Ihr neugeborenes Kätzchen hat im Wachstumsprozess viel zu leisten! Kätzchen entwickeln sich in den ersten sechs Lebensmonaten verblüffend schnell und erreichen 75% des Körpergewichts einer erwachsenen Katze. Der Körper eines Kätzchens muss binnen kürzester Zeit Muskeln, Knochen, Haare, Zähne sowie ein voll entwickeltes Immunsystem aufbauen. Daher überrascht es nicht, dass das Kätzchen möglichst hochwertige Nahrung und diese zudem in großer Menge benötigt, um die erforderliche Entwicklung zu gewährleisten.

Ernährung des Kätzchens

Kätzchen zeigen sich gegenüber der sie umgebenden Welt sehr neugierig und benötigen zu deren Erkundung viel Energie. Eine speziell abgestimmte Kätzchennahrung enthält viel Protein zur Unterstützung eines gesunden Körpergewebes und einer guten Organentwicklung sowie erhöhte Mengen wichtiger Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen, um die Kätzchen beim Aufbau kräftiger Knochen und Zähne zu unterstützen. Außerdem haben Katzen ein einzigartiges Bedürfnis nach Taurin, einer wichtigen Aminosäure, die ein gesundes Herz und Sehvermögen fördert. Außerdem weisen Katzen die Besonderheit auf, dass sie die essentielle Aminosäure Taurin benötigen, die ein gesundes Herz und Sehvermögen fördert.

Kätzchen haben einen kleineren Mund als erwachsene Katzen. Die kleineren Futterstücke der meisten Fertig-Kätzchennahrungen helfen den Kätzchen, diese zu zerkauen und alle wichtigen Nährstoffe freizusetzen.

Abstillen

Natürlich bildet die Muttermilch für jedes Kätzchen die ideale erste Nahrung und enthält alles, was die Kätzchen brauchen, insbesondere die Bausteine für ihre natürliche Widerstandskraft. Auch wenn die Kätzchen erst im Alter von sechs bis acht Wochen für das Abstillen bereit sind, kauen die meisten Kätzchen schon ab einem Alter von drei oder vier Wochen an Trockennahrung. Diese Zeit bietet sich ideal an, um den jungen Katzen eine speziell abgestimmte Kätzchennahrung in Form von Trocken- oder Nassnahrung anzubieten. Wenn Sie sich für eine Trockennahrung entscheiden, sollten Sie diese einweichen und zu einem Brei zerkleinern. Bei weniger abenteuerlustigen Kätzchen müssen Sie diesen vielleicht bei leicht geöffneten Lippen die Nahrung in geringer Menge einflößen, um die Kätzchen zum Probieren zu veranlassen.

Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, die Kätzchen zu früh abzustillen. Eine verfrühte Umstellung auf Trockenfutter kann sich für den noch nicht entwickelten Magen eines Kätzchens als schädigend erweisen. Beginnen Sie mit einer Esslöffelportion fünf Mal am Tag und passen Sie die Menge an, je nachdem, ob Ihr Kätzchen im Futternapf etwas übrig lässt oder weiterhin hungrig ist. In der Zwischenzeit werden die Kätzchen sowieso ihre Mahlzeiten um die Muttermilch ergänzen. In der Regel wissen die Kätzchen, wie viel sie benötigen. Aber auch die Mutter wird ihrem Nachwuchs schnell unmissverständlich zeigen, ob sie der Meinung ist, dass die Kleinen genug Milch erhalten haben!

Ein Kätzchen benötigt ebenso wie in seinen weiteren Lebensabschnitten eine regelmäßige Versorgung mit frischem Wasser, das in einer sauberen Schüssel aus Keramik dargereicht wird. Bei fertiger Kätzchenmilch handelt es sich um ein Nahrungsmittel und nicht um einen Ersatz für Wasser. Wenn Sie sich also zur Gabe von Kätzchenmilch entschließen, sollten Sie nicht vergessen, die verfütterte Nahrungsmenge entsprechend anzupassen.

Fütterung

Kätzchen haben einen kleinen Magen (im Alter von acht Wochen etwa walnussgroß), aber einen großen Appetit. Sie sollten ihnen daher häufig kleinere Futtermengen anbieten, was auch den Fressgewohnheiten der Kätzchen entspricht.

  • Anfangs wird Ihr Kätzchen täglich mindestens vier Mahlzeiten einnehmen, was eine gleichmäßig über den Tag verteilte Energiezufuhr gewährleistet. Sollte Ihnen eine solche Fütterungsweise nicht möglich sein, so füttern Sie Ihre Katze dreimal täglich, lassen ihr aber etwas Trockenfutter übrig, das sie über den Tag verteilt als Zwischendurch-Mahlzeit fressen kann.
  • Die heranwachsenden Kätzchen gehen dann allmählich auf drei und im Alter von sechs Monaten auf zwei Mahlzeiten pro Tag über.
  • Katzen sind von Natur aus kontinuierliche Fresser und gewöhnen sich nur schlecht an lediglich eine Mahlzeit pro Tag, wie das bei manchen Hunden der Fall ist.
  • Katzen bevorzugen bei Raumtemperatur servierte Nahrung, so dass man ihnen besser kein gerade aus dem Kühlschrank entnommenes Nassfutter anbieten sollte. Lassen Sie das Futter nach der Entnahme aus dem Kühlschrank etwas stehen, damit es sich vor dem Servieren etwas erwärmen kann.

Wenn die Kätzchen 10-12 Wochen alt sind, sollte die Umstellung auf feste Nahrung abgeschlossen sein.

Welches Futter?

Im Handel sind viele verschiedene Katzennahrungen erhältlich, von Portionsbeuteln über Nahrung in Plastikschalen oder Dosen bis hin zu einem Sortiment unterschiedlicher Trocken-Vollnahrung. Zudem gibt es Leckerbissen, von denen manche nachweislich zur Vorbeugung gegen Zahnstein und somit zur Zahnpflege Ihrer Katze geeignet sind. Ob Sie Trocken- oder Nassnahrung bevorzugen, ist letztlich eine persönliche Entscheidung, die Sie und Ihre Katze treffen.

  • Für Trockennahrung sprechen einige Argumente. Trockennahrung hilft dabei, Plaque von den Zähnen zu entfernen und ist in der Handhabung völlig problemlos. Sie brauchen lediglich die richtige Nahrungsmenge abzuwiegen und in den Futternapf Ihrer Katze zu geben. Trockenfutter erlaubt eine saubere Handhabung, leichte Aufbewahrung und ist nach dem Öffnen länger als Nassnahrung haltbar.
  • Manche Katzen bevorzugen jedoch das Aroma und die Beschaffenheit von Nassnahrung, die in der neuen Ausführung mit abgepackten Portionsbeuteln ebenfalls sehr bequem in der Handhabung ist und es erlaubt, bei jeder Anwendung auf einfache Art eine frische Mahlzeit zu servieren.

Nahrungsumstellung

In den ersten Wochen nach Aufnahme Ihres neuen Kätzchens sollten Sie die vom Züchter oder der Tierschutzorganisation empfohlene Kätzchennahrungs-Marke beibehalten, wenn kein spezielles Problem vorliegt. Eine Veränderung bedeutet Stress. Wird zusätzlich zur Konfrontation mit einem neuen Zuhause auch noch die Nahrung umgestellt, kann dies bei einer jungen Katze zu Magenverstimmungen führen. Wenn Sie die Nahrung Ihres Kätzchens nach ein paar Wochen umstellen möchten, sollten Sie dies schrittweise tun.

  • Geben Sie etwas von der neuen Nahrung der bisherigen Nahrung bei und vermischen Sie sie.
  • Im Verlauf von sieben bis zehn Tagen erhöhen Sie schrittweise die Menge der neu zugegebenen Nahrung, während Sie die Menge der bisherigen Nahrung verringern, bis die Nahrung komplett umgestellt ist.

Umstellung auf Nahrung für erwachsene Katzen

Auch wenn die meisten Katzen mit sechs Monaten bereits voll ausgewachsen erscheinen, sind sie körperlich an sich noch Kätzchen. Ihre Knochen gewinnen an Stabilität und ihr Körper nimmt Form an. Kätzchen sollten erst ab einem Alter von 12 Monaten auf Fertignahrung für erwachsene Katzen umgestellt werden. Dies sollte wiederum schrittweise erfolgen, um Magenverstimmungen zu vermeiden.

Frisches Wasser, keine Milch

Sorgen Sie stets für frisches Trinkwasser, aber geben Sie Ihrer Katze keine Kuhmilch. Entgegen der weitläufigen Meinung eignet sich Kuhmilch nicht für Katzen, da die meisten Katzen kurz nach dem Abstillen die Fähigkeit zur Verdauung von Laktose einbüßen. Geben Sie der Katze nur speziell aufbereitete „Katzenmilch“ und vergewissern Sie sich, dass diese für Kätzchen geeignet ist, da manche Milcharten ausschließlich für erwachsene Katzen gedacht sind.

Fleischfresser

Im Gegensatz zu Hunden, die mit einer ausgewogenen vegetarischen Ernährung relativ gut zurechtkommen, verlieren Katzen, die eine vegetarische Kost erhalten, ihr Sehvermögen, beginnen an Schwächeerscheinungen zu leiden und sterben letztlich. Katzen sind obligate Fleischfresser und müssen daher unbedingt Fleisch zu sich nehmen, um zu überleben.

Wählerische Fresser

In Sachen Ernährung sind Kätzchen in der Regel anspruchslos – die meisten fressen alles, was man ihnen vorsetzt. Manche Kätzchen können allerdings ein wählerisches Verhalten oder beim Heranwachsen sogar eine Abhängigkeit entwickeln. Wird dauerhaft eine abwechslungsarme Nahrung angeboten, kann dies zu einem wählerischen Fressverhalten führen. Daher lohnt es sich, Ihre Katze bereits in jungem Alter an viele verschiedene Geschmacksrichtungen und an das gelegentliche Verfüttern verschiedener Nahrungsarten zu gewöhnen. Wenn die Katze ihr Leben lang immer nur eine Nahrungsart oder Geschmacksrichtung erhält, könnte es sich für Sie als problematisch erweisen, wenn diese bestimmte Nahrung nicht mehr erhältlich sein oder wenn eine gesundheitliche Beschwerde eine Nahrungsumstellung erforderlich machen sollte.

Wenn Ihre Katze auf frisch serviertes Futter betont gleichgültig reagiert, sollten Sie sich nicht darüber ärgern, sondern ihr anderes Futter anbieten (insbesondere frisches Hühnerfleisch, Krabben oder weitere menschliche Nahrungsmittel). Katzen sind schlau und begreifen schnell, dass sie Einfluss darauf nehmen können, was ihre Halter ihnen für Nahrung anbieten.
Wenn Ihre Katze über 24 Stunden lang nicht fressen sollte oder wenn Sie an ihr ungewöhnliche Anzeichen von Gesundheitsproblemen feststellen sollten, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

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Welches Kätzchen passt zu mir?

Sollten Sie sich für ein Kätzchen entschlossen und eine Vorstellung haben, welche Katzenrasse Sie sich wünschen, müssen Sie nur noch das für Sie perfekte Haustier finden. Zuerst sollten Sie einen verantwortungsvollen Tierschutzverein oder Züchter ermitteln.

Ein Kätzchen vom Tierschutzverein

Landesweit finden Sie in Tierschutzvereinen und -organisationen, die sich darauf spezialisiert haben, für Katzen ein neues Zuhause zu ermitteln, Katzen in allen möglichen Variationen und Altersklassen. Eine gute Einrichtung verfügt über saubere, schlichte Zellen mit einem warmen, abgesicherten Schlafbereich sowie über saubere Katzenklos und Spielzeug.
Sie werden auf freundliche, fürsorgliche und sachkundige Mitarbeiter treffen, die Ihnen viele Fragen zu Ihrer Person und Ihrem Lebensstil stellen werden, um die richtige Katze für Sie zu ermitteln. Die meisten angesehenen Einrichtungen nehmen auch einen Hausbesuch vor, um sich zu vergewissern, dass Ihr Zuhause und die Lage Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung sicher sind. Zudem lassen die meisten Einrichtungen die Katzen vor der Abgabe erst kastrieren bzw. sterilisieren oder möchten, dass Sie eine Vereinbarung unterzeichnen, mit der Sie sich zur Veranlassung dieses Eingriffs verpflichten.
Reinrassige Kätzchen sind in der Regel rund ums Jahr erhältlich.

Welche Fragen Sie dem Züchter stellen sollten

  •  Fragen Sie den Züchter nach seinem Interesse an der jeweiligen Katzenrasse. Setzt er die Katzen beispielsweise auf Ausstellungen ein, züchtet er sie regelmässig oder sind die Katzen für ihn lediglich Haustiere? Diese Faktoren können den Grad der Aufmerksamkeit anzeigen, mit dem die Kätzchen ordnungsgemäss auf ihr Leben als Haustiere vorbereitet werden.
  • Wie viele Würfe erzielt der Züchter pro Jahr? Ein verantwortungsvoller Züchter wird dafür sorgen, dass eine Katze im Jahr nur einmal wirft. Wie viele Würfe hat die jeweilige Katze bereits hinter sich?
  • Wo wird der Katzennachwuchs aufgezogen? Kätzchen, die in einem richtigen Zuhause aufwachsen, sind bei weitem besser sozialisiert als solche, die in einer Katzenpension gehalten werden.
  • Welchen Extraservice bietet der Züchter? Ein verantwortungsvoller Züchter ist bereit, Ihnen ein Katzenleben lang Ratschläge zu geben.
  • Gibt es in den Zuchtlinien des Züchters irgendwelche bekannten genetischen Probleme?

Treffen mit dem Züchter


Wenn Sie mit den Antworten, die Sie vom Züchter erhalten, zufrieden sind und der Züchter mit Ihnen als Tierhalter zufrieden sind und Ihr Zuhause als geeignet betrachten, ist es an der Zeit, sich die Kätzchen konkret anzuschauen, um auch Ihre Interessen wahrzunehmen.
Prüfen Sie die Kätzchen des Züchters auf ein gesundes Äusseres und ein gutes Benehmen und achten Sie auch darauf, dass der Züchter mit den Kätzchen entspannt und freundlich umgeht.
Katzenmütter könnten gegenüber Personen, die ihren Nachwuchs beobachten, etwas vorsichtig sein, sollten aber keine Ängstlichkeit oder Aggression zeigen. Nach der Geburt ist das Fell und die allgemeine Verfassung der Kätzchen vielleicht nicht in Bestform, aber davon abgesehen sollten die Kätzchen gesund wirken.

Hält der Züchter auch den Kater in seinem Bestand? Falls ja, bitten Sie darum, ihn sich anzuschauen. Auch wenn die Kater nichts mit der Aufzucht des Nachwuchses zu tun haben, ist aufgrund von Studienergebnissen bekannt, dass die Kätzchen von ihren Vätern Persönlichkeitsmerkmale erben – der Charakter ist also wichtig. Erkundigen Sie sich nach Gesundheit, Eltern und Temperament des Katers..

Der Katzennachwuchs


Wenn Sie mit den Antworten, die Sie vom Züchter erhalten, zufrieden sind und der Züchter mit Ihnen als Tierhalter zufrieden sind und Ihr Zuhause als geeignet betrachten, ist es an der Zeit, sich die Kätzchen konkret anzuschauen, um auch Ihre Interessen wahrzunehmen.
Prüfen Sie die Kätzchen des Züchters auf ein gesundes Äusseres und ein gutes Benehmen und achten Sie auch darauf, dass der Züchter mit den Kätzchen entspannt und freundlich umgeht.
Katzenmütter könnten gegenüber Personen, die ihren Nachwuchs beobachten, etwas vorsichtig sein, sollten aber keine Ängstlichkeit oder Aggression zeigen. Nach der Geburt ist das Fell und die allgemeine Verfassung der Kätzchen vielleicht nicht in Bestform, aber davon abgesehen sollten die Kätzchen gesund wirken.
Hält der Züchter auch den Kater in seinem Bestand? Falls ja, bitten Sie darum, ihn sich anzuschauen. Auch wenn die Kater nichts mit der Aufzucht des Nachwuchses zu tun haben, ist aufgrund von Studienergebnissen bekannt, dass die Kätzchen von ihren Vätern Persönlichkeitsmerkmale erben – der Charakter ist also wichtig. Erkundigen Sie sich nach Gesundheit, Eltern und Temperament des Katers.

Der Katzennachwuchs

Sobald Sie Ihre bevorzugte Katzenrasse und verfügbare Kätzchen aus einem Wurf ermittelt haben, besuchen Sie diese mehrmals, ehe Sie eines der Kätzchen mit nach Hause nehmen. Persönlichkeitsmerkmale zeigen sich auch nach Tagen oder Wochen und helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob eines der Kätzchen gut zu Ihrer Familie passt. In der Regel findet die Begutachtung statt, wenn der Katzennachwuchs etwa fünf Wochen alt ist. Versuchen Sie, den Kätzchen möglichst früh einen Besuch abzustatten. Vielleicht werden Sie nach mehreren Besuchen einen nervösen, zurückhaltenden oder reaktionsfreudigen Charakter bemerken – Kätzchen mit diesen Merkmalen sollten Sie nicht kaufen, ausser Sie wissen, worauf Sie sich möglicherweise einlassen!

Bewertung des Charakters

Verbringen Sie ein paar Minuten damit, den Kätzchen beim Spielen untereinander zuzusehen. Bereits mit fünf oder sechs Wochen machen sich ansatzweise unterschiedliche Persönlichkeiten bemerkbar – es gibt die schüchtern und hilflos wirkenden Kätzchen, aber auch aufgedrehte Mischlingskatzen, die alles immer mit Volldampf machen.
Die meisten Kätzchen weisen eine Mischung verschiedener Charakterzüge auf, ein guter Züchter (oder Tierschutzverein bzw. eine Tierschutzorganisation) wird eine Vorstellung davon haben, welcher Persönlichkeitstyp am besten zu Ihnen passt. Auch wenn es Ihnen vielleicht das verletzliche kleine Kätzchen angetan hat, das hinter dem Sofa hervorlugt, könnte diese Art Kätzchen durchaus viel Einsatz für eine gesunde körperliche Entwicklung erfordern, was am besten Haltern mit mehr Erfahrung zu überlassen ist. Das ideale Kätzchen für einen angehenden Halter ist selbstsicher, aber nicht zu unabhängig. Heben Sie ein Kätzchen auf, liebkosen Sie es und sprechen Sie mit weicher, beruhigender Stimme zu ihm. Zeigt sich das Kätzchen widerstrebend oder beruhigt es sich schnell und geniesst die Zuwendung?
Wenn Kätzchen schläfrig wirken, könnte dies ein Zeichen schlechter Sozialisierung, von Übelkeit oder aber auch von etwas so Harmlosem sein wie ein Schläfchen nach einer Mahlzeit oder einer hektischen Spieleinheit. Richten Sie es ein, dass Sie die Kätzchen zu einer anderen Zeit nochmals begutachten. Wenn die Kätzchen dann den gleichen Eindruck erzeugen, sollten Sie es besser anderswo probieren.

Körperliche Überprüfung

Sobald Sie eine Vorliebe für ein bestimmtes Kätzchen entwickeln, sollten Sie es näher untersuchen.

  • Stufen Sie seine Grösse im Vergleich zu den anderen Kätzchen ein. Ein grösseres Kätzchen ist im Allgemeinen gesünder als ein kleineres und schlankeres.
  • Betrachten Sie die Körperform. Junge Katzen sehen recht plump und schwerfällig aus, da sie in ihrer Entwicklung noch nicht ihre typisch elegante Formgebung angenommen haben. Dennoch sollten die Kätzchen keinen Kugelbauch haben, der auf Wurmbefall hindeuten kann – ausser natürlich, falls die Kätzchen gerade gefüttert wurden.
  • Beobachten Sie, wie sich das Kätzchen bewegt. Bewegt es sich frei und ohne Anzeichen von Bewegungsschwäche?
  • Streicheln Sie das Fell des Kätzchens. Es sollte sauber und weich sein und keine Kahlstellen aufweisen. Teilen Sie das Fell und untersuchen Sie es auf Räude oder schwarze Flecken, die auf einen Flohbefall hindeuten können.
  • Die Augen sollten glänzend und frei von Ausfluss sein. Sollte das dritte Augenlid über dem Augapfel verlaufen, könnte sich das Kätzchen unwohl fühlen.
  • Die Nase sollte sauber sein.
  • Die Ohren sollten weder schmutzig noch rot sein und nicht riechen oder jucken. Kopfschütteln kann auf eine Infektion hindeuten.
  • Heben Sie ein Kätzchen auf, halten Sie es dicht an sich und lauschen Sie seiner Atmung. Achten Sie darauf, dass kein Keuchen oder eine Anstrengung zu hören ist.
  • Setzen Sie das Kätzchen auf den Boden und stossen Sie einen hellen Laut aus. Reagiert das Kätzchen darauf? Insbesondere bei weissen Katzen ist Taubheit ein häufiges Problem.
  • Nehmen Sie das Spielzeug eines der Kätzchen und versuchen Sie das Kätzchen zum Spielen zu animieren, indem Sie das Spielzeug behutsam vor ihm hin und her bewegen. Dies sollte den Jagdinstinkt auslösen und im Kätzchen den Wunsch wecken, das Spielzeug zu verfolgen und anzuspringen – aber Kätzchen sind von Natur aus sowieso verspielt. Natürlich könnte es vorziehen, stattdessen mit dem Schwanz ihrer Geschwister zu spielen, was ein ebenso gutes Zeichen ist.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an

Die mit der Mutter verbrachte Zeit ist enorm wichtig. Durch Spielen lernen die Kätzchen, wie sie sich mit anderen Katzen verständigen, das Katzenklo richtig gebrauchen und jagen. Wird ein Kätzchen zu früh von seiner Familie getrennt, kann es ängstlich und schüchtern sein. Geschieht die Trennung zu spät, haben die Kätzchen den besten Zeitpunkt für eine gute Bindung mit Ihnen und für ein Maximum an Freude und Vergnügen beim Zusammenleben in Ihrem Zuhause verpasst.

Wenn die Kätzchen in einer Katzenpension oder in einem sehr ruhigen Zuhause aufwachsen, haben sie nicht ausreichend Sozialkontakte mit Menschen gehabt und konnten sich nicht an bestimmte Umstände in ihrer Umwelt gewöhnen. Es ist wichtig, dass ein Kätzchen weiss, dass eine laufende Waschmaschine keine Gefahr darstellt und dass sich das Kätzchen beispielsweise an den Umgang mit mindestens vier verschiedenen Personen gewöhnt.
Am besten nimmt man das Kätzchen im Alter von acht Wochen zu sich. Allerdings wird Züchtern reinrassiger Katzen empfohlen, die Kätzchen nicht unter einem Alter von 12 bis 13 Wochen abzugeben – eine Woche, nachdem sie alle Impfungen abgeschlossen und eine tierärztliche Untersuchung durchlaufen haben.

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Gutes Benehmen / Sozialierung Artikel öffnen ]»
Gutes Benehmen / Sozialierung

Ihrem Kätzchen gute Manieren beibringen

Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung, lassen sich Ihrem Kätzchen in sehr jungen Jahren sehr wohl einige nützliche Dinge und Fertigkeiten anerziehen. Katzen können dazu getrimmt werden, auf ihren Namen zu hören oder auf Kommando zu Ihnen zu kommen. Je jünger die Katze zu Beginn des Trainings ist, desto höher die Erfolgsaussichten.

Soziale Ausbildung

Es ist wichtig, dass Kätzchen neue Erfahrungen mit Menschen, aber auch mit anderen Katzen und Hunden sammeln, solange sie noch jung genug sind, um alles Vermittelte aufzunehmen. Sobald sie alt genug sind und sich selbstständig fortbewegen können, gehen Kätzchen neue Situationen ohne Angst an. Ihre erste grosse Lernphase beginnt mit etwa drei Wochen, wenn die Welpen zum ersten Mal die Augen und Ohren öffnen und mit der Erkundung der grossen, weiten Welt beginnen.

Im  Alter von 7 Wochen werden die Kätzchen aber zunehmend vorsichtiger. Deshalb ist es wichtig, dass sie sowohl vor als auch nach diesem Alter mit möglichst vielen neuen Situationen konfrontiert werden. Leider werden Sie wahrscheinlich ein Kätzchen erhalten, das dieses Lebensalter bereits erreicht hat. Gerade deswegen ist die Wahl eines guten Züchters oder Tierheims so wichtig.

Reinrassige Kätzchen sind vom Züchter mit hoher Wahrscheinlichkeit erst im Alter von 12 oder 13 Wochen erhältlich, wodurch ihnen viele Aspekte der emotionalen Entwicklung entgehen dürften. Sobald Sie das Kätzchen zu sich holen, müssen Sie diesen Entwicklungsprozess neu aufnehmen und die Kätzchen so gut wie möglich an viele verschiedene Dinge gewöhnen.

Selbstverständlich endet die emotionale Entwicklung Ihres Kätzchens nicht mit 12 Wochen. Katzen sind sehr anpassungsfähig und Sie können eine Menge dazu beitragen, daraus lebensfrohe Gefährten zu machen, selbst wenn die Kätzchen sich in ihrem neuen Zuhause anfangs etwas vorsichtiger als erwartet zeigen.

Entwicklungskalender

  • Laden Sie Menschen zu sich nach Hause ein, damit sich Ihre junge Katze leichter an Menschen verschiedener Geschlechter, Altersstufen, Körpergrössen, mit verschiedenem Körperbau oder unterschiedlicher Herkunft gewöhnt.
  • Laden Sie Kinder ein, wenn Sie keine haben. Zeigen Sie diesen aber, wie sie sich in der Nähe des Kätzchens zu verhalten haben.
  • Laden Sie Freunde mit katzenfreundlichen Hunden zu Besuch ein. Diese Hunde müssen gut ausgebildet sein und auf Kommando in jeder Situation stehen bzw. sitzen bleiben können.
  • Unternehmen Sie mit Ihrem Kätzchen kurze Ausflüge mit dem Auto, um es früh an die Fahrten zu gewöhnen. Belohnen Sie das Kätzchen mit einem besonderen Leckerbissen, wenn Sie wieder zu Hause sind.

Aktion und Reaktion

Immer wenn Kätzchen mit etwas Neuem konfrontiert werden, sollten Sie selbstsicher auftreten und den Eindruck vermitteln, dass kein Grund zur Sorge besteht. Wenn Sie es mit Streicheleinheiten überschütten oder es im Übermass bestätigen, wird dies die Angst des Kätzchens nur verstärken. Zudem könnten die Kätzchen auch zu der Erkenntnis gelangen, dass sie durch das Vortäuschen eines erschrockenen Ausdrucks viel Aufmerksamkeit erhalten! Am besten hat sich eine ruhige, sachliche Reaktionsweise bewährt.

Die ersten Schritte zu einem guten Verhalten

Ihr Kätzchen hat viel zu lernen. Seien Sie geduldig und achten Sie darauf, gutes Benehmen zu belohnen. So wird weniger wünschenswertes Benehmen von allein verschwinden.

Niemals sollten Sie das Kätzchen schlagen. Beenden Sie stattdessen unerwünschtes Verhalten mit einem entschlossenen „NEIN!“, ehe Sie die Aktivität Ihres Kätzchens in geordnetere Bahnen lenken. Sollte Ihr Kätzchen beispielsweise auf einer Fläche Gegenstände umstossen, sagen Sie „NEIN!“ und werfen einen Ball, dem das Kätzchen dann nachsetzen kann.

Namensbindung

  • Wiederholen Sie immer wieder den Namen des Kätzchens während einer angenehmen Beschäftigung wie beispielsweise dem Fressen oder wenn Sie es liebkosen.
  • Rufen Sie das Kätzchen niemals beim Namen, wenn Sie wütend sind – das Tier muss seinen Namen mit etwas Gutem in Zusammenhang bringen. Dies gilt insbesondere für Katzen, die nach draussen gelassen werden. Ziel ist, dass die Katze angelaufen kommt, wenn Sie sie beim Namen rufen.

Kratzmöglichkeit

Es ist wichtig, seiner Katze beizubringen, an welchen Stellen sie kratzen darf, damit sie dazu nicht das Sofa benutzt.

  •  Zeigen Sie den Kätzchen ihren Kratzbaum oder die entsprechende Kratzmöglichkeit und befestigen Sie daran ein Spielzeug, um die Kätzchen zum Spielen zu animieren. Wenn sie mit ihren Pfoten den Kratzständer berühren, geht es mit dem Kratzen wahrscheinlich auch schon gleich los!
  • Alternativ können Sie die Vorderpfoten Ihres Kätzchens sanft anheben und an der Kratzfläche abwärts gerichtete Kratzbewegungen vornehmen. Schon bald wird das Kätzchen dies allein machen.
  • An der Kratzmöglichkeit angebrachte Katzenminze kann Katzen ebenfalls zum Kratzen anregen.
  • Je mehr die Katzen kratzen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie diesen Vorgang zukünftig wiederholen, da der Kratzstelle der Geruch der Kätzchenpfoten anhaftet.

Lieb und neugierig

Die meisten Kätzchen sind zu sehr mit Spielen oder Erkunden beschäftigt, um über längere Zeit ruhig zu bleiben. Und weil sich nicht alle Katzen als Schosstiere eignen, sollten Sie Ihre Katze streicheln und liebkosen, wenn sie von sich aus zu Ihnen kommt. Lassen Sie Ihrem Kätzchen seinen Entwicklungsspielraum. Folglich wird Ihr Haustier bald mehr Zeit mit Ihnen in inniger Beziehung verbringen. Schliesslich erfordert es viel Geduld, Verständnis und eine gewisse Kompromissbereitschaft zu lernen, wie man mit jemand neuem zusammenlebt, besonders bei Kätzchen. Nicht zu vergessen ist hierbei viel Sinn für Humor!

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Fellpflege bei Kätzchen Artikel öffnen ]»
Fellpflege bei Kätzchen

Die Körperpflege Ihres Kätzchens

Katzen können sich von Natur aus selbst um ihre Fellpflege kümmern. Ihre kleine Zunge bildet eine Art Mini-Bürste, die abgestorbene Haare entfernt und Öle über das Fell verteilt. Dennoch brauchen Katzen eine helfende Hand – beispielsweise um insbesondere bei Langhaarkatzen Haarknäuelbildung entgegenzuwirken.

Zudem unterscheiden sich viele Katzenrassen deutlich von ihrem ursprünglichen Äusseren, d.h. ehe sie vom Menschen durch Zucht verändert wurden. So ist beispielsweise das Fell der Ragdoll heute deutlich dicker und länger und würde ohne Hilfe bei der Pflege schnell starke Verfilzungen bilden. Bei der Körperpflege geht es nicht nur darum, Ihre Katze gut aussehen zu lassen. Durch regelmässige Pflege werden abgestorbene Haare entfernt, Fell und Haut gesund gehalten und die Bindung zwischen Mensch und Tier verstärkt. Zudem erhalten Sie die Gelegenheit, die allgemeine Gesundheit des Kätzchens zu überprüfen.


Bürsten

Die rassespezifischen Bedürfnisse variieren je nach Fellart. Anfangs ist das Fell eines Kätzchens weicher, flaumiger und kürzer als beim erwachsenen Tier. Und auch wenn das Kätzchen jetzt noch gar keine Pflege benötigt, bietet es sich trotzdem an, ihn an Pflege zu gewöhnen. Wenn sich Ihre Katze daran gewöhnt, regelmässig angefasst zu werden und lernt, daran Gefallen zu finden, gestaltet sich seine Körperpflege in der Zukunft wesentlich leichter. Erfreulich ist, dass Katzen Pflege normalerweise sehr  zu schätzen wissen. Die meisten Katzen werden irgendwann nur noch angerannt kommen, wenn sie eine Bürste oder einen Kamm in Ihrer Hand erkennen – schon wegen der Aufmerksamkeit, die sie dadurch erhalten!

Ein kurzes Fell benötigt lediglich einmal wöchentlich eine schnelle „Einmal-drüber“-Behandlung mit einer leichten Bürste oder einem Kamm. Eine Langhaarkatze wie beispielsweise die Perserkatze muss täglich mit dem richtigen Zubehör gepflegt werden – fragen Sie Ihren Züchter oder Tierpfleger um Rat.

  • Beginnen Sie das Fell des Kätzchens sanft zu bürsten, wenn es sich auf Ihrem Schoss niedergelassen hat.
  • Loben Sie es mit ruhiger, besänftigender Stimme für sein braves Verhalten.
  • Brechen Sie das Bürsten bereits nach zwei Minuten ab und streicheln Sie das Kätzchen erneut. Bieten Sie ihm als Belohnung einen Leckerbissen an.
  • Wiederholen Sie diese Vorgehensweise mehrmals täglich und erweitern Sie dabei die Dauer des Bürstens.
  • Wenn Ihr Kätzchen Anstalten macht, die Bürste zu beissen oder mit ihr zu spielen, wenden Sie sich von ihm ab, lassen ihn aber nicht los. Katzen hassen es, wenn sie ignoriert werden, und lernen schnell, dass ein Angriff auf die Bürste zu einem Entzug Ihrer Aufmerksamkeit führt.
  • Sobald sich Ihr Kätzchen nach etwa fünf Tagen an diese Empfindung gewöhnt hat, beginnen Sie damit, den Bauch, Schwanz, die Ohren und weitere empfindliche Bereiche zu bearbeiten. Seien Sie besonders sanft und gestalten Sie die ersten Pflegeeinheiten sehr kurz. Wenn Sie Anzeichen von Langeweile oder Unruhe erkennen, gehen Sie auf eine Pflege des Rückens über.
  • Berühren Sie, während die Katze entspannt ist und diese angenehme Erfahrung geniesst, die Pfoten und untersuchen Sie die Krallen und Ballen. Beginnen Sie zunächst mit einer Pfote und loben Sie das Kätzchen anschliessend und belohnen es. Bei der nächsten Pflegesitzung versuchen Sie dann zwei Pfoten zu überprüfen usw., wobei Sie die Pfoten allmählich über eine längere Zeit berühren.
  • Werfen Sie einen Blick auf die Innenbereiche der Ohren und öffnen Sie vorsichtig das Maul des Kätzchens, um die Zähne und das Zahnfleisch zu begutachten.
  • Möglicherweise wäre es vorteilhaft, Katzenrassen mit langem Fell und somit reichlich Pflegebedarf an Pflegesitzungen zu gewöhnen, die auf einer rutschfesten Oberfläche auf einem Tisch erfolgen. Sobald die Kätzchen die routinemässigen Pflegemassnahmen kennen gelernt haben, verlagern Sie die Pflege auf einen Tisch, auf dem sie die Tiere auch im Erwachsenenalter pflegen wollen. Bald werden die Kätzchen diesen Ort mit Pflegesitzungen in Zusammenhang bringen.
  • Beenden Sie eine Pflegesitzung stets mit Spiel- und mit Streicheleinheiten.

Krallen

Katzenkrallen sind mehrschichtig aufgebaut. Wenn Katzen einen Baum erklettern oder an einer Kratzgelegenheit die Krallen wetzen, wird dabei oft die äussere Schicht abgetragen. Darunter kommen neue scharfe Krallen zum Vorschein (oft findet man an den Lieblings-Kratzstellen abgestossene Aussenschichten). Bei aktiven, gesunden Katzen brauchen die Krallen nur selten geschnitten zu werden. Bei Wohnungskatzen und älteren Katzen ist möglicherweise etwas Pflege erforderlich.

  • Überprüfen Sie die Krallen Ihrer Katze einmal wöchentlich.
  • Sind die Krallen sichtbar, wenn die Katze ruht – im Normalfall sind die Krallen vollständig eingezogen und nicht sichtbar – müssen sie geschnitten werden. Gewöhnlich haben die Krallen der Hinterläufe diese Behandlung am nötigsten, da Katzen die Krallen an ihren Vorderläufen mit Hilfe von Kratzbäumen oder Kratzständern gerne kurz und scharf halten.
  • Die eigentliche Prozedur kann durchaus nervenaufreibend werden, weshalb Sie, wenn Sie unerfahren sein sollten, durch eine fehlerhafte Vorgehensweise Ihre Katze verletzen und in das empfindliche Gewebe schneiden können. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie Ihren Tierarzt oder Züchter bitten, Ihnen die richtige Vorgehensweise beim Schneiden der Krallen zu zeigen.
  • Beim Überprüfen der Krallen sollten Sie auch die Pfotenballen auf Schnittwunden oder Fremdkörper und die Pfoten auf jegliche Anzeichen von Wundstellen untersuchen. Sollten Sie etwas Ungewöhnliches feststellen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

Allgemeine Wochenchecks

  • Überprüfen Sie die Ohren Ihrer Katze. Sind diese sauber und riechen nicht? Sollten die Ohren schmutzig oder rötlich sein, schlecht riechen oder jucken, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Dies gilt auch, wenn Katzen ständig den Kopf schütteln. Ohrmilben stellen bei Katzen ein häufiges Problem dar.
  • Gleiten Sie mit den Händen am gesamten Körper Ihrer Katze entlang. Stellen Sie irgendwelche Kratzer, Klümpchen oder Knötchen fest? Wenn ja, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.
  • Überprüfen Sie die Augen und Ohren und wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn Sie Ausfluss feststellen.
  • Überprüfen Sie den Bereich unterhalb des Schwanzes. Das Hinterteil sollte sauber sein und gesund aussehen. Jegliche Anzeichen von Schmutz, Würmern oder Wundstellen sollten Sie Ihrem Tierarzt zeigen.
  • Fahren Sie mit der Hand gegen den Strich durchs Fell, um die Haare aufzustellen. Überprüfen Sie den Haaransatz und die Haut. Gibt es irgendwelche Anzeichen für Parasiten oder Flohdreck (schwarze Flecken)?

Baden

Die meisten Katzen mit kurzem Fell kommen ihr gesamtes Leben ohne Baden aus. Dennoch kann ein Bad notwendig werden, beispielsweise wenn die Katze Durchfall hat. Katzenrassen mit langem Fell und Ausstellungskatzen werden relativ häufig gebadet. Deshalb sollten Sie sie bereits in jungem Alter an das gelegentliche Baden mit warmem Wasser gewöhnen. Diese Prozedur können Sie aber auf Wunsch auch einem Fachmann überlassen und hierfür Ihren Tierpfleger oder Tierarzt um Hilfe bitten.

  • Unterziehen Sie das Fell einer gründlichen Pflege, damit sich keine Verfilzungen bilden. Der Zustand eines verfilzten Fells verschlechtert sich wesentlich, wenn es nass ist.
  • Legen Sie eine Gummimatte auf den Boden des Waschbeckens. Sie können auch eine Badewanne verwenden, aber bei Verwendung eines Waschbeckens brauchen Sie sich nicht zu bücken.
  • Füllen Sie das Waschbecken zur Hälfte mit warmem Wasser und befestigen Sie am Wasserhahn einen Brausekopf.
  • Halten Sie ein mildes Katzen-Shampoo und ein Handtuch griffbereit.
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, dass Sie die Prozedur nur mit einem Arm vornehmen können, sollten Sie sich helfen lassen. Wenn Ihre Vorgehensweise nervös oder unerfahren wirkt, wird Ihre Katze Sie absolut nicht an sich ranlassen wollen!
  • Greifen Sie Ihre Katze mit sanftem aber festem Griff, setzen Sie sie in das Waschbecken und benetzen Sie das gesamte Fell.
  • Achten Sie darauf, dass kein Wasser in Augen und Ohren Ihrer Katze gelangt.
  • Wenden Sie das Shampoo gemäss der Anleitung an und spülen Sie den Schaum gründlich ab.
  • Nehmen Sie die Katze jetzt heraus, legen ihr ein Handtuch über und trocknen sie mit dem Handtuch grob ab. Schliessen Sie den Trockenvorgang in einem warmen Zimmer ab.
  • Überprüfen Sie das Wasser im Waschbecken auf Anzeichen von Parasiten wie Flöhe oder Zecken. Sollten Sie etwas feststellen, muss möglicherweise sowohl Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung als auch die Katze behandelt werden (konsultieren Sie Ihren Tierarzt).
  • Hat Ihre Katze ein sehr langes Fell, muss dieses möglicherweise mit einem Fön bei gleichzeitigem Bürsten getrocknet werden. Diese Vorgehensweise wird Ihnen Ihr Züchter im Rahmen der Pflegeanleitung einschliesslich eventueller Details zum Styling des Fells mitgeteilt haben. Halten Sie den Fön in angemessenem Abstand zur Haut und betreiben Sie ihn mit einer schwachen Einstellung, da die Haut sonst Verbrennungen erleiden kann.
  • Lassen Sie die Katze erst heraus, wenn ihr Fell vollständig getrocknet ist.
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Fit und gesund bleiben

Fit und gesund bleiben

Spielen ist für Katzen sehr wichtig – und das vom Kätzchenalter bis zum fortgeschrittenen Alter als Haustier. Gerade das Spielen mit ihrer Katze ist für alle Katzenhalter mit eines der grössten Vergnügen. Daneben fördert das Spielen die Gesundheit und die Katze wird ermuntert, aktiv, geschmeidig und schlank zu bleiben. Noch wichtiger ist dabei, dass Katzen durch das Spielen Gelegenheit haben, ihrem natürlichen Jagdtrieb nachzugehen.

Warum Katzen spielen

Das Spielen Ihrer Katze kann einerseits hinreissend, andererseits aber auch etwas frustrierend sein!
Mit dem Spielen beginnen Kätzchen im Alter von vier Wochen. Dabei sind sie die meiste Zeit damit beschäftigt, mit anderen Kätzchen herumzuraufen und die soziale Rangordnung zu bilden. Mit sieben bis acht Wochen richten sie ihre Aufmerksamkeit vom sozialen Spiel mit ihren Wurfgenossen auf unbelebte Objekte, mit denen sie Raubtier und Beute spielen.

Vorteile regelmässiger Bewegung

Wenn Sie mit Ihrer Katze täglich ganze 20 Minuten spielen, sorgt dies nicht nur für eine körperliche wie geistige Stimulation, sondern auch für eine engere Bindung zwischen Ihnen und dem Tier. Besonders wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass drinnen gehaltene Katzen ihre Energie abbauen können, die normalerweise für Kontrollgänge auf dem Territorium und den Beutezug gebraucht wird.

  • Bei Katzen und Kätzchen liegt die Aktivitätsspitze am frühen Morgen und am Abend. Spielen Sie mit Ihrer Katze, ehe Sie zu Bett gehen – so ist Ihr Kätzchen zum Schlafengehen bereit, wenn Sie auch soweit sind.
  • Kätzchen spielen oft allein und erwecken gelegentlich den Eindruck, dass sie sich vor irgendetwas erschrecken und davonflitzen, als ob ihnen ein unsichtbarer Verfolger im Nacken sässe.
  • Kätzchen vergnügnen sich gerne mit Spielzeug, aber das interaktive Spielen ist auch unterhaltsam  und gehört zu den besten Methoden, Ihr Kätzchen gesund und folgsam zu halten. Sorgen Sie dafür, dass Ihrer Katze stets einige Spielsachen zur Verfügung stehen, aber halten Sie einige Spielsachen für das gemeinsame Spielen in Reserve. So wird Ihre Katze dieses Spielzeug als etwas Neues und Besonderes betrachten.
  • Einsame Kätzchen können sich beim Spielen mit ihrem Halter gröber verhalten. Diese Kätzchen haben nur Sie als einzigen Spielkameraden und müssen lernen, Zwicken und Kratzen beim Spielen auf ein verträgliches Ausmass zu reduzieren.
  • Nehmen Sie sich Zeit für mindestens zwei gute Spieleinheiten pro Tag. Bei drinnen gehaltenen jungen Katzen, die ohne Artgenossen leben, sollten Sie das spezifische Jagdverhalten, welches aus Pirsch, Verfolgung und Attacke besteht,  bis zu 30 Mal pro Tag aktivieren.  So geben Sie der Katze das Gefühl, ein vollwertiger Jäger zu sein. Diese Aktivität kann reduziert werden, wenn Sie mehr als eine Katze haben, die sich untereinander jagen und zusammen spielen. Das Gleiche gilt, wenn Sie ein bereits älteres oder weniger aktives Tier haben.
  • Das Interesse Ihrer Katze wecken Sie dann, wenn Sie wissen, wie sich eine eventuelle Beute verhalten könnte. Ein Spielzeug wird eine Katze deutlich mehr fesseln, wenn es unter einem Sofa oder Schrank hin und her zappelt, sich gerade unter einer Matte oder Decke versteckt hat oder plötzliche sprungartige Bewegungen ausführt. Ahmen Sie mit dem Spielzeug eine Maus mit ihren typischen Bewegungen nach!

Das Spielen mit Ihrer Katze

Bei den besten Spielen wird häufig Spielzeug verwendet – wie wäre es mit an Stöcken befestigten herabbaumelnden Federn oder Stoffstreifen, mit Katzenminze gefüllten Spielzeugmäusen oder Aufzieh-Spielzeug? Ausserdem sollten Sie die Anschaffung eines drinnen aufgestellten Kletter- oder Kratzbaums erwägen.

  • Ein mit zusammengeknülltem Papier oder Pingpong-Bällen gefüllter Eimer kann eine wirkungsvolle Ablenkung sein. Wenn Ihr Kätzchen Ihnen nachzustellen versucht, können Sie zur Unterhaltung Ihrer Katze einen Ball treppab werfen. Zeigen Sie Ihrer Katze eine grosse Papiertüte, auf die sie sich stürzen und die sie in Stücke reissen kann. Nehmen Sie hierzu keine Plastiktüte und entfernen Sie alle Henkel, in denen sich die Katze mit dem Hals verfangen kann.
  • Kleben Sie mehrere Schachteln zusammen und bringen Sie an den Verbindungsstellen Gucklöcher an, damit das Kätzchen Verstecken spielen kann.
  • Füllen Sie ein Stoffsäckchen mit getrockneter Katzenminze, einer Kräuterart, die Katzen wild machen kann.
  • Probieren Sie es mal mit einer Spielzeug-Angelrute, an deren Ende Sie Federn oder Glöckchen anbringen.
  • Manche Katzen lieben es, die Lichtstrahlen kleiner Scheinwerfer zu verfolgen oder anzuspringen.

Nach der Spieleinheit sollten Sie das Spielzeug weglegen – so erhalten Sie die Begeisterung, wenn Sie dieses Spielzeug wieder ins Spiel bringen. Vielleicht stellen Sie fest, dass die Lieblingsspiele Ihrer Katze eine verspielte Variante ihres natürlichen Jagdinstinkts darstellen: „sich auf Mäuse stürzen“, „Fische herausschöpfen“, „nach Vögeln greifen“ und „Kampf spielen“.
Mehr Ideen zu Spielen mit Ihrer Katze finden Sie hier.

Spielerische Aggressivität umleiten

Wenn Ihre Katze ganz versessen Ihre Fussgelenke attackiert, ist Futter eine wirkungsvolle Ablenkung! Wenn Sie nur eine Katze haben, könnte dann ein Spielkamerad dazu beitragen, die Aggression beim Spielen zu verringern? Vielleicht. Zwei junge Katzen würden sich oft gegenseitig auf Trab halten, andererseits könnte dies für Sie bedeuten, dass Sie es dann mit zwei Raubtieren anstatt mit einem zu tun hätten!

Verwöhnen Sie Ihre Katze mit Katzenminze

Katzenminze kann Ihre Spieleinheiten deutlich aufpeppen. Diese natürliche Kräuterart ist völlig unbedenklich. Die meisten Katzen sind verrückt danach, andere hingegen zeigen sich gänzlich unbeeindruckt. Katzenminze ist in manchem Spielzeug enthalten, ist aber auch im Heimtierbedarf erhältlich und hilft Ihnen, das Interesse Ihrer Katze an einem bestimmten Spielzeug neu zu beleben. Das Wahrnehmungsvermögen für Katzenminze setzt bei den meisten Kätzchen mit etwa vier Monaten ein.

Warum Katzen unterschiedlich aktiv sein können

 

Manchen Katzen haben den Ruf, die meiste Zeit zu schlafen, wogegen andere Katzenrassen üblicherweise wesentlich mehr Energie an den Tag legen. Zu den reinrassigen Katzen mit bekanntlich hohem Energieniveau zählen die Siamkatze, Abessinier, Orientalen und Türkisch Van. Zu den eher trägen Rassen gehören die Perserkatze, Himalaja, British Shorthair und Ragdoll. Wenn Sie sich eine aktive Mischlingskatze wünschen, sollten Sie diese von privaten Anbietern aufnehmen – dann ist zumindest die Mutter bekannt.

Wenn es um Bewegung geht, sind Katzen wie Menschen: Einige sind einfach aktiver als andere. Hauskatzen tendieren dazu, den Schlafrhythmus ihrer Halter zu übernehmen und tagsüber, mit Ausnahme einiger zwischendurch gehaltener Schläfchen, wach zu bleiben. Was machen Sie aber, wenn Ihre Katze die ganze Zeit zu schlafen scheint?

Vielleicht ist Ihre Katze einfach nur faul. Inaktive Katzen geben prima Schosskatzen ab, die sich mit Herumliegen zufrieden geben, während Sie lesen oder fernsehen. Zudem neigen solche Katzen deutlich weniger zu Streichen als ihre Artgenossen, die voller Energie stecken. Solange ruhige Katzen körperlich gesund sind, ist alles vollkommen in Ordnung.

Sollten Sie trotzdem weiterhin besorgt sein, bringen Sie Ihre Katze zu einer gründlichen Untersuchung zum Tierarzt. Bereits kleine gesundheitliche Probleme wie Arthritis oder Erkrankungen der oberen Atemwege können dazu führen, dass die Katze lethargisch wirkt. Vielleicht zeigt die Untersuchung, dass alles in bester Ordnung ist – dann können Sie Ihrer Katze trotzdem neues Spielzeug mit nach Hause bringen.

Solange Ihre Katze körperlich gesund ist und das für sie korrekte Gewicht hält, ist das jeweilige Aktivitätsniveau unerheblich.

Was ist normal?

Sie leben mit Ihrer Katze zusammen und wissen, was normal ist. Wenn Sie annehmen, dass etwas nicht stimmt, sollten Sie Ihre Besorgnis immer unverzüglich Ihrem Tierarzt mitteilen.

  • Augen: Die Augen sollten leuchtend und rein sein. Teilen Sie Ihrem Tierarzt mit, wenn Sie Ausflüsse feststellen.
  • Ohren: Die Ohren sollten sauber und frei von austretenden Substanzen sein sowie keinen Geruch oder Rötungen aufweisen. Unbehandelte Ohrenprobleme sind für das Tier schmerzhaft und können einen Hörverlust verursachen.
  • Nase: Die Nase sollte sauber und frei von Ausflüssen oder Wundstellen sein.
  • Mund: Das Zahnfleisch sollte rosa oder schwarz und die Zähne frei von Zahnstein oder Plaque sein. Prüfen Sie Mund und Lippen auf Wundstellen oder Wucherungen. Schlechte Zähne können auf Gesundheitsprobleme hindeuten.
  • Fell: Das Fell Ihres Kätzchens sollte glänzend und sauber sein.
  • Gewicht: Aktive und verspielte Kätzchen haben nur selten Übergewicht. Falls doch, können Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten lassen, mit welcher nährstofflichen Versorgung sich die optimale körperliche Verfassung Ihres Kätzchens aufrechterhalten lässt.
  • Gewohnheiten im Umgang mit dem Katzenklo: Eine Veränderung der Gewohnheiten im Umgang mit dem Katzenklo sowie Veränderungen bezüglich der Häufigkeit des Urinierens oder Stuhlgangs bzw. in der Beschaffenheit des Urins oder Stuhls können auf Gesundheitsprobleme hinweisen. Verständigen Sie unverzüglich Ihren Tierarzt, wenn Sie solche Veränderungen feststellen.

Aktiv bleiben

Übergewichtige Kätzchen werden zu übergewichtigen Katzen und dicke Katzen sind nicht gesund. Übergewicht stellt für Herz und Gelenke eine zusätzliche Belastung dar und kann zu Lahmheit, Hautproblemen, schlechter Stimmung, Langeweile, Lethargie, Verhaltensproblemen und sogar zu Diabetes führen. Bewegungseinheiten helfen dabei, das Gewicht Ihrer Katze zu kontrollieren – Sie wissen ja: Vorbeugung ist die beste Medizin.

Zur Beibehaltung des Aktivitätsniveaus sollten Sie sich einiges an Spielzeug und eine drinnen aufgestellte Klettermöglichkeit oder einen Kratzständer zulegen. Machen Sie sich regelmässige Spieleinheiten zur Regel und vergessen Sie nicht, dass alles, was sich bewegt, für Katzen deswegen interessant ist, weil es ihre Fertigkeiten als Jäger fördern hilft.

Bei der Förderung der Aktivität spielt auch das Zuhause und die soziale Umwelt der Katze eine wichtige Rolle. Gibt es bei Ihnen zuhause mehrere Möglichkeiten für die Katze zum Klettern oder Springen? Legen Sie das Spielzeug Ihrer Katze nach den Spieleinheiten wieder weg, damit es jedes Mal aufs Neue interessant ist? Wenn Ihr Haus oder Ihre Wohnung auf verschiedenen Ebenen angelegt ist, könnten Sie beispielsweise den Futternapf auf einer anderen Etage aufstellen als den Schlafbereich, damit die Katze möglichst viele Stufen überwinden muss.

Sollte die Katze, vorausgesetzt sie hat kein Übergewicht, alle Ihre Bemühungen, sie zu mehr Spielen anzuregen, mit einem Gähnen abtun, sollten Sie sich damit abfinden. Sie haben dann ein prima Schosshaustier, mit dem Sie es sich vor dem Fernseher gemütlich machen können!

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Ein sicheres Zuhause für Ihr Kätzchen

Machen Sie Ihr Zuhause kätzchenfreundlich

„Neugier tötet die Katze“, heisst es. Wie können wir also dafür Sorge tragen, dass dies nicht passiert? Kätzchen sind von Natur aus sehr neugierig und werden jeden Winkel ihres neuen Zuhauses gründlich erkunden wollen. Das Erlernen, wie mit potenziellen Gefahren umzugehen ist, gehört mit zum Heranwachsen. Allerdings können Sie dazu beitragen, die Kätzchen vor ihren schwersten Fehlern zu bewahren. Ihr Zuhause steckt für eine neugierige Katze voller Gefahren. Daher ist es hilfreich, wenn Sie Heim und Wohnung inspizieren und dabei alles aus der Sichtweise des Kätzchens betrachten.

Worauf zu achten ist

  • Zerbrechliche Ziergegenstände sollten in einem Schrank aufbewahrt werden.
  • Die Türen von Öfen, Kühlschränken, Mikrowellenherden, Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen und Trockenschleudern sollten stets geschlossen gehalten werden. Bringen Sie an den Türen Notizen an, damit andere Personen vor dem Gebrauch dieser Geräte einen Blick ins Innere werfen.
  • Der Toilettendeckel sollte stets heruntergeklappt sein. Ausser dem Risiko, dass ein Kätzchen in die Toilettenschüssel fällt und ertrinkt, kann es sich auch vergiften, indem es Wasser trinkt, das möglicherweise Reinigungschemikalien enthält.
  • Wenn ein chemisches Reinigungsmittel im Bad, Waschbecken, auf dem Boden in der Küche oder im Bad aufgetragen wurde, sollte das Kätzchen keinen Zutritt zu diesem Raum haben.
  • Alle Türen und Fenster sollten geschlossen gehalten werden. Auch wenn Sie Ihrer Katze letztlich erlauben, nach draussen zu gehen, braucht sie Zeit, um sich an das Zuhause zu gewöhnen und es kennenzulernen, ehe sie die Erlaubis erhält nach draussen zu gehen.
  • Bei brennenden Kerzen ist der Ärger vorprogrammiert – löschen Sie alle offenen Flammen, wenn Ihre Katze in der Nähe ist, und sorgen Sie an jedem Feuer für eine Schutzvorrichtung.
  • Sprühbehälter sollten niemals in der Nähe der Futter- und Wasserschale eingesetzt werden.
  • Plastiktüten sind an einem für die Katze nicht erreichbaren Ort aufzubewahren.
  • Feuerlöscher üben auf viele Katzen einen Reiz aus, sind aber giftig und sollten daher sicher und unzugänglich in einem Schrank verwahrt werden.
  • Der gesunde Menschenverstand sollte Ihnen sagen, welche weiteren Gegenstände für die Katze unzugänglich aufzubewahren sind, wie zum Beispiel Rasierklingen, Nadeln, scharfe Gegenstände usw.
  • Essensreste sind stets sofort zu entsorgen. Hühnerknochen können sehr gefährlich werden, da sie beim Kauen splittern. Ausserdem wirken die in den Gelenken enthaltenen Fäden auf Katzen unwiderstehlich, stellen jedoch eine potentielle Lebensgefahr dar.
  • Stellen Sie alle Hauspflanzen an einen Ort, der für die Katze nicht erreichbar ist und entsorgen Sie alle Pflanzen, die für Katzen giftig sind.
  • Verstauen Sie alle zugänglichen elektrischen Kabel sicher unter einem Teppich oder befestigen Sie diese am Boden oder an der Wand. Ein im Handel erhältlicher, dicker Kabelschützer lässt sich ebenfalls über die Kabel ziehen und macht diese kaubeständig.
  • Entfernen oder kürzen Sie herabhängende Tischdecken – viele Kätzchen sind wahre Experten darin, einen komplett gedeckten Tisch „abzuräumen“!
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Stubenrein werden

Training zur Benutzung des Katzenklos 

Katzen sind äusserst eigenwillig und verrichten ihr Geschäft im Freien oft in relativ offenen und unbenutzten Bereichen. Nach dem Geschäft bedecken sie ihren Kot sorgsam mit Erde, ehe sie weiterziehen, es sei denn sie markieren ein Territorium (wobei ihr absichtlich hinterlassener Geruch anderen Katzen anzeigt, wo das Territorium verläuft.)
Katzen zur Benutzung eines Katzenklos aufzufordern, heisst sie gegen ihren Instinkt handeln zu lassen. Daher wundert es nicht, dass die am häufigsten geäusserte Beanstandung von Katzenhaltern darin besteht, dass die Tiere das Katzenklo nicht benutzen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihrer Katze keinen Grund bieten, auf den Gebrauch des Katzenklos zu verzichten. Halten Sie das Katzenklo sauber und stellen Sie es an dem Ort auf, an dem Ihre Katze die Benutzung des Katzenklos bevorzugt. Es könnte vielleicht sogar erforderlich sein, dass Sie zusätzliche Katzenklos aufstellen müssen, darunter auch eines am eigentlich richtigen Ort.

Problemvermeidung

  • Die meisten Kätzchen sind bereits stubenrein, wenn Sie sie aufnehmen – durch Nachahmen des Verhaltens ihrer Mutter haben die Kätzchen gelernt, wie das Katzenklo benutzt wird. Kätzchen, die in einer Ecke schnüffeln, kratzen oder sich dort zusammenkauern, sollten sanft in das Katzenklo gesetzt werden.
  • Wählen Sie ein Katzenklo, dessen Benutzung für Ihr Kätzchen kein Problem ist. Gegebenenfalls müssen Sie in den ersten paar Wochen provisorisch einen flachen Behälter verwenden, den Sie anschliessend entsorgen.
  • Stellen Sie mindestens ein Katzenklo und zusätzlich je ein weiteres für jede Katze, die in Ihrem Haushalt lebt, auf. Stellen Sie jedes Katzenklo in einer ruhigen und leicht zugänglichen Ecke auf.
  • Stellen Sie das Katzenklo in ausreichender Entfernung zum Fressplatz Ihrer Katze auf, in einem leicht erreichbaren, aber dennoch etwas intimeren Bereich. Vermeiden Sie feuchte, dunkle Kellerräume, weit entfernte Schlafzimmer, die Nähe lauter Waschmaschinen oder Verkehrslärm usw.
  • Wählen Sie ein Katzenklo mit ausreichender Tiefe, um zu verhindern, dass beim Scharren der Katzen Streu herausfliegt. Es sollte aber gross genug sein, dass sich die Katze ganz herumdrehen kann.
    Das Katzenklo kann nach oben hin offen sein, aber für Katzen, die es etwas intimer mögen, sollte man ein oben geschlossenes Katzenklo aufstellen, das zur Minimierung unangenehmer Gerüche mit einem Karbonfilter ausgestattet ist.
  • Katzen mögen am liebsten verklumpendes, „schaufelbares“ Katzenstreu. Entfernen Sie die verunreinigte Streu, wodurch die übrige Streu frisch und trocken bleibt.
  • Wenn Sie die Katze von einem anderen Haushalt übernommen haben, sollten Sie in Erfahrung bringen, welche Art von Katzenklo von den vorigen Haltern verwendet wurde. Manche Katzen weigern sich, Katzenklos zu benutzen, die ihnen nicht gefallen.
  • Füllen Sie das Katzenklo bis zur vom Hersteller empfohlenen Tiefe mit Katzenstreu und stellen sie es auf eine leicht zu reinigende Oberfläche. Wenn Sie ein Katzenklo durch ein neues ersetzen, sollten Sie sich über die empfohlene Befülltiefe informieren, da diese je nach Ausführung des Katzenklos unterschiedlich ausfallen kann.
  • Entfernen Sie verunreinigte Streu mindestens täglich. Leeren Sie das Katzenklo einmal wöchentlich vollständig und waschen Sie es mit heissem Wasser und Reinigungsmittel ab. Vermeiden Sie Desinfektionsmittel, da einige davon für Katzen giftig sind.
  • Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie aufgrund des Risikos von Toxoplasmose niemals verunreinigte Streu anfassen.
  • Lassen Sie Ihre Katze niemals ohne Katzenklo zuhause zurück. Wenn Ihre Katze den Harndrang für längere Zeit zurückhalten muss, entwickeln sich in der Blase Bakterien, die eine Blasenentzündung verursachen.
  • Wenn Ihre Katze die Wohnung oder das Haus durch Verrichten des Geschäfts verunreinigt, kann dies auch ein psychisches Problem wie FLUTD (Erkrankungen der unteren Harnwege) zur Ursache haben. Dies ist ein schmerzhaftes und potenziell tödliches Gesundheitsproblem, wenn der Harnfluss blockiert ist.
  • Häufiges Aufsuchen des Katzenklos, Verschmutzungen, dunkler oder rötlicher Urin, Stubenunreinheit, gequälte oder Bedrückung vermittelnde Geräusche und exzessive Körperpflege in der Nähe der Leistengegend können Anzeichen von FLUTD sein. Kontaktieren Sie immer Ihren Tierarzt, wenn Sie irgendwelche Gesundheitsprobleme vermuten.
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Kastration/Sterilisation

Kastration bzw. Sterilisation

Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass für alle Katzen, die in der Schweiz auf eine Adoption warten, einfach nicht genug Haushalte zur Verfügung stehen. Indem Sie Ihre Katze kastrieren bzw. sterilisieren lassen, können Sie einen wichtigen Beitrag zur Kontrolle der Katzen-Überbevölkerung leisten, und das ist noch nicht alles. Forschungsergebnisse belegen, dass kastrierte bzw. sterilisierte Haustiere ein längeres Leben haben und einem geringerem Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme einschliesslich bestimmter Krebsarten ausgesetzt sind.

Vorteile für Kater

Nicht kastrierte Kater setzen drinnen wie draussen auf ihrem Territorium Duftmarken mit streng riechendem Urin mit starkem Nachgeruch. Auf der Suche nach läufigen Katzen legen sie beim Herumstreunen grosse Entfernungen zurück und gehen häufig verloren oder werden durch Verkehrsteilnehmer verletzt oder getötet. Ausserdem kommt es zu Kämpfen mit anderen Katern, was zu Wunden, Abszessen und Infektionen mit tödlichen Katzenkrankheiten führt. Durch eine Kastration werden die aggressiven Impulse Ihrer Katze vermindert und somit die Wahrscheinlichkeit gesenkt, sich im Kampf zu verletzen. Daneben wird Ihr Kater aber auch leidenschaftlicher, zufriedener und glücklicher.

Vorteile für Katzen

Entgegen der verbreiteten Meinung ist es nicht besser, Katzen vor der Sterilisation einmalig gebären zu lassen. Brusttumore und Gebärmutterentzündungen kommen bei Katzen, die Nachwuchs hatten, deutlich häufiger vor.

Katzen werden über einen Zeitraum von jährlich acht Monaten alle drei Wochen läufig. Sie miauen und artikulieren sich unaufhörlich und locken viele laute und stinkende Kater an die Haustür. Ihre Katze zwecks Vermeidung einer Paarung nicht nach draussen zu lassen, ist für Sie und Ihre Katze gleichermassen traumatisch. Sollte Ihre Katze jedoch irgendwie nach draussen entwischen, sorgt sie für ungeplanten Nachwuchs, für den man vielleicht nur schwer ein neues Zuhause finden wird. Die Sterilisation trägt dazu bei, dass Ihre Katze zärtlicher und heimeliger wird.

Gewichtszunahme

Eine Kastration verursacht bei Katzen keinen unmittelbaren Gewichtszuwachs und wirkt sich normalerweise nicht auf ihr Aktivitätsniveau aus. Eine chirurgische Sterilisation kann jedoch zu mehr Körpergewicht führen, weil sich der Stoffwechsel leicht verändert und das Aktivitätsniveau mit zunehmender Reife normalerweise abnimmt. Sollte Ihre Katze nach dem Eingriff tatsächlich zunehmen, verringern Sie einfach die Futtermenge und erhöhen das Aktivitätsniveau oder erwägen die Umstellung auf kalorienarme Fertignahrung. Manche Marken-Spezialnahrungen für Katzen umfassen auch Nahrungsmischungen „für die nachoperative Pflege“, die speziell unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Katzen nach einer Sterilisation entwickelt wurden.

Reduzieren Sie die Anzahl ungewollter Katzen

Jedes Jahr werden Millionen ungewollter Kätzchen und Katzen eingeschläfert. Ausgenommen wenn Sie sich mit der professionellen Züchtung reinrassiger Haustiere beschäftigen, zeigen Sie durch Kastration bzw. Sterilisation Ihrer Katze ein engagiertes und verantwortungsvolles Verhalten. Eine nicht sterilisierte Katze kann jedes Jahr bis zu drei Mal Nachwuchs mit bis zu sechs Kätzchen pro Wurf bekommen. In fünf Jahren wären so über 200.000 Nachfahren möglich!

Vor und nach der Operation

Nach der Konsultation mit Ihrem Tierarzt befolgen Sie entsprechend die Anleitung, gemäss der das Tier vor dem Eingriff kein Futter und Wasser mehr erhält. Bei der Operation werden bei Katern beide Hoden und bei Katzen die Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Tierarztpraxis, in welchem Alter dort Katzen bevorzugt kastriert bzw. sterilisiert werden. Je nach Praxis kann das Alter verschieden sein, der Eingriff aber für männliche wie weibliche Tiere bereits ab einem Alter von zwei Monaten erfolgen.

Nach dem Eingriff sollten die Katzen ein paar Tage lang nicht aus dem Haus gelassen, in ruhiger Umgebung gehalten und von sprunghaften Bewegungen sowie vom Beissen und Knabbern an der Naht abgehalten werden. Ihr Tierarzt wird Ihnen mitteilen, wie das Tier nach dem Eingriff zu pflegen ist und ob die Nähte zu entfernen sind oder sich auf natürliche Art auflösen werden.

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