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Amputation

Amputation

Ob infolge eines Unfalls oder einer Erkrankung, kommt die Amputation von Gliedmassen heutzutage viel häufiger vor als früher und ist eine viel bessere Alternative zum Einschläfern. Auch wenn dabei ein chirurgischer Eingriff anfällt und eine lange Ausheilzeit erforderlich wird, kann eine Amputation Katzen durchaus von grösserem Nutzen als Schaden sein, indem die Quelle ihrer Schmerzen und Leiden entfernt wird. In den meisten Fällen lässt sich durch eine Amputation ein Tierleben retten.

Oft stellt eine Amputation sogar die einzige lebensrettende Massnahme für Tiere dar, die bei Autounfällen verletzt wurden oder die an Knochenkrebs und anderen schweren Erkrankungen leiden. Sicherlich ist es für die Katze schwer, zu erlernen sich so fortzubewegen wie früher. Trotzdem kommen die meisten Katzen mit den Veränderungen durch eine Gewichtsverteilung zurecht und lernen wieder zu gehen oder sogar wieder zu rennen.

Katzen haben einen langen, sehr beweglichen Schwanz, der anfällig für Brüche, Ausrenkungen, Bisse und Abszesse ist sowie für Verletzungen, die durch Unfälle hervorgerufen werden. In einigen Fällen kann ein erheblich in Mitleidenschaft gezogener Schwanz ebenfalls eine Amputation erforderlich machen.

Eine Amputation muss für eine Katze nicht das Ende der Welt bedeuten. Betrachten Sie sie vielmehr als den Beginn eines neuen Lebens, einer positiven Möglichkeit, das Leben von Katzen auf humane Art zu verlängern

Wie Sie Ihrer Katze bei der Anpassung helfen

  • Beschränken Sie sofort nach der Operation den Auslaufbereich Ihrer Katze auf Haus bzw. Wohnung.
  • Stellen Sie sicher, dass Futter und Wasser leicht zugänglich sind.
  • Achten Sie genau auf das Gewicht Ihrer Katze, da durch eine Gewichtszunahme die Belastung der anderen Beine steigt und es für das Tier viel schwerer wird, mit der Situation zurechtzukommen. Dies ist sehr wichtig, da Katzen infolge von weniger Auslauf und Bewegung zu einer Gewichtszunahme neigen können.
  • Anfangs werden Katzen einer Gefahr nicht so schnell wie früher entfliehen können. Sie sollten sich daher bemühen, Ihre Katze von potenziellen Konfliktsituationen mit anderen Tieren fernzuhalten.
  • Ihr Haustier braucht vielleicht einige Zeit, um neu zu lernen, mit drei anstatt vier Beinen das Gleichgewicht zu halten. Bedenken Sie, dass die unversehrt gebliebenen Beine für den Kraftaufbau Zeit brauchen – schränken Sie daher den Zugang zu erhöht gelegenen Bereichen ein und spornen Sie Ihre Katze nicht zum Springen an!
  • Wenn bei Ihnen die Benutzung von Treppenstufen, wie zum Beispiel der Zugang zu Ihrem Garten, unvermeidbar ist, sollten Sie das Anbringen einer Rampe erwägen.
  • Bei Ihren anderen Haustieren könnte die Veränderung des Kameradens Aufregung hervorrufen. Aus diesem Grund sollten Sie den Patienten erst langsam wieder mit den anderen bekannt machen und die Situation beobachten.
  • Kalkulieren Sie für die Genesungsphase und Anpassung ausreichend Zeit ein.
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Blindheit

Blindheit

Bei Katzen kann das Sehvermögen aus verschiedenen Gründen wie beispielsweise dem Alter allmählich nachlassen. Die Veränderung erfolgt oft so schleichend, dass vielen Haltern nichts Ungewöhnliches auffällt, bis sich ein völliger Sehverlust einstellt. Durch die Sehbehinderungen verlassen sich die Katzen mehr und mehr auf die ihnen verbleibenden Sinnesorgane, insbesondere den Geruchssinn. Vor allem ältere Katzen zeigen sich aufgrund ihrer gelasseneren Lebenseinstellung in der Regel von einem nachlassenden oder eingebüssten Sehvermögen nicht sonderlich beeindruckt.

Anpassung an die Blindheit

  • Wenn Sie mit Ihrem Haustier sprechen, sollten Sie die Kommunikation häufiger und betonter gestalten.
  • Blinde Katzen verlieren leicht die Orientierung. Erlauben Sie ihnen nicht, frei herumzulaufen.
  • Blinde Katzen sind beim Zurücklegen ihrer gewohnten Wege auf ihren Geruchssinn und ihr Erinnerungsvermögen angewiesen. Belassen Sie Nahrung, Möbelstücke und das Katzenklo an den altbekannten Stellen.
  • Machen Sie potenzielle Gefahrenquellen wie Treppenstufen mit geringen Mengen Zitronenöl oder Duftmischungen für Ihre Katze erkennbar.
  • Hinterlassen Sie an unerwarteten Stellen keine Hindernisse.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Katze ein schnell auszuklinkendes Halsband mit ihrem Namen, der Anschrift sowie der Telefonnummer eines Tierarztes trägt.
  • Verwenden Sie eine Leine, wenn Sie im Garten spazieren gehen. Achten Sie beim Spazierengehen auf Dinge, die die Aufmerksamkeit Ihrer Katze erregen.
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Taubheit

Taubheit

Katzen mit uneingeschränktem Hörvermögen drehen Ihren Kopf in die Richtung, aus der sie ein Geräusch vernehmen und orten mit ihren sich bewegenden Ohren die exakte Position des Geräusches. Katzen, die dieses Verhalten nicht zeigen, können durchaus taub sein. Erbliche oder degenerative Faktoren, aber auch Innenohrerkrankungen, können zu dauerhafter Taubheit führen. Viele weisse Katzen sind von Geburt an taub. Im Gegensatz dazu, kann Taubheit, die durch Infektionen des Aussen- und Mittelohrs, Ohrenschmalz oder Parasiten hervorgerufenen wird, eine lediglich vorübergehende Erscheinung sein. Im Allgemeinen kommen Katzen jedoch sehr gut mit Taubheit zurecht.

  • Der wichtigste Faktor ist die Sicherheit Ihres Haustieres. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Situationen, die für Ihre Katze aufgrund des eingeschränkten oder nicht gegebenen Hörvermögens potenziell gefährlich sind. Lassen Sie Ihre Katze beispielsweise nicht in verkehrsreichen Gegenden, in der Nähe von Rasenmähern oder von bellenden Hunden frei herumlaufen.
  • Ersetzen Sie über die Stimme vermittelte Kommandos durch unterschiedliche, einfach erkennbare und konsequent beizubehaltende Handzeichen. Abends könnten Sie Ihrer Katze auch mit einer Taschenlampe anzeigen, dass die Mahlzeiten anstehen.
  • Probieren Sie es auch mit Vibrationen wie beispielsweise dem Aufstampfen mit einem Fuss auf den Boden oder kräftiges Händeklatschen in geringer Entfernung zum Tier. Wenn Ihre Katze sich Ihnen zuwendet (als Reaktion auf Ihr Handzeichen oder eine Vibration), bieten Sie Ihr eine Belohnung an.
  • Bemühen Sie sich um möglichst viel Augenkontakt.
  • Denken Sie daran, dass taube Katzen nicht zur Wahrnehmung von Fauch- oder Drohgeräuschen anderer sich nähernder Tiere imstande sind. Halten Sie die Tiere daher aus Konflikten mit anderen Katzen oder Hunden heraus.
  • Setzen Sie Ihrer Katze ein Halsband mit Schnelllösemechanismus auf, das Ihre Anschrift, die Telefonnummer Ihres Tierarztes sowie den Hinweis „Ich bin taub“ enthält.
  • Möglicherweise ist es sicherer, das Territorium Ihrer Katze auf einen eingezäunten Garten zu beschränken.
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Erholung nach einer Operation

Genesung nach einer Operation

Von Ihrem Tierarzt erhalten Sie spezielle Ratschläge zur Verfassung Ihrer Katze, den Terminen für die Nachuntersuchungen sowie der postoperativen Medikation.
In der Regel erreichen Katzen 24 bis 48 Stunden nach einer Betäubung, während der sie die meiste Zeit über schlafen, wieder ihren Normalzustand. Unter Berücksichtigung dessen sollten Sie dafür sorgen, dass Sie für Ihre Katze an einer warmen, zugluftfreien Stelle, an der das Tier nicht gestört wird, ein Bett aufstellen –insbesondere wenn sich im Haus kleine Kinder oder vielleicht andere Tiere befinden.

Fütterung

Katzen können, wie wir Menschen, nach dem Erwachen aus einer Betäubung Übelkeit verspüren. Bieten Sie Ihrer Katze nach der Operation eine kleine leichte Abendmahlzeit wie beispielsweise gekochten Schinken oder Fisch an. Ist dies nicht möglich, geben Sie ihr einfach ein Viertel ihrer regulären Nahrung.

Bewegung

Sorgen Sie dafür, dass sich die Katze bis zur Entfernung aller Nähte drinnen aufhält. Sie sollten Ihr Haustier davon abhalten, Treppenstufen zu benutzen, auf Möbel zu springen oder sich körperlich anzustrengen.

Wundnaht

Prüfen Sie täglich die Wundnaht Ihrer Katze und teilen Sie Ihrem Tierarzt alle Schwellungen oder anhaltende Ausflüsse und Blutungen mit. Die Nähte werden gewöhnlich nach etwa 10 Tagen gezogen, je nachdem, um welche Operationsart es sich handelt und in welchem Bereich die vernähte Wunde liegt. Manche Nähte liegen unter der Haut verborgen und lösen sich ganz von allein auf.

Verbände

Es ist sehr wichtig, dass Sie Verbände trocken halten, da sich andernfalls der Zustand weiter verschlimmern kann. Wenn Ihre Katze nach draussen muss, sollten Sie nach Möglichkeit einen Plastikbeutel über den Verband stülpen. Hierfür gibt es ein bei Ihrem Tierarzt erhältlichen, speziellen Beutel, der geeigneter wäre, aus widerstandsfähigem Material besteht und länger hält. Lassen Sie den Beutel keinesfalls zu lange an der Pfote Ihrer Katze, da sich im Inneren Feuchtigkeit bilden und es zum Absterben von Hautpartien kommen kann. Nehmen Sie der Katze daher den Beutel ab, sobald diese wieder drinnen ist. Achten Sie auf unangenehme Gerüche, Verfärbungen oder Schwellungen ober- und unterhalb des Verbandes sowie auf dessen strammen Sitz. Versichern Sie sich auch, dass das Tier keine Schmerzen verspürt.
Es ist sehr wichtig, dass Sie zum vereinbarten Nachuntersuchungstermin erscheinen oder aber die Praxis auch früher aufsuchen, wenn Ihnen etwas Sorgen bereitet.

Plastikkragen

Durch trichterförmige Plastikkragen soll verhindert werden, dass Katzen an ihren Wunden lecken, beissen oder kratzen. Zu beachten ist, dass der Kragen durchgängig getragen wird, insbesondere nachts und immer dann, wenn die Katze allein gelassen wird. Ihr tapferes Haustier wird sich schnell an das Tragen dieses neuen „Zubehörs“ gewöhnen. Sorgen Sie aber dafür, dass der Kragen die Katze nicht beim Fressen oder Trinken behindert. Sollte der Kragen dennoch stören, müssen Sie ihn der Katze jeweils für die Mahlzeiten abnehmen.

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Spezialnahrungen

Spezialnahrungen

In den letzten 20 Jahren wurden herausragende Fortschritte in der Entwicklung hoch spezialisierter Heimtier-Nahrungsmischungen erzielt. Diese Mischungen reichen von einem eher allgemeinen Gewichtsmanagement und von Kost für Tiere mit empfindlicher Verdauung über Mischungen, die entwickelt wurden, um bei speziellen Beschwerden wie beispielsweise im Verdauungstrakt oder bei Nierenstörungen zu helfen. Manche dieser Nahrungsmischungen können eine Behandlung nur über einen begrenzten Zeitraum unterstützen, andere können Ihrem Haustier ein Leben lang helfen. Durch die jüngst erzielten Fortschritte wird sogar eine Herabsetzung oder Aufhebung der Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung möglich.

Medizinische Bedingungen als Vorgabe

Mittlerweile steht Ihnen ein Sortiment von Katzennahrungen zur Verfügung, die als nährstoffliche Unterstützung bei der Behandlung sowie beim Ernährungsmanagement von Katzen mit speziellen Gesundheitsproblemen entwickelt wurden. In der modernen, tierärztlichen Praxis spielen heutzutage häufig verschreibungspflichtige diätetische Tiernahrungen, auch bekannt als  therapeutische Nahrungsmischungen, eine wichtige Rolle. Sie unterstützen die Behandlung vieler Katzenkrankheiten entweder als einziges Therapiemittel oder als Bestandteil einer Gesamtbehandlung. Oft stecken hinter diesen Nahrungsmischungen, von denen jede die richtige Ausgewogenheit der Gesamtnährstoffe gewährleistet und gleichzeitig auf die speziellen Nahrungsbedürfnissen abgestimmt ist, bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse. Diese Kost, ohne die ansonsten eine möglicherweise stark eingeschränkte Lebensqualität gegeben wäre, kann Medikamente unterstützen oder ersetzen und die Aussichten einer Katze auf ein längeres und gesünderes Leben wesentlich erhöhen.


Häufig verschriebene therapeutische Nahrungen sorgen für eine nährstoffliche Unterstützung von Katzen, die an den folgenden Gesundheitsproblemen leiden:

• Herzbeschwerden und hoher Blutdruck
• Diabetes mellitus, Verstopfung und Durchfall
• Dermatitis und Hautentzündungen
• gastrointestinale Beschwerden wie Enteritis, Gastritis und entzündliche Darmkrankheit
• schwere Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten
• Nierenversagen oder Leberkrankheit
• klinische Fettleibigkeit
• Störungen der Harnwege und Blase


Zudem sind Nahrungsmischungen erhältlich, die Katzen in der Genesungszeit beispielsweise vor und nach einer Operation, aber auch von Nährstoffstress betroffene Katzen unterstützen.

Kalorienarme Nahrungsmischungen

Fettleibigkeit bildet bei Katzen die häufigste nährstoffliche Störung, in Grossbritannien ist etwa jede dritte erwachsene Katze betroffen. Daher ist es wichtig, das Problem sowohl über die verbrauchte Energiemenge (aufgenommene Nahrung) als auch über die (durch Bewegung) verbrauchten Kalorien anzugehen. Dabei wird nicht empfohlen, Katzen ohne tierärztliche Anleitung ihre gewöhnliche Nahrung einfach in geringerer Menge zu geben, da sie im Ergebnis vielleicht nicht die richtige Ausgewogenheit an Nährstoffen erhalten.


Bei übergewichtig gewordenen Katzen besteht der wichtigste Schritt natürlich daraus, ihr weniger Leckerbissen oder Snacks zu geben. Aber auch erhältliche kalorienarme Kost kann helfen. Diese ist fettarm, enthält aber alle erforderlichen Vitamine und Mineralstoffe – Sie können somit die Kalorienmenge reduzieren, ohne die Portionsgrösse oder Nährstoffmenge einschränken zu müssen. Kalorienarme Nahrungsmischungen können übergewichtigen Katzen nicht nur bei der Rückkehr zum Normalgewicht helfen, sondern auch weniger aktive Katzen dabei unterstützen, hinterher eine gesunde körperliche Verfassung beizubehalten.

Wohnungskatzen

Viele weniger aktive Katzenrassen sind mit einem Leben als Wohnungskatze sehr zufrieden. Allerdings stehen Katzen, die in einem eingeschränkten Bereich leben,  weniger Möglichkeiten zur Bewegung zur Verfügung. Aufgrund ihres gemächlicheren Lebensstils haben es Wohnungskatzen wesentlich schwerer als Outdoor-Katzen. Spezielle Nahrungsmischungen für Wohnungskatzen mit viel Protein und wenig Fett tragen dazu bei, dass Wohnungskatzen in Topform bleiben.


Ebenso sind Wohnungskatzen mit grösserer Wahrscheinlichkeit von problematischen Haarknäuelbildungen betroffen. Nahrungsmischungen für Wohnungskatzen enthalten weniger verdaubare, fermentierbare Ballaststoffe in grossen Mengen, die dazu beitragen, dass sich verschluckte Haare im Verdauungssystem nicht als Haarknäueln ansammeln (und auch nebenbei das Katzenklo geruchsärmer machen).

Allergien

Allergien können in jedem Lebensabschnitt einer Katze auftreten und sind oft das Ergebnis einer Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittelgruppen. Die Nahrung kann bei der Linderung von allergischen Reaktionen wie juckende Haut, wiederkehrende Ohrinfektionen, Haarausfall, Hot Spots, Hautablösungen, Erbrechen und Durchfall eine wichtige Rolle spielen. Gewöhnlich ist die Proteinquelle eines Nahrungs- bzw. Futtermittels für eine Allergie verantwortlich, wobei zu den problematischsten Quellen unter anderem Rindfleisch, Milchprodukte, Hühnerfleisch, Eier, Weizen, Mais und Soja zählen. Die Umstellung auf eine andere Proteinquelle wie Lamm, Kaninchen oder auf Kohlenhydrate ohne Weizenbasis wie Reis lässt die Symptome oft verschwinden.

 

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